Ariane Wicht / Nadja Raabe

Heldenmythologie

Heldenmythologie
Heldenmythologie, © Nadja Rabe/Ariane Wicht

Ariane Wicht / Nadja Raabe

Schattenspiele im Stil antiker Vasenmalerei

Information für Lehrkräfte
Die griechische Antike und ihre Mythen zählen zu den zeitlosen Klassikern, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene seit Generationen in ihren Bann ziehen. Mythologische Fabelwesen und Helden begegnen uns längst nicht mehr nur in Geschichten und Sagen des Altertums, sondern haben die Roman- und Filmwelt, losgelöst von ihrem klassischen, mythologischen Kontext, erobert.
Den Einstieg in die Aufgabe stellt die Erzählung des Kampfes zwischen Penthesilea und Achilles dar. Die Schülerinnen und Schüler lernen Penthesilea als eine schöne und zugleich kämpferische Herrscherin kennen, die selbstbewusst und siegessicher den griechischen Helden Achilles herausfordert. Die Geschichte gipfelt im Kampf der beiden. Die Erzählung wird simultan visualisiert mittels der Radierung „Pseudopanax Achilles Penthesilea der Neuseeländischen Künstlerin Marian Maguire (Abb.1 ) und der Abbildung einer antiken Vasenmalerei (Karteikarte 1 ).
Anschließend wird ein Arbeitsblatt (Schwarzfigurige Vasenmalerei der griechischen Antike ) vorgestellt und ausgeteilt. Die Klasse erschließt sich dabei nicht nur das Aussehen der Vase sowie der Figurendarstellungen, sondern lernt auch die jeweiligen Begriffe der Vasenbestandteile kennen. Es wird damit ein genauerer Blick auf die Körpersprache der abgebildeten Figuren geworfen wie auch auf ihre Höhenunterschiede, schrägen Körperhaltungen und angespannten Extremitäten als Gestaltungselemente von Lebendigkeit, Bewegung und Dynamik. Sie erarbeiten dabei zudem die Gestaltungskriterien für die Inszenierung einer Kampfszene. Im praktischen Teil gestalten die Schüler in Dreiergruppen ihre eigene Kampfszene aus (s. Arbeitsblatt). Hinter einem gespannten hellen Tuch, das rückseitig beleuchtet wird, nehmen zwei Kinder die dynamischen Posen einer Kampfszene nach dem Vorbild antiker Vasenmalerei ein. Das dritte Gruppenmitglied agiert als Regisseur und Fotograf. Optional können auch Papprequisiten zur Darstellung von Rüstungen, Helmen oder Waffen genutzt werden, die vorab von den Gruppenmitgliedern erstellt wurden. Anschließend werden die Fotoergebnisse der einzelnen Gruppen gesichtet, projiziert und diskutiert. Die Lehrkraft moderiert dabei das Unterrichtsgespräch.
TIPPS/HINWEISE: Durch die Rollenverteilung der unterschiedlichen Aufgaben an die Schüler rückt die Lehrkraft bewusst in den Hintergrund, sodass ein selbstverantwortlich organisiertes Arbeiten ermöglicht wird.
Um ein gutes Fotoergebnis zu erhalten, ist eine starke Lichtquelle als Rückbeleuchtung erforderlich. Außerdem empfiehlt sich die Verwendung eines Kamerastativs.
Als Stoff eignet sich beispielsweise ein dünnes, helles Bettlaken, das straff auf einem Kartenständer oder eine Lattenkonstruktion aufgespannt wird.
Weiterführend können die Bilder auch digital nachbearbeitet werden, z.B. mit GIMP.

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Fakten zum Artikel
aus: Kunst 5-10 Nr. 61 / 2020

Heldenfiguren

Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 6-7