Ornament

Ornament

Kunst 5-10 | Ausgabe Nr. 57/2019

Das ORNAMENT ist ein universelles Phänomen: Das Bedürfnis, die Dinge des Lebens zu verzieren mit einfachen geometrischen Grundformen oder stilisierten Motiven von Pflanzen, Tieren und Figuren, haben Menschen seit jeher und bis heute. Mit den praktischen Gestaltungen und der Reflexion über Ornamente in verschiedenen Kulturen und Epochen erhalten Schülerinnen und Schüler einen differenzierten Einblick in die Formenvielfalt und den Reichtum von Mustern auf Papier, Stoffen und Bauwerken – oder auch auf dem Körper.

Inhaltsverzeichnis
aus dem Unterricht von Svantje Munzert
Die Druckplatte wird mit Farbe eingewalzt.
Ein Zweifarbendruck in Partnerarbeit Ornamente aus verschiedenen Kulturen
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 6-8

Die Auseinandersetzung mit historischen außereuropäischen Ornamenten stellt nicht nur ein aktuelles Thema dar, wie beispielsweise ein Blick auf Arbeiten der letzten Documenta oder der 55. Biennale zeigt, sondern ist auch ein überaus poetisch-spielerisches Sujet. In dieser Unterrichtseinheit wenden die Schülerinnen und Schüler sich einem konstruktiven, experimentellen Entwerfen mit Formen und Farben zu und erstellen schließlich in Partnerarbeit einen Zweifarbendruck mit Linolplatten.

aus dem Unterricht von Barbara Lutz-Sterzenbach
Ornamente und ihre formalen Verknüpfungen/Übergänge
Gemeinsam einzelne Muster zu einer großen Zeichnung verdichten Ornamentales Wandbild
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-9

Die Unterrichtsidee knüpft an ästhetische Vorlieben von Jugendlichen mit ihren Interessen für Tattoos und ornamentale, geometrische Muster an. Sie dient als Zugang für eine vertiefte, reflexive und gestaltende Auseinandersetzung mit dem Thema Ornament. Mit einem offenen Arbeits- und Kommunikationsprozess im Gestalten einer großen Wandzeichnung fordert sie die Jugendlichen und kommt zugleich ihrem Bedürfnis nach neuen Ausdrucksformen entgegen.

aus dem Unterricht von Annette Schemmel
Schülerarbeit: Entwurfszeichnung für eine ornamentale Gestaltung
Schulhausgestaltung im Stil der Maori-Tattoos Der tätowierte Spind
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-9

In der Unterrichtseinheit machen die Schülerinnen und Schüler eine Reise zu den Ursprüngen der Tattoos und zwar zu dem Erdteil, der in der Schule häufig weniger Beachtung findet: Polynesien mit Neuseeland als größter Insel. Sie beschäftigen sich mit der Tattootradition und entwerfen schließlich selbst ein Muster, das sie auf einen Schulspind mithilfe eines wasserfesten Markers „tätowieren“.

aus dem Unterricht von Daniel Schüssler
Selbstgebautes Schreibgerät
Schrift als Ornament Calligraffiti
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-10

Die Unterrichtseinheit beginnt mit einem kurzen Rückblick in das New York der 1970er- Jahre, als bunte Buchstaben fahren lernten und Kinder und Jugendliche aus den Ghettos wie Harlem und der Bronx ihre bunte und kreative Energie in alle Welt exportierten. Schon lange ist Graffiti bzw. Streetart in der Kunstwelt angekommen. Und nach wie vor ist auch für Kinder und junge Erwachsene Graffiti ein faszinierendes Phänomen, sodass sie für eine gestalterische Aufgabe, bei der Schreibwerkzeuge selber hergestellt werden, ein eigenes Alphabet erfunden und die Schrift zum Ornament wird, schnell zu begeistern sind.

aus dem Unterricht von Stefanie Müller
Schülerarbeiten: Monogramme
Entwerfen und drucken Mein Monogramm
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-7

Mit der Gestaltung eines Monogramms lernen die Schülerinnen und Schüler eine ornamentale typografische Gestaltung und mit der Vorstellung Koloman Mosers (1868-1918, s. Wissen) zugleich eine zentrale Figur des Wiener Jugendstils kennen. Sie entwickeln in der spezifischen Formensprache des Gründers der Wiener Werkstätten ihr eigenes Monogramm, übertragen dieses auf eine Linolplatte und drucken das Motiv als Hochdruck auf Papier.

aus dem Unterricht von Jutta Görlich
Schülerentwurf eines Heldenmusters mit Augen
CD-Druck Schmückender Heldenstoff
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-10

Beim Textilentwurf eines Papier-Outfits en miniature für eine Zeichenpuppe aus Holz entwickeln die Schülerinnen und Schülern ornamentale Muster, die im Tiefdruckverfahren gedruckt werden. Für diese entwerfen die Schüler zeichnend symbolische Formen, die sie zu Mustern für Textilien kombinieren. Die Entwürfe werden als Radierungen in ausrangierte CDs geritzt. Anschließend werden die Drucke der Textilentwürfe als kleine Ponchos für eine Gliederpuppe realisiert. Die runde Form der Drucke bietet einen spannenden Anlass für weitere Gestaltungen zum Modedesign sowie zur inszenierten Modefotografie.

Foto: Jiří Rotrekl / Pixabay
Fassade eines Modernen Gebäudes
Nikos Alexiou: „The End“ – ein digitales Ornament Einblick
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Fachwissen Schuljahr 5-10

Im Eingangsbereich des klassizistischen Fridericianum, zentrales Gebäude der Documenta 14, begegneten die Besucher einer nicht zu übersehenden digitalen Animation des früh verstorbenen griechischen Künstlers Nikos Alexiou (1960 – 2011). Unübersehbar deshalb, weil die farbreiche und sehr bildmächtig auf den Steinboden projizierte Ornamentik jeden Passanten aufforderte, dem flimmernden Konglomerat aus fortwährend wechselnden geometrischen Grundfiguren Aufmerksamkeit zu widmen.

Foto: naobim / Pixabay
Katzenschule
Was tun, wenn Mario die ganze Zeit vor sich hinkritzelt? Pädagogisch gefragt
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Schuljahr 5-10

Die pädagogische Frage behandelt diesmal dieses Thema: „Was tun, wenn Mario die ganze Zeit vor sich hinkritzelt?“ Nicht selten tauchen die Schülerinnen und Schüler beim Kritzeln vollkommen ab und zeichnen scheinbar geistesabwesend Kringel, Kreise und Kästchen in ihre Hefte. Zwar machen sie etwas, was mit dem Fach Kunst zumindest zu tun hat, aber so richtig passt es doch nicht in den Unterricht, oder?