Claudia Straeter-Lietz

Absolutely random

Friedrich Verlag

Claudia Straeter-Lietz

Schülerpaare und -gruppen bilden nach dem Zufallsprinzip

Nicht immer sind Lernende in der Lage, völlig frei und selbstständig Gruppen zu bilden. Sie können oft gar nicht wissen oder einschätzen, welche Gruppenkonstellation für die geplante Lernphase wirklich die geeignete ist. Es gibt unterschiedliche Kriterien, nach denen sich Gruppen einteilen lassen wie Interesse, Begabung, Lernzugang, Lerntempo oder soziale Beziehung – oder der ZufalI.
Gruppen bilden in der Grundschule
In der Grundschule müssen die Kinder Arbeitsformen wie die Zusammenarbeit mit einem Partner oder einer Partnerin oder in einer Arbeitsgruppe erst erlernen und einüben. Allein schon der Prozess zu klären, wer mit wem arbeiten möchte und mit wem lieber nicht, kostet dort viel Zeit und sorgt für Unruhe. Deshalb ist es in der Grundschule günstig, wenn die Lernenden zuerst mit ihrem Sitznachbarn oder mit ihrer Sitznachbarin arbeiten.
Gruppen bilden in der Sekundarstufe
In der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler jedoch lernen, flexibler zu sein. Die Person, mit der man zusammenarbeitet, sollte nicht ausschließlich der Kumpel oder die beste Freundin sein, selbst wenn Vertrauen ein wichtiges Element einer guten Arbeitsatmosphäre ist. Für den kommunikativen Fremdsprachenunterricht kann es jedoch interessant sein, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man nicht so gut kennt. So entstehen echte information gaps, wenn sich Lernende z.B. über ihre Hobbys austauschen, und damit authentische Sprechanlässe. Für Methoden des Kooperativen Lernens ist eine gute Zusammenarbeit in Teams absolut zentral. Hier ist dann jede/r einzelne Lernende eindeutig zuständig für einen Teil der Arbeit und alle stehen gemeinsam für das Gesamtergebnis gerade. Auch in der Arbeitswelt ist Teamfähigkeit gefragt. Das bedeutet auch, mit wechselnden Partnern und in Zufallsgruppen zusammenarbeiten zu können.
Zufallsgruppen bilden
Ein einfaches Prinzip zur Einteilung von Paaren oder Gruppen könnte es sein, die Lernenden einfach der Reihe nach abzuzählen und alle Einser, Zweier, Dreier usw. zusammenarbeiten zu lassen. Kommunikativer und sprachfördernder ist es jedoch, wenn die Lernenden ihre Arbeitspartner selbst finden müssen – und eine Menge Spaß macht es auch. Dazu erhält jede/r der Lernenden eine der Find your partner(s) cards (Material). Im Materialpaket zu dieser Ausgabe finden sich dazu Karten
  • zur Paarbildung in Klasse 5/6 : Kollokationen mit „and wie fish and chips, knife and fork, ladies and gentlemen, lost and found
  • zur Paarbildung in Klasse 7/8 : Komposita (compound words) wie bodyguard, bookshelf, butterfly, central heating, comic strip, television programme, department store
  • zur Gruppenbildung bis zu fünf Mitgliedern in Klasse 9/10 : Komposita mit einem gemeinsamen Wortbestandteil wie paper / back / clip / chase / work
  • zur Gruppenbildung bis zu sechs Mitgliedern in Klasse 9/ 10 : near-synonyms wie friendly / good-natured / kind / considerate / helpful / pleasant. Hier lassen sich auch durch Weglassen von Karten Gruppen mit weniger Mitgliedern bilden.
So gehts
Jede/r der Lernenden läuft mit seiner Find your partner(s) card (Material) so lange im Klassenraum umher (milling around), bis er oder sie auf seine/ihre Partner/in trifft. Das bringt Bewegung in die Klasse! Natürlich kann man die Lernenden solche Karten auch selbst erstellen lassen und sich dabei mit Wortbildungsprinzipien beschäftigen.

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Fakten zum Artikel
aus: Englisch 5-10 Nr. 50 / 2020

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