Susanne Bentlage

Warm up, wake up, cool down

Collage: Pinnwand mit verschiedenen Tierfotos und Zetteln mit deren Eigenschaften: Katze, Löwin, Hund, Wellensittich, Kaninchen
Die Schüler verknüpfen bekannte (Haus- und Wild-) Tiernamen mit passenden Adjektiven – und stellen die Eigenschaft des jeweiligen Tieres dann dar., Fotos: Katze: © Renata Apanaviciene / Shutterstock.com | Hund: © Photo-SD / Shutterstock.com | Wellensittich: © Patrick Foto / Shutterstock.com | Kaninchen: © Grigorita Ko / Shutterstock.com | Löwin: © Johan Swanepoel / Shutterstock.com

Susanne Bentlage

Am Stundenbeginn zur Reaktivierung, zwischendurch zur Auflockerung oder am Stundenende zur Festigung oder als Ausklang: Einige ganz unterschiedliche kleine spielerische Einheiten vom ersten Lernjahr bis zum Oberstufenunterricht werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Die Schülerinnen und Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Situationen heraus in den Spanischunterricht – das warm up muss in manchen Kontexten eher ein cool down sein, in anderen eher ein wake up … Immer jedoch eignet sich der Stundenbeginn für eine kleine Einheit, in der spielerisch mit der Sprache umgegangen werden kann. Bestenfalls dient das warm up als Unterrichtseinstieg, in dem Gelerntes vorab reaktiviert werden kann, sodass es für den Unterricht verfügbar ist. Aber natürlich können auch einige der Ideen während der Stunde als Auflockerung eingesetzt werden die Schülerinnen und Schüler sind dankbar für lebendige Aufgaben, gerade in 90-minütigen Unterrichtsblöcken.
¿Cómo son las mascotas? (1. Lj.)
Im ersten Lernjahr stehen die Begriffe für Haustiere und die dazu passenden Adjektive auf dem Lehrplan. Die Kombination eignet sich besonders für die Einführung der Adjektive, weil die Kinder bei Tieren besonders emotional beteiligt sind. Für Spanischlerner bedeutet die Angleichung der Adjektive in Genus und Numerus eine große Herausforderung, der vor allem durch häufige Übung begegnet werden kann. In dieser Übung sollen die Adjektive spielerisch verwendet und durch Bewegung nachhaltig eingeprägt werden.
Folgende Tiere können im Rahmen der betreffenden Lehrbuchlektion eingeführt werden: el gato, el perro, el pez, la gallina, la oveja, el caballo, el conejillo de Indias, el conejo, el periquito, la tortuga, el hámster.
Folgende Adjektive werden vorab eingeführt: gracioso, precioso, divertido, aburrido, rápido, cariñoso, tranquilo, lento, fiel, activo, curioso, tonto, inteligente.
Um der Übung mehr Variabilität zu verschaffen, sollten auch el león und el tiburón und agresivo und peligroso eingeführt werden.
Alle Schüler bewegen sich in Zweiergruppen im Raum. Ein Schüler steht als Spielleiter vorne und fragt: ¿Cómo son los gatos? Er ruft einen Mitschüler auf, der antwortet: ¡son cariñosos! Der fragende Schüler bestätigt zunächst die sprachliche Richtigkeit der Aussage. Wenn das Adjektiv richtig angeglichen wurde, müssen sich alle dem Adjektiv entsprechend verhalten. Der Spielleiter sollte mit einer Klingel ausgestattet werden, damit er eine neue Runde einläuten kann.
Besonders kreativ werden die Schüler, wenn sie fiel und inteligente darzustellen versuchen!
¿Qué estás haciendo....? (ab 2. Lj., auch für die Oberstufe geeignet)
Diese Übung ist zur spielerischen Festigung oder als Wiederholung in Form einer Konzentrationsübung gedacht. Sie kann eingesetzt werden, sobald das gerundio eingeführt wurde, also schon ab dem zweiten Lernjahr. Und es ist auch in der Oberstufe gut geeignet, um Formen zu wiederholen und vor allem, um die Konzentration der Schüler auf die Spanischstunde zu fokussieren. Die Idee des Spiels ist, dass Pantomime und Gesprochenes nicht übereinstimmen.
Alle Schüler stellen sich im Kreis auf. Eine Schülerin übt eine Bewegung aus und erklärt auf Nachfrage ihres Nachbarn (¿qué estás haciendo?), was sie gerade tut. Doch das, was sie sagt, entspricht nicht ihrer Bewegung. Der Nachbar ist nun an der Reihe.Er muss das Gesagte in Pantomime umsetzen und wiederum auf Nachfrage erklären, was er tut, und abermals nennt er eine andere Tätigkeit (Kasten 1). Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Schüler mit ihrer Gestik etwas anderes machen, als sie sagen. Es klingt viel einfacher, als es ist, denn tatsächlich wir sind es gewohnt, das Gesagte mit Gesten zu unterstreichen. Es ist sicherlich möglich, ohne Gestik zu sprechen, aber eine Geste zu machen, die nicht zum Gesagten passt, ist herausfordernd – da wird die Fremdsprache schnell zur Nebensache.
Damit das Spiel funktioniert, muss ein...
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Fakten zum Artikel
aus: Unterricht Spanisch Nr. 67 / 2019

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