Ein spannender Einstieg in das Fach Geschichte in Klasse 5

Geschichtsdetektive im Einsatz

Anfangsunterricht im Fach Geschichte kann viel mehr als Zahlen und Fakten vermitteln. Er kann Rätsel lösen, Fünft- und Sechstklässler zu Detektivinnen und Detektiven machen und so auf spielerische und spannende Art und Weise das historische Denken fördern. Im Beitrag "Albert Einstein – von einer 6 in Physik zum Nobelpreis?" zeigen Ihnen Florian Hellberg und Larissa Zürn, wie Sie mit Ihren Lernenden einen historischen Fall lösen können.

Geschichte in Klasse 5 oder wie Clio, Muse der Geschichtsschreibung, durch die Geschichte.
Rätsel der Geschichte lösen: schon in Klasse 5 © Livio Fania

Von einer 6 in Physik zum Nobelpreis?

Wer kennt ihn nicht, den lustig aussehenden Mann mit zerzaustem Haar und rausgestreckter Zunge. Albert Einstein dürfte selbst jüngeren Lernenden ein Begriff sein, und sei es nur aufgrund der recht beliebten Jugendserie Schloss Einstein. Bis heute hält sich der Mythos, dass der Physik-Nobelpreisträger von 1921 vor allem in Physik und den mathematischen Fächern eigentlich ein recht schlechter Schüler war. Bei dieser Annahme handelt es sich allerdings um einen Irrglauben, genau genommen um ein Missverständnis. Doch wie konnte es dazu kommen? Ihre Schülerinnen und Schüler werden zu Geschichtsdetektiven und begeben sich mithilfe von Quellen auf Spurensuche. Im Zentrum des zu lösenden Falls steht ein Zeugnis Einsteins aus dem Jahr 1896, das dem damals 17-Jährigen Schüler auf den ersten Blick tatsächlich sehr schlechte Leistungen in Physik und Mathe zu bescheinigen scheint. Entsprechend wird nun die Stundenfrage entwickelt: „Von einer 6 in Physik zum Nobelpreis?“

Geschichtsdetektiv*innen im Einsatz

Zur Visualisierung der weiteren Schritte der zu vollziehenden historischen Arbeitsweise erhalten die Schülerinnen und Schüler nun ein Arbeitsblatt, das die einzelnen Schritte des gelenkt-entdeckenden Lernprozesses abbildet. Allerding sind die Illustrationen durcheinandergeraten und müssen von den Lernenden  zunächst durch Bezifferung in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

Nun können eigene Hypothesen zur Leitfrage, sowie mögliche Lösungen der Problemstellung entwickelt werden.  Anschließend erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Materialpool zu Albert Einstein bzw. dem Notengebungssystem der Schweiz. Es tragen jedoch nicht alle Quellen/Materialen zur Beantwortung  der Leitfrage bei. Vielmehr sollen die Lernenden dafür sensibilisiert werden, dass bei der Arbeit mit Quellen und Darstellungen zwar oftmals interessante Aspekte zutage gefördert werden können, diese für die eigentlich anvisierte Fragestellung aber von keiner oder nur sehr geringer Relevanz sind. Die Schülerinnen und Schüler müssen also zunächst eine Materialauswahl treffen und sollen begründen, welches Material zur Beantwortung der Leitfrage hilfreich ist. Erst danach werden sie dazu aufgefordert, anhand ihres ausgewählten Materials Lösungen zur Beantwortung der Frage zu finden.

Forschend-entdeckendes Lernen im Geschichtsunterricht

Sie wollen wissen aufgrund welches Missverständnisses Albert Einstein als schlechter Schüler galt und haben Lust sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf Spurensuche zu begeben? Die Lösung des historischen Falls sowie den Unterrichtsvorschlag und alle nötigen Materialien finden Sie in Geschichte Lernen 189 Forschend-entdeckendes Lernen.

Fakten zum Artikel
Zeitschrift
Geschichte lernen Nr. 189/2019 Forschend-entdeckendes Lernen

Sieben Beiträge zeigen, wie sich Geschichtsunterricht auf die Rolle eines stützenden Gerüstes zurückziehen kann.

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