Digitales

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Kunst 5-10 | Ausgabe Nr. 59/2020

Wir leben in einer digitalen Welt, in der alle Informationen mittels des binären Ziffernsystems auf Nullen und Einsen reduziert werden. Digitale Medien verarbeiten, speichern und verbreiten diese Informationen. Der große Einfluss des technischen Mediums auf den vermittelten Inhalt ist jedoch kein Phänomen des Computerzeitalters, sondern seit jeher allen Formen medialer Kommunikation inhärent.

Inhaltsverzeichnis
aus dem Unterricht von Ahmet Camuka
Schülerarbeit:  Einzelbild für eine Animation
Eine Zeichentrick-Animation als Loop erstellen Digitales Daumenkino
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 6-8

Animationen eignen sich bestens dafür, mit wenigen Bildern Abläufe oder Loops zu verdeutlichen. Zugleich zeichnen sich hochwertige Animationen dadurch aus, dass sie eine enge Bildfolge aufweisen. Ziel dieser Übungen ist, den Schülerinnen und Schülern die Grundprinzipien des bewegten Bildes verständlich zu machen und sie in grundlegende Techniken einzuführen.

aus dem Unterricht von Eva-Maria Sahle / Ann-Kathrin Wiltsch
Selbstbildnis: Selfie im Spiegel
Bildformeln bei Instagram erforschen Insta_szeniert
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

Das soziale Netzwerk Instagram ist eine Bildsammlung, in der bestimmte Motive immer wieder reproduziert werden, welche sich Bildformeln bedienen, die schon in der Kunstgeschichte verwendet wurden, wie beispielsweise das Rückenmotiv, Stillleben oder Selbstporträt. Die hier beschriebene Unterrichtseinheit setzt den Schwerpunkt weniger auf die Produktion von Instagram-Bildern, sondern rückt die Inszenierung dieser in den Fokus, um die Bildkompetenz zu stärken und die Schülerinnen und Schüler zu kritischen Bildrezipienten auszubilden.

aus dem Unterricht von Melanie Appelt
Schülerarbeit: Vorbereitung für ein surreales Bild: Die Zeichnung wird vor einfarbigem Hintergrund fotografiert
Ein surreales Bild kreieren Stift vs. Kamera
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

„Pencil vs. Camera“ – Bleistift gegen Kamera – ist der Titel einer Werkreihe des belgischen Künstlers Ben Heine. In dieser werden Fotografien um eine weitere Dimension erweitert, indem Heine scheinbar im Moment der Aufnahme zeichnerisch auf die Szenerie reagiert und eine Zeichnung vor die Linse hält. So entstehen ganz neue, unmögliche, fantasievolle, mitunter poetische Bildwelten. Die Beispiele des Künstlers sollen die Schülerinnen und Schülern zu eigenen spannenden Bildideen anregen und geben den Anlass für ausgearbeitete Zeichnungen und den zielgerichteten Einsatz eines Bildbearbeitungsprogramms.

aus dem Unterricht von Tomke Meyer in Zusammenarbeit mit Andreas Beer
Still aus einem Fake-News-Video
Eigene Nachrichtenspots mit dem Smartphone drehen Fake News self-made
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

Den „Fake-News-Machern“ kritisch über die Schulter schauen, Bild-Text-Tricks entlarven und emotionale Aufladung erkennen sind Teile der Einheit, in der die Schülerinnen und Schüler selbst ausgedachte „News“ als Videosequenz, also einen „gefakten“ kleinen Nachrichtenbeitrag drehen. Ziel ist es, einen möglichst authentischen, sachlichen Nachrichtenbeitrag zu drehen, der jedoch zum einen aus einem fiktiven Sachverhalt besteht und zum anderen Tricks einbaut, die den Betrachter in seiner Aufmerksamkeit einfangen, an sich binden und emotional mitreißen.

Foto: Elisa Riva/ Pixabay
Profilporträtdarstellung in einer Linie
Digitale Malerei erproben Farbige Unterwasserwelt
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-6

Diese Aufgabe bietet einen ersten Einblick in die Grundfunktionen von Bildbearbeitungsprogrammen. Am besten eignen sich Tablets mit entsprechenden Stiften, aber auch am PC und mit der Maus lassen sich motivierende Ergebnisse erzeugen. Vorteile der Malerei am Rechner sind die Möglichkeit, Gestaltungsentscheidungen zeitsparend zu erproben und Schritte rückgängig zu machen.Inhaltlich lässt sich die Erprobung des Programms gut mit Grundlagen der Farbenlehre verbinden (z.B. Einsatz verschiedener Kontraste, Farbperspektive etc.).

aus dem Unterricht von Melanie Appelt
Schülerarbeit: Digitale "Schönheitsoperation"
Fotos verändern und Bildmanipulationen reflektieren Digitale Schönheitsoperation
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-10

Die Schülerinnen und Schüler sehen sich in die Medien mit häufig makellos schön dargestellten Stars konfrontiert. In den Fotografien der Stars wird ihrer Schönheit allerdings oft digital auf die Sprünge geholfen – sie werden „photoshopped“. In der folgenden Aufgabe bearbeiten die Lernenden selbst ein Foto nach und merken so, wie einfach und überzeugend Bilder manipuliert werden können. Dabei kann die Manipulation an Kriterien bestimmter Schönheitsideale orientiert sein oder einen eher humoristischen Zugang aufzeigen.

aus dem Unterricht von Melanie Appelt
Schülerarbeit: Ausgangsbild für eine digitale Bearbeitung
Farbwirkungen untersuchen und verändern Alles so schön bunt hier
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-10

Das Wahrnehmen von unterschiedlichen Farbwirkungen im Bild und deren gezielter Einsatz für eigene Gestaltungsvorhaben sind Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler kumulativ im Kunstunterricht aufbauen sollen. Dabei sind natürlich Erfahrungen mit dem Material Farbe elementar. Darauf aufbauend können digitale Lernwerkzeuge genutzt werden, um an einem konkreten (vorgegebenen oder eigenen) Bild Farben sehr schnell auszutauschen und damit unterschiedliche Wirkungen für das Bild zu erzeugen und zu vergleichen.

aus dem Unterricht von Melanie Appelt
Schülerarbeit: Selbst erstelltes Namens-Logo
Eine Vektorgrafik erstellen Namens-Logo
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-10

In dieser Aufgabe entwickeln die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Vektorgrafik-Programms ein Logo für sich selber – ihr Name wird zur Marke. Das Motiv und die Gestaltung des Logos müssen dementsprechend zur Person passen. In diesem Zusammenhang werden Kriterien für ein gelungenes Logo mit der Lerngruppe erarbeitet, wie z.B. Schrifttypen und Farben, die zur Person passen, Einprägsamkeit, Vereinfachung, Verständlichkeit etc.

aus dem Unterricht von Melanie Appelt
Schülerarbeit: Digitale Fotomontage zum Thema: Mein unmögliches Ich
Digitale Fotomontagen erstellen Mein unmögliches Ich
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

Diese Aufgabe motiviert Schülerinnen und Schüler, da sie sich selbst in surrealen Bildwelten darstellen können und die verblüffenden Ergebnisse sie begeistern. Als Vorbereitung für die eigene Bildgestaltung bietet sich eine Auseinandersetzung mit den fantastischen Bildideen des surrealistisch beeinflussten Fotografen Herbert Bayer an. Die Schülern gestalten anschließend mithilfe von Bildbearbeitungsprogrammen und ihrem eignen Porträt fantasievolle Fotomontagen.

aus dem Unterricht von Piet Bohl
Plakat „Schulfest –  Ilmer Barg“
Mit Scribus layouten Professionelle Plakate
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

Scribus ist ein kostenloses Seitenlayoutprogramm, das mit frei verschiebbaren Objekten arbeitet. Auch Texte liegen in diesem Programm in verschiebbaren Rahmen, im Unterschied zur seitenorientierten Textverarbeitung. Desktop Publishing (DTP) nennt sich das. Für die Erstellung eines Werbeplakats, ist Scribus ideal, weil alle Text- und Bildobjekte sowieso positioniert werden müssen und sich nicht an Textzeilen oder Absätzen orientieren, wo sie nur umständlich zu lösen sind. Es geht in der Aufgabe um die bewusste Positionierung von Objekten und die Reflexion der Gestaltung.

Alfred Czech
Grundform für die Entwicklung einer Hofszene mit dem Programm Blender
Digitale Bildwelten Überblick
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Fachwissen Schuljahr 5-10

Die Branche für Computerspiele macht heute mehr Umsatz als die Filmindustrie. Entsprechend weitverbreitet sind ihre digitalen Bilderwelten. Jugendliche kennen sich in ihnen besser aus als wir Kunstlehrkräfte. Ihre Ästhetik und Themen sind „mainstream“. Sie bewegen sich oft hart an der Grenze zum Trash und Kitsch – oder überschreiten sie sogar. Ein Einblick in mit digitalen Programmen produzierten Welten lohnt sich, um zu verstehen, was Jugendliche anspricht und welche Vorbilder sie in ihrer Freizeit prägen. Internetforen für 3D wenden sich gleichermaßen an professionelle Gestalter wie an das interessierte Publikum und zeigen, was technisch möglich ist und welche Themen aktuell im Fokus stehen.

Foto: Jiří Rotrekl / Pixabay
Fassade eines Modernen Gebäudes
Im Paradies digitaler Verführung: „Public Face“ in Hamburgs Hafencity Einblick
Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "Kunst 5-10" Fachwissen Schuljahr 5-10

Über eine restaurierte Eisenbrücke zwischen Hamburgs Speicherstadt und HafenCity, nicht weit entfernt von der funkelnden Elbphilharmonie, installierten drei junge Künstler in acht Metern Höhe einen riesigen Neonröhren-Smiley. Das Besondere dieser weithin sichtbaren „kinetischen Skulptur“ bildet eine Software, die mit ausgeklügelten Algorithmen dafür sorgt, visuelle Veränderungen des hell strahlenden Smileys zu bewirken: Überwachungskameras, auf die biometrischen Merkmale vorbeilaufender Passanten gerichtet, sorgen für einen kontinuierlichen Datentransfer zu einem Computerprogramm.