Steffen Wachter

Barbara-Impulse

Schülerarbeiten (Kl. 11/12):Einzelne Etüden zu Barbara-Impulsen
Schülerarbeiten (Kl. 11/12):Einzelne Etüden zu Barbara-Impulsen, aus dem Unterricht von Steffen Wachter

Steffen Wachter

Klassen 11/12

Aleatorische Verfahren als Möglichkeit, Bildgestaltungsprozesse zu initiieren und den Zufall für sich zu nutzen, sind über verschiedene Altersstufen hinweg immer wieder als bildnerisches Mittel im Einsatz auch in diesem Beispiel.

Die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 11 und 12 konnten zur Nutzung aleatorischer Verfahren schon einige Erfahrungen sammeln und verschiedene Varianten erproben. So lag die Idee nahe, diese für eine assoziativ gespeiste gestalterische Arbeit zum Thema der Heiligen Barbara zu nutzen.
„Hashtag Barbara
Unter dem Titel „Hashtag Barbara wurde eine Fülle an Aspekten, Assoziationen und Bezügen unter dem Stichwort „Barbara zusammengetragen, die in irgendeiner Weise mit dem Thema zu tun haben könnten.
Dies sollte in Anlehnung an die Praxis auf Instagram ganz frei und ungezwungen erfolgen, sodass alles, was gezielt entwickelt oder durch Zufall gefunden und weitergedacht wurde und irgendwie zum Stichwort Barbara passt, unter dem „Hashtag Barbara gepostet werden könnte.
Das bildnerische Medium der Etüde (vgl. Schulz 2017) nimmt diesen Aspekt des Instagram-Posts im Grunde genommen vorweg. Denn eine Etüde soll ähnlich wie das Netzbild auch nicht den endgültigen Charakter vermitteln wie ein großes, über viele Schritte entwickeltes Gemälde.
Der freie und fantasievolle Umgang mit den durch Zufall entstehenden Gegebenheiten auf dem Bild regte die Fantasie der Lernenden sehr an, und es wurde gezielt geschaut, welche Bezüge sich zur Barbara herstellen ließen.
Vielfältige Bildlösungen
Um inhaltliche Bezüge zu schaffen, war eine fundierte Kenntnis der Barbara-Traditionen und Bräuche, der Attribute, kunsthistorischen Vorbilder, aber auch grundsätzlicher thematischer Aspekte der Barbara-Legende von Nutzen (s. a. MATERIAL-Teile I/II). Im Ergebnis zeigen die Etüden eine große Bandbreite an Zugängen zum Thema, die von der modernisierten Idee des Kelches als nun mit Eis gefülltem Cola-Trinkbecher über die bildnerische Interpretation des Außenseiterseins bis hin zu völlig ungegenständlichen Bildfindungen zum Thema reichen (Abb. 1 ).
In ihrer Varianz sind die Ergebnisse der Kursstufe 11 und 12 eine sehr eigenständige und eher assoziative Form der Auseinandersetzung, die die rezeptiven und reflexiven Phasen des Gesamtprojektes sinnvoll ergänzen und zusammenführen (Abb. 2a – e ).

Friedrich+ Kunst

Sie sind bereits Abonnent?

Jetzt anmelden und sofort lesen

Jetzt ganz einfach mit F+ weiterlesen

  • 30 Tage kostenloser Vollzugriff
  • 5 Downloads gratis enthalten

30 Tage kostenlos testen

Mehr Informationen zu Friedrich+ Kunst

Fakten zum Artikel
aus: Kunst und Unterricht Nr. 445 / 446

Legenden inkl. Werkstattheft

Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 11-13