Islam

Islam

Ethik und Unterricht | Ausgabe Nr. 3/2018

Islam – das ist ein heißes Eisen. Das Thema ist nicht nur politisch brisant, sondern für viele unserer Schülerinnen und Schüler auch persönlich.

Inhaltsverzeichnis
© imago / imagebroker
 Koranvers, UNESCO-Weltkulturerbe, Mehrauli, Delhi, Indien
Göttlicher Monolog oder Gott und Mensch im Dialog? Zugänge zum Islam
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Hintergrund Schuljahr 5-13

Am Beispiel zweier grundlegender Ansätze bei der Auslegung des Islams, einer dialogischen und einer monologischen, geht der Autor der Frage nach, wie Muslime das Verhältnis Gottes zu den Menschen verstehen und welche religionsimmanenten, aber auch alltagspraktischen Konsequenzen die Antwort auf diese Frage hat. Die eine islamische Ethik – so die Quintessenz – gibt es nicht, sondern unterschiedliche konkurrierende Lehrmeinungen.

© Tom Barret / unsplash.com
Dem Wunsch nach Identität und Zugehörigkeit begegnen Identitätssensible Kommunikation
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Fachwissen Schuljahr 5-13

Eine Aufgabe von Schule ist es, Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung – und das heißt im Jugendalter vor allem: bei der Formung ihrer Identität – zu unterstützen. Ein förderlicher Diskurs kann sich, so die These des Artikels, nur auf der Grundlage einer identitätssensiblen Haltung entwickeln, die sowohl im Hinblick auf die eigene Sprache als auch bei der Auswahl von Unterrichtsmaterial die Komplexität der kulturell-gesellschaftlichen Situation im Blick hat.

© imago–/–Gustavo Alabiso
Eltern die ihre Söhne opfern – Kriegerdenkmal
Eine zentrale Figur der drei großen monotheistischen Religionen Abraham ist überall
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 7-9

In der Erzählung davon, wie Abraham sich seinem Gott so bedingungslos unterwirft, dass er sogar bereit ist, seinen eigenen Sohn zu ermorden, steckt gewaltiges Potenzial. So stellt sich aus philosophischer Perspektive etwa die Frage, ob es eine theologische Suspension des Ethischen gibt. Einige der Fragen, die sich zum Stammvater der drei großen monotheistischen Religionen stellen, werden hier – bis auf die Sekundarstufe I heruntergebrochen – für den Unterricht erschlossen.

© picture alliance
Leben mit und ohne Kopftuch – auch eine Frage der Zugehörigkeit
Das Jugendbuch "Anders frei als du" im Ethikunterricht "Ich glaube, es geht mir wirklich gut damit"
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 8-9

Ein Roman vollzieht die Entwicklung einer westlich-libertär sozialisierten Jugendlichen zu einer strenggläubigen Muslima nach und wirft dabei Fragen auf, die sich viele stellen: Was macht die Faszination einer strenggläubigen Version des Islams aus? Was bedeuten Religion und Glauben für die Identität, besonders für Jugendliche, die noch dabei sind, ihre Identität zu finden?

© Dylan Gillis / unsplash.com
Mit Schülerinnen und Schülern einen Roman schreiben Merves Weg
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Methode & Didaktik Schuljahr 8-10

Das Projekt zeigt, wie man in sechs bis acht Wochen mit einem zweistündig unterrichteten Ethikkurs eine Erzählung schreiben kann. Obwohl es im konkreten Fall um das Beispiel religiöse Radikalisierung geht, ist die Vorgehensweise leicht auf andere Themen des Ethikunterrichts übertragbar. Das Produkt, das dabei entsteht, kann die Schulbibliothek und die heimischen Bücherregale bereichern.

© imago–/–epd
Krieg gegen Nicht-Muslime?
Was sagt der Koran zum Krieg gegen Nicht-Muslime? "Tötet sie, wo immer ihr sie antrefft!"
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 9-9

Müssen sich Nichtmuslime vor dem Islam fürchten? Ist der Koran ein Buch der Gewalt? Antworten auf diese Fragen, die sich vor dem Hintergrund aktueller Meldungen gerade Nichtmuslime mitunter stellen, sind dringlicher denn je, schüren doch Populisten aller Couleur die Angst vor einem vermeintlich feindselig-aggressiven Islam und seinen Gläubigen. Die Schülerinnen und Schüler finden durch die Lektüre und Analyse einschlägiger Koranzitate zu einer begründeten Position.

© imago–/–Christian Ditsch
Der Fall von Hatun Sürüncü und das Phänomen »Ehrenmord«
Patriarchalische Tradition und islamische Moralvorstellungen Mord im Namen der Ehre
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 10-13

Ist das archaisch anmutende Konzept »Ehrenmord« ein genuin islamisches? Wo liegen seine gesellschaftlich-historischen Wurzeln? In der Auseinandersetzung mit Texten unterschiedlichster Genres setzen die Schülerinnen und Schüler sich kritisch mit dem brisanten Begriff und den Kurzschlüssen auseinander, die sich oft bei seiner Verwendung beobachten lassen.

© Abdullah Faraz / unsplash.com
Koranische Narrative gegen religiöse Blindgläubigkeit? Im Konflikt mit Allah
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 10-13

Der Koran als Medium kontroverser Diskussionen? Das ist eine Lesart, die der landläufigen Vorstellung vom Koran als einem Text mit eher apodiktischem Charakter entgegensteht. Dass dieses Bild korrigiert werden muss, erfahren die Schülerinnen und Schüler hier in der Auseinandersetzunge mit ausgewählten Textpassagen aus den Prophetengeschichten und können auf dieser Grundlage das populäre, aber eindimensionale Bild des Islams ausdifferenzieren.Thematisch anbinden lässt sich das an den Themenbereich Heteronomie und Autonomie.

© picture alliance–/–JOKER
Von Stufe zu Stufe: Moralische Entwicklung nach Kohlberg
Ein an Kohlberg orientierter Blick auf moralisches Handeln im Islam Warum Gutes tun?
Premium-Beitrag der Zeitschrift "Ethik & Unterricht" Unterricht Schuljahr 10-13

Für die einen ist die Religion der Hort der Moral. Ohne Religion, so die Überzeugung, gibt es keine moralischen Werte und Normen. Religionskritische Geister neigen dagegen zu der Annahme, dass das Moralempfinden religiöser Menschen, im Islam ähnlich wie in den anderen großen Religionen, zwar besonders ausgeprägt ist, aber doch beschränkt bleibt: Die Gläubigen tun, so scheint es, Gutes, weil sie Angst vor Gottes Strafe haben oder weil sie sich blind am Common Sense der tradierten Sitten orientieren. Im folgenden Modell werden beide Klischees kritisch hinterfragt.