Spielend Üben

Begriffe raten

Wissen wachhalten und Bewegung in den Unterricht bringen: Dies bietet ein selbst gestaltetes "Mativity": Welches Team wird die meisten mathematischen Begriffe erraten, die nur durch Sprechen - Malen - Gestikulieren dargestellt werden? Unterstützt durch Schulbuch oder Internet stellen wir die Begriffe zusammen und wiederholen dabei schon jede Menge.

Die Spielregeln sind schnell erklärt und oft schon bekannt: Mehrere Gruppen (mit mind. 2 Personen) treten gegeneinander zum Mathe-Begriffe-Raten an. Die Gruppe, die innerhalb der vereinbarten Zeit die meisten Begriffe erraten kann, gewinnt. Man braucht neben einer Reihe von Begriffskarten einen Zeitmesser (Stoppuhr/Sanduhr) und eine Zeichenfläche (Tafel oder Flipchart und Stift).

So läuft das Spiel

Die Begriffskarten liegen gemischt in der Mitte, Zeichenfläche und Stift liegen bereit. Pro Begriff fungiert eine Person aus jeder Gruppe als Darsteller (diese Rolle rotiert). Eine Gruppe beginnt, nach zwei Minuten ist die andere Gruppe dran. Der Darsteller/die Darstellerin nimmt die oberste Begriffskarte so, dass die anderen in der Gruppe den Inhalt der Karte nicht sehen. Sie wählt nun einen der Begriffe mit der dazu angegebenen Darstellungsart und gibt die Karte an die gegnerischen Gruppen zur Kontrolle weiter. Der Darsteller/die Darstellerin muss nun den anderen aus der Gruppe den Begriff innerhalb der festgelegten Zeitspanne verdeutlichen. Dabei gibt es drei Möglichkeiten der Darstellung:

  • Zeichnerisch: Der Begriff muss zeichnerisch dargestellt werden. Die Zeichnung darf keine Zahlen und Buchstaben enthalten. Der Zeichner/die Zeichnerin darf nicht sprechen.
  • Umschreibend: Der Begriff muss erklärt werden, ohne das betreffende Wort oder Teile des Wortes zu verwenden.
  • Pantomimisch: Der Begriff muss pantomimisch dargestellt werden. Die darstellende Person darf dabei nicht sprechen, keine Geräusche machen und auch keine Gegenstände zu Hilfe nehmen oder auf sie zeigen.

Die Mitspielerinnen und Mitspieler sagen laut ihre Lösungsvorschläge. Der bzw. die Darstellende darf darauf nicht reagieren, bis der richtige Begriff genannt wird. Die Einhaltung der Zeit und der Regeln bei der Darstellung wird von den gegnerischen Gruppen kontrolliert. Wurde der Begriff erraten, darf die betreffende Begriffskarte zur Gruppe gelegt werden und die nächste Gruppe ist dran.

Mathematik 5–10 Nr. 40/2017 Geometrie im Spiel

Es gibt inzwischen sehr viele Spiele für den Mathematikunterricht, eine große Anzahl ist empfehlenswert und hat sich in der Unterrichtspraxis bewährt. Lesen Sie in diesem Heft mehr über Übungsspiele zur Geometrie.

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Tipps zur Durchführung

  • je zwei Gruppen mit 6 bis 8 Personen gegeneinander spielen lassen (damit alle dabei bleiben und sich keiner ausklinkt)
  • die Begriffskarten mit Auswahlmöglichkeiten gestalten: je Karte enthält drei Begriffe mit je einer Darstellungsart (Vorlage)
  • Schülerinnen und Schüler in die Erstellung der Karten einbinden
  • Begriffskarten gemeinsam überarbeiten zu leichte Begriffe aussortieren 

Beobachten der Schüleraktivitäten

Während der Vorbereitung der Begriffe und vor allem während des Spiels wird deutlich, welche Inhalte recht gut verankert sind und welche Begriffe später durchaus noch einmal wiederholt werden könnten. Besonders gelungene oder witzige Beschreibungen und Gesten können als Erklärungs- und Merkhilfe immer wieder in Erinnerung gerufen werden. 

Ausprobieren

30 Begriffskarten zur Geometrie

Quelle: Lars Heckmann: "Radius mal zwei ist ...?" - In: Mathematik 5-10, Ausgabe 40, S. 36 - 39.

Fakten zum Artikel
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-13
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