Potenziale von Geocaching für Regionales Lernen

Auf Schatzsuche in der Stadt

Geocaching bietet großes Potenzial für den Geographieunterricht und insbesondere für das Regionale Lernen. Durch die digitale Schnitzeljagd erarbeiten die Schülerinnen und Schüler lehrplanrelevante Inhalte in ihrem eigenen Lebens- und Erfahrungsraum, der Region.

Navigieren mit Stadtplan und GPS-Gerät
Das GPS-Gerät und der Stadtplan helfen, sich an unbekannten Orten zu orientieren Foto: PRESSLAB/Shutterstock.com

Outdoor-Aktivitäten spielen im schulischen Alltag eine untergeordnete Rolle, da die schulinternen Curricula straff geplant sind. Die wenigen Projektwochen bieten nur selten die Gelegenheit, außerhalb des Klassenraumes zu lernen. Wenngleich Geocaching oft nur als triviale Freizeitbeschäftigung angesehen wird, birgt die digitale Schnitzeljagd ein großes Potenzial für die Schule.

Räumliche Orientierung in der Schule

Befragungen zur räumlichen Orientierung, die an Experten und Vertreter der Gesellschaft gerichtet wurden, zeigen, dass der räumlichen Orientierungskompetenz im gesellschaftlichen Kontext ein hoher Stellenwert beigemessen wird. Als besonders wichtig wurden die Orientierung im Realraum sowie topographisches Orientierungswissen eingestuft (vgl. Reuschenbach/Adamina 2014; Hemmer/Hemmer 2009).

Zeitschrift
geographie heute Nr. 333/2017 Regionales Lernen

In jeder Region gibt es Lernorte, die Lernen in geographisch relevanten Themenfeldern ermöglichen. Warum also nicht rausgehen, in die eigene Region, und den Geographieunterricht vor Ort abhalten? Die Unterrichtsvorschläge sind so gestaltet, dass sie in jeder Region umgesetzt werden können.

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Ein Blick in den Schulalltag offenbart jedoch, dass die Aneignung der facettenreichen Kompetenzen im Bereich „Räumliche Orientierung“ vielen Lernenden schwerfällt. Zudem erfreut sich dieses Thema keiner großen Beliebtheit im Unterricht. Hintergrund hierfür ist, dass jugendliche Lerner nur über sehr subjektive Vorstellungen von Räumen verfügen, die sehr gering entwickelt sind. Daher ist es unabdingbar, die subjektiven Raumerfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu fördern, beispielsweise durch die Orientierung im Realraum.

Die Erkundung der Heimatstadt bietet hierfür einen idealen lehrplanbezogenen Ansatzpunkt, da zusätzlich zur Orientierung im Nahraum auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Heimatstadt angebahnt wird. Eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die Schülerinnen und Schüler Freizeitmöglichkeiten und zentrale Plätze bzw. Gebäude (z. B. Marktplatz, Rathaus) unter die Lupe nehmen.

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Fakten zum Artikel
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-7