Differenzieren

Differenzieren

Mathematik lehren | Ausgabe Nr. 162/2010
Inhaltsverzeichnis
Ein alltagstaugliches Konzept zur Binnendifferenzierung Weil jeder anders lernt
Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Verschiedene Methoden zur Differenzierung werden in ein strukturiertes Unterrichtskonzept integriert: Die Schüler bekommen Gelegenheit, sich in ein Thema unterschiedlich weit zu vertiefen, den eigenen Übungsbedarf zu decken, für sich ansprechende und bewältigbare Aufgaben zu wählen, den eigenen Wissens- und Könnensstand sowie Lernzuwächse einzuschätzen und Lücken im mathematischen Grundwissen und -können zu erkennen und zu schließen. 

Einstiege differenzierend gestalten Das ist neu, das erforsche ich!
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-13

Der Artikel zeigt, wie Binnendifferenzierung bei der Erarbeitung neuer Lehrplaninhalte genutzt werden kann. Zu Grunde liegt die Idee, Schüler als „Forscher“ zu betrachten. Auf dieser Basis werden Kriterien für die Gestaltung von Arbeitsaufträgen und ein methodisches Unterrichtskonzept für „forschendes Lernen“ entwickelt. Illustriert wird dies durch Arbeitsblätter zur Einführung von Primzahlen und zur Erarbeitung des Satzes des Thales.

Foto: Pixabay/geralt
Mit Aufgabensets die Selbsteinschätzung fördern Erstes Üben auf eigenem Niveau
Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 7-8

Ein Aufgabenset ist ein effektives differenzierendes Angebot im Rahmen erster und vielfältiger Übungen zu einem neuen Lerninhalt. Die Zusammenstellung der Aufgaben berücksichtigt verschiedene Strukturtypen. Darüber, sowie über den offenen Bearbeitungsumfang und Einstieg werden alle Schüler nach ihren individuellen Kompetenzen gefördert und gefordert. Dies zeigen die Beispiele zu Termumformungen und quadratischen Zusammenhängen.

Komplexe Aufgaben zugänglich machen Erfahrungen mit Blütenaufgaben
Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 7-8

Manche Schüler finden nur schwer einen Einstieg in komplexere Anwendungsaufgaben. Hier hilft das Konzept der sogenannten Blütenaufgaben: Eine zum gleichen Kontext (etwa Wahrscheinlichkeiten beim Glücksrad) gehörende Grund- und eine Umkehraufgabe werden der Anwendungsaufgabe vorgeschaltet. Sie bieten eine Brücke zum eigentlichen Aufgabenteil. Weiterführend vertieft eine offene Aufgabe das Erarbeitete – ohne neuen Stoff vorwegzunehmen.

Individuelle Lernwege und Reflexionsanlässe schaffen Von Station zu Station
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-7

Ein breit angelegter Einstieg (hier ein Stationenlernen als Einstieg in die Wahrscheinlichkeitsrechnung) sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler für die Anliegen des Unterrichts und schafft Bezugspunkte für den weiteren Unterrichtsgang. Die didaktische Transparenz ist eine Voraussetzung, um die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler für den eigenen Lernprozess zu stärken.

Ideen zur Ergebnisauswertung Lösungen vergleichen
Unterricht (< 45 Min) Schuljahr 7-12

Nach differenzierten Arbeitsphasen stehen mehrere Lösungswege im Raum. Wie kann hier eine Ergebnissicherung gestaltet werden – möglichst mit Schülerbeteiligung? Der Beitrag stellt an zwei Beispielen neue Ideen vor. Zu einer Extremwertaufgabe (10./12. Klasse) wird eine Musterlösung als Concept-Map angeboten. Und ein Aufstellen von Termen (7./8. Klasse) wird mit einer grafisch strukturierten Lösung, die alle äquivalente Terme erfasst, verglichen.

Arbeiten in mathematischen Beurteilungsumgebungen Erwartungen transparent machen
Abitur & Prüfung Schuljahr 7-9

Zu einem kompetenzorientierten Unterricht gehört eine kompetenzorientierte Beurteilung. Das setzt entsprechende Instrumente voraus. Ein solches wird in der Schweiz entwickelt: Vergleichbar mit Lernumgebungen erhalten die Schüler Aufgaben zu einem Thema (hier Dezimalzahlen bzw. Dreiecke und Vierecke), die sie auch gemeinsam bearbeiten können. Tabellarisch werden ihnen die beurteilten Tätigkeiten und die Kriterien zum Erfüllen der Aufgabe mitgeteilt.

Der Puzzleball Ideenkiste
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-13

Aus 60 gleich großen Teilen besteht der „Teamgeist“ genannte Puzzleball, der Grundlage einer Modellierungsaufgabe ist. Aus dem (näherungsweise) ermittelten Flächeninhalt eines Puzzleteils wird die Oberfläche der Kugel bestimmt. Die Jugendlichen können unterschiedliche Strategien anwenden. Und der Frage nachgehen: Wie hängt der vom Hersteller angegebene Balldurchmesser mit der Oberfläche zusammen? Weitergehend kann das Ballvolumen bestimmt und mit dem Volumen der Verpackung verglichen werden.

Foto: Pixabay/Hebi B.
Funktionen wiederholen
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

Zu den typischen Funktionstypen der Klasse 8 – 10 bietet das Arbeitsheft je eine Aufgabe mit gestuften Anforderungen an. So können die Schülerinnen und Schüler selbstständig und auf ihrem Niveau ihr Wissen zu Funktionen anwenden und wiederholen. Eine Checkliste mit Aufgaben hilft beim strukturierten Arbeiten und Infokästen stellen noch einmal die wichtigsten Grundlagen bereit. Anhand von ausführlichen Beispiellösungen lassen sich die wesentlichen Überlegungen nachvollziehen.