Nina Christina Maier

Urlaub im Nationalpark Wattenmeer

Strand mit Strandkörben
© dirkr/Shutterstock.com

Nina Christina Maier

Heranführung an das Think – Pair – Share-Verfahren

Laut Tourismusverband Nordsee e.V. (2012) verzeichnet die Nordseeküste mit ihren Reisegebieten jährlich rund 2,5 Mio. Gästeankünfte und etwa 12 Mio. Übernachtungen. Die Vielfalt der gebotenen Möglichkeiten ist für viele Touristen attraktiv. Aber der jährliche Ansturm an Touristen gefährdet die Urlaubsregion. Die Nachteile, die sich durch den Tourismus ergeben können, erarbeiten die Schüler mit dem Think – Pair – Share-Verfahren.

Sachanalyse
Die Nordsee ist ein von Wasser überspülter Festlandsockel, ein sogenanntes Schelfmeer, am Rand des Atlantischen Ozeans. Zu den acht Anrainerstaaten gehören Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich und das Vereinigte Königreich. Es besteht auch eine Verbindung zur Ostsee.
Insgesamt beträgt die Fläche der Nordsee je nach Grenzziehung zwischen 600000 und 750000  km2. Sie erstreckt sich von Westen nach Osten über eine maximale Länge von 645  km und von Norden nach Süden über 965  km. Ihre mittlere Tiefe beträgt etwa 70  m. An der Norwegischen Rinne hat die Nordsee mit 725  m ihre tiefste Stelle. Erwähnenswert ist unter anderem die Doggerbank, die mit fast 18000  km2 größte Sandbank der Nordsee, die nur eine Tiefe von etwa 13  m aufweist (vgl. Poggel).
Tourismus in Deutschland boomt
Reisen hat für die Mehrheit der Deutschen einen großen Reiz: Im Jahr 2015 unternahmen insgesamt 54% der Bundesbürger eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen (s. Abb. 1 ). Bis 2025 wird ein weiteres Wachstum erwartet, ein Ende des Reisebooms ist vorerst nicht abzusehen.
Jeder Bundesbürger gibt im Jahr insgesamt rund 1109€ für seinen Haupturlaub aus. Die durchschnittliche Reisedauer des Haupturlaubs der Deutschen lag 2015 bei 12,6 Tagen und nahm damit erstmals seit 2010 wieder leicht zu (s. Abb. 2 ). Die Stiftung für Zukunftsfragen (2016, S. 7) nennt für die leicht steigende Reisedauer zwei Gründe: „Erstens die überdurchschnittlich hohe Anzahl von Auslandsreisen []. Zweitens scheinen viele Bundesbürger die besten Wochen des Jahres nicht noch weiter verkürzen zu wollen. Lieber sparen sie bei der Anreise oder der Unterkunft und schränken sich bei den Ausgaben im Urlaub ein, als noch weniger Zeit vor Ort zu haben.
Die Deutschen verreisen dabei am liebsten innerhalb Deutschlands. Rund 82% der 436,4 Millionen Übernachtungen 2015 in Deutschland gehen auf inländische Gäste zurück (vgl. DTV 2016) .
Nordseeküste unter den Inlandsreisen beliebt
Die niedersächsische Nordseeküste zählt laut Tourismusverband Nordsee e.V. rund 2,4 Mio. Gästeankünfte pro Jahr und ist somit eine der führenden Urlaubsregionen Deutschlands. In den Jahren 2009 – 2013 hat die Tourismusmarketing Niedersachsen GmbH von einer stetigen Zunahme der Ankünfte um 7% berichtet, wohingegen die Anzahl der Übernachtungen leicht rückläufig war.
Attraktivität der Nordseeregion
Die große Beliebtheit von Strand-/Badeurlauben sowie Ausruh-/Natururlauben sind laut Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. maßgebend für die Attraktivität der Nordseeregion. Außerdem bietet die Nordsee für Touristen viele unterschiedliche Facetten, womit begründet werden kann, dass so viele Touristen die Nordsee als Urlaubsziel wählen: weite Wattlandschaften, hohe Dünen und flache Halligen.
Auch die abwechslungsreiche und faszinierende Tierwelt sowie das einzigartige Klima, das durch die primäre Lage in der gemäßigten Zone von recht milden Wintern und mäßig warmen Sommern geprägt ist, tragen dazu bei.
Unter die fünf Hauptattraktionen der Touristen fallen das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer, der Nordseeküsten Radweg, die Seehundstation Norddeich, Thalasso und die maritimen Städte Wilhelmshaven, Cuxhaven und Emden (vgl. Tourismusmarketing Niedersachsen 2015).
Aktuelle Maßnahmen zur Förderung des Tourismus
Um den Reiseströmen gerecht zu werden und damit die Zahl der Touristen weiter ansteigt, wird die touristische...
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Fakten zum Artikel
aus: Geographie heute Nr. 328 / 2016

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