Jugendliteratur im Ethikunterricht

Jugendliteratur im Ethikunterricht

Ethik und Unterricht | Ausgabe Nr. 3/2017

Vermutlich kennen die meisten diese Situation – endlich Ferien und Zeit, um mal wieder (mehr) und ohne Blick auf schulische Verwendbarkeit der Lektüre zu lesen. 

Inhaltsverzeichnis
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Literarische Bildung als Selbstbildung Die ethischen Dimension literarischen Lernens
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Fachwissen Schuljahr 5-13

Am Beispiel der benachbarten Genres Science Fiction und Dystopie, insbesondere an Titeln aus dem Bereich der US-amerikanischen Jugendliteratur, lässt sich ein zentrales Moment ethischen Lernens nach­vollziehen. Nämlich die Auseinandersetzung mit Fragen wie: Wie würde ich mich an Stelle der Heldin oder des Helden verhalten? Würde ich lieber Unrecht erleiden oder Unrecht tun? Und wo sehe ich überhaupt in einer (Zukunfts-)Welt meinen Platz?

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Das besondere Potenzial literarischer Texte für den Ethikunterricht Werteerziehung mit Literatur?
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Fachwissen Schuljahr 5-13

Werteerziehung in der Schule gleicht einer dilemma­tischen Gratwanderung: Sie muss jedem Einzelnen helfen, eigenständig seinen Weg zu finden, ohne ihn alleinzulassen. In dieser Situation machen literarische Texte Angebote, die Wertreflexionsprozesse anregen können – mit der gebotenen Offenheit: Literatur hat identitätsstiftendes Potenzial und ist mehr als ein Medium zur Steigerung der Lesefertigkeit.

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David Levithan: Letztendlich sind wir dem Schicksal egal Jeden Tag ein Anderer
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 9-10

Kann man jeden Tag jemand anderes sein? Um diese Frage dreht sich die Geschichte von A, der zwar seine äußerliche Erscheinung ändert, aber eine konstante Person ist. Dieses Setting ist der Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit dem Leib-Seele-Problem, einer grundlegenden philosophischen Fragestellung, die auch die Frage nach Identität und Person berührt.