Lernen fördern – Fördern lernen

Lernen fördern – Fördern lernen

Mathematik lehren | Ausgabe Nr. 214/2019

Wie kann ein individualisierter, lernförderlicher Unterricht aussehen, bei dem auch gemeinsam an einem Thema gearbeitet wird? Mit diesem Heft möchten wir einen Beitrag zum Förderschwerpunkt Lernen in der Sekundarstufe leisten. Und dazu anregen, über das "Lernen lernen" nochmals grundsätzlicher nachzudenken.

Inhaltsverzeichnis
Foto: StockSnap/Pixabay
Kooperation ist ein Gewinn: beim gemeinsamen Lernen, der Unterrichtsplanung und der interdisziplinären Zusammenarbeit in Kollegien
Lernen - gemeinsam auf unterschiedlichen Wegen
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

In heterogenen Lerngruppen gibt es auch Jugendliche, die Schwierigkeiten mit dem Lernen bzw. den Förderschwerpunkt Lernen haben. Wie können wir zusätzliche Zuwendung und Förderung aufbringen bzw. umsetzen, um im inklusiven Unterricht differenziert die vorgegebenen Ziele zu erreichen? Der Beitrag informiert über den Förderschwerpunkt Lernen und regt dazu an, über das Lernen bzw. das Lernen lernen nochmals grundsätzlicher zu reflektieren.

Skizzen helfen Textaufgaben zu verstehen... und zu lösen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 1-6

Das Erstellen einer Skizze ist eine im mathematischen Problemlösen in allen Inhaltsgebieten und in allen Klassenstufen verwendbare und oftmals zielführende Strategie. Skizzen unterstützen Schülerinnen und Schüler darin, Texte zu verstehen, Lösungswege zu finden, zu vergleichen und zunehmend komplexe Zusammenhänge zu mathematisieren. Vorgestellt wird eine Lerneinheit aus dem Lernstand 5-Fördermodul „Sachaufgaben mit Skizzen lösen“.

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Eine inklusive und sprachsensible Unterrichtsreihe Gemeinsam zum Volumen von Quadern
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-6

Inklusiver Mathematikunterricht muss eine geeignete Balance zwischen individuellem und gemeinsamen Lernen schaffen und dabei insbesondere die Verstehensgrundlagen berücksichtigen. Der Artikel zeigt am Beispiel Volumenbestimmung, wie ein reichhaltiger selbstdifferenzierender Arbeitsauftrag nicht nur unterschiedliche Niveaus erlaubt, sondern auch verschiedene Lernziele im gemeinsamen Lernen aufeinander bezogen werden können.

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Proportionalität als Konzept entwickeln und dabei das eigene Handeln im Unterricht reflektieren Fördern durch systematische Unterrichtsentwicklung
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-9

Vorgestellt wird ein für inklusive Klassen geeigneter Einstieg zur Proportionalität. Das Grundkonzept ist übertragbar: Steuern und Loslassen (Wie kann der Lernprozess möglichst selbstständig erfolgen?), Verstehen und Vertiefen (Begreifen alle die Kernidee?), Beobachten und Beraten (Wie klappt das Lernen?), Unterstützen und Aufbauen (Lernumgebung anpassen, Hilfen entwickeln).

Ein offenes, substanzielles Problemfeld Wege in Mannheim
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 7-9

Ausgangspunkt ist ein Forschungsauftrag, der allen Lernenden zugänglich ist: Im rasterförmigen Stadtplan werden systematisch kürzeste Wege gesucht, und dabei kombinatorische Erkundungen angestellt. Die inklusionspädagogische Perspektive wirkt sich auf die Lernumgebung aus: Zum eigentlichen Auftrag gibt es zwei weitere Arbeitsblätter, die das Problemfeld „nach unten“ und „in die Breite“ öffnen (natürliche Differenzierung).

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Welche Eigenschaften haben Vierecke? Eine inklusive Lernumgebung mit dem Rechner (DGS)
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-8

Der Beitrag beschreibt Auszüge einer Lernumgebung für den inklusiven Mathematikunterricht. Mit digitalen und nicht-digitalen Werkzeugen können Eigenschaften von Vierecken gemeinsam erfahren, diskutiert und lokal geordnet werden. Durch Einblicke in die Lernprozesse der Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf lässt sich darstellen, wie digitale Werkzeuge das Lernen am gemeinsamen Gegenstand unterstützten können.

Die Ableitung einer Funktion und rollende Kugeln
Friedrich+ Kennzeichnung Abitur & Prüfung Schuljahr 11-13

Vorgestellt wird eine erste (komplexe) Anwendung der Differentialrechnung:

Das Weg-Zeit-Gesetz für eine Kugel ist gegeben. Wie

rollt sie über den Bildschirm?

Es lassen sich Begriffe festigen, neue Begriffe (Tangente, Extrempunkte,

Wendepunkte) einführen und Vernetzungen (Verschiebung,

Streckung) aufzeigen. Die Aufgabensequenz kann auch später

zur vernetzten Wiederholung und Prüfungsvorbereitung eingesetzt

werden.

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Ideenkiste Desmos: Mathe spielend lernen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 8-13

desmos.com ist eine US-amerkanische mathematische Online-Seite. Hier findet man neben Werkzeugen wie Taschenrechner, Funktionenplotter oder einer Geometrieumgebung auch vorbereitete digitale Lernumgebungen, die man seiner Klasse zur Verfügung stellen kann. Genauer vorgestellt werden zwei Lernumgebungen: Murmelbahnen (Spielen mit Funktionen) und Füllgraphen (Verstehen von funktionalen Zusammenhängen).

Lernen im Dorf der Prozente
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-7

Nach dem Konzept des Lerndorfs schaffen die Aufgaben auf dem „Dorfplatz“ die Basis einer gemeinsamen Wissensgrundlage. Im zweite Teil gibt es Raum, um sich zu ausgewählten Alltagsbezügen mit der Prozentrechnung zu beschäftigen. Die recht offenen Aufgaben ermöglichen eine Individualisierung des Lernens – als selbstorganisierte Freiarbeit (nicht zur Einführung, sondern zur Festigung/ Wiederholung), als Projektarbeit, als Begleitung der Unterrichtseinheit.