Music

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Unterricht Englisch | Ausgabe Nr. 152/2018

Musik begleitet viele Menschen in ihrem Alltag. Melodie, Rhythmus und manche – in der internationalen Musikwelt meist englischsprachige – Liedzeilen sprechen so sehr zum Herzen, dass sie für immer im Gedächtnis haften bleiben: Musik kann den Englischunterricht methodisch unterstützen, indem sie Wortschatz- und Grammatiklernen fördert sowie Hörverstehen, Aussprache und Prosodie schult. Häufig bietet sich Anlass für produktionsorientierte Arbeitsformen. Musik dient als stilistisches Mittel und manipulative Strategie in Filmen und in der Werbung, dessen Wirkung analysiert und reflektiert werden sollte. Sie hat aber auch interessante Inhalte wie den American Dream, das Leben in der Stadt, Protest und Politik oder Freundschaft und Liebe und wird selbst zum Thema, zu dem jeder etwas zu sagen hat. Ein Heft für alle, die ihre Liebe zur Musik mit in den Englischunterricht nehmen, aber bewusst auch für non-musos, die hier umfangreiche Hilfestellungen für ihren Englischunterricht mit Musik erhalten. 

Inhaltsverzeichnis
Foto: Photo by Trust “Tru” Katsande on Unsplash
Englischkompetenzen mit Musik fördern Rhythm Is a Dancer, a Soul’s Companion
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Musik begleitet viele Menschen in ihrem Alltag, schafft auf Konzerten eine Gemeinschaft und bringt ihr Lebensgefühl zum Ausdruck. Melodie, Rhythmus und manche – in der internationalen Musikwelt meist englischsprachige – Liedzeilen sprechen so sehr zum Herzen, dass sie für immer im Gedächtnis haften bleiben: Musik kann den Englischunterricht methodisch unterstützen, indem sie Wortschatz- und Grammatiklernen unterstützt sowie Hörverstehen, Aussprache und Prosodie schult. Häufig bietet sich Anlass für produktionsorientierte Arbeitsformen. Musik dient als stilistisches Mittel und manipulative Strategie in Filmen und in der Werbung, dessen Wirkung analysiert und reflektiert werden sollte. Sie hat aber auch interessante Inhalte wie den American Dream, das Leben in der Stadt, Protest und Politik oder Freundschaft und Liebe und wird selbst zum Thema, zu dem jeder etwas zu sagen hat. 

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Aussprache, Prosodie und fluency mit rappen verbessern
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Sprachwitz, Rhythmus und kreativer Umgang mit Sprache, aber auch das Sprechen über sich selbst und das eigene Leben sind Wesensmerkmale des Rap. Er eignet sich bestens, um das Sprachenlernen zu unterstützen. Am Beispiel eines Raps zum American Dream zeigt die Methode im Fokus, wie man ausgehend von ganz einfachen rhythmischen Formen auch als Nicht-Musiker Lernende zu anleiten kann, ihre Aussprache, Prosodie und fluency mit rappen zu verbessern und dabei über seine eigenen Lebensträume zu sprechen. 

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Jede Stadt hat ihren spezifischen sound: Die Lernenden analysieren songs, deren Text und Musik eine Stadt porträtieren (hier die Beale Street, die Musikmeile in Memphis, Tennessee)
Songs über den American way of life analysieren I Love This Town
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 8-10

Es viele songs über Städte, über die Stimmung und das Lebensgefühl der Menschen dort. Die Lernenden untersuchen, wie Text und Musik zusammenwirken, um US-Städte und den American way of life porträtieren. Sie visualisieren ihre Eindrücke in einer Fotocollage und begründen ihre Bildauswahl gemäß der Songtexte und der musikalischen Gestaltung der songs.

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Musik als Werbestrategie im commercial entlarven “It has no feelings! The new one is much better.“
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-10

Regen tröpfelt, Klavier und Streicher treiben den Zuschauern Tränen in die Augen, wenn eine Frau ihre Lampe am Straßenrand entsorgt und durch eine neue ersetzt: Im Werbeclip eines Möbelhauses dient Musik als zentrales Mittel der Zuschauerlenkung. Die Lernenden hören den Soundtrack des Clips und beschreiben dessen Wirkung, vergleichen ihre Ideen mit der Bildebene, sammeln Ideen zur Pointe, untersuchen weitere Werbestrategien des Clips und konzipieren einen eigenen Werbeclip, in dem Musik hilft, ein Produkt zu verkaufen. Die Lernenden untersuchen, wie Musik, Kameraführung und Licht die Zuschauer manipulieren und erstellen einen Clip, in dem sie Musik als Gestaltungsmittel nutzen.

Foto: imago/ZUMA Press
Der American Football-Spieler Colin Kaepernick steht nicht auf, während die Nationalhymne spielt und trägt Afro-Frisur.
Gesellschaftliche und politische Funktionen von Musik untersuchen Can Music Change the World?
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-13

In Zeiten ohne soziale Netzwerke, Internet oder instant messengers war Musik ein Kommunikationsmittel, das Zusammenhalt schuf und politische und soziale Forderungen transportierte. Die Lernenden erarbeiten sich die Funktion von Popmusik in den USA der 1960er-Jahre. In einer timeline systematisieren sie den historischen Kontext (Vietnamkrieg, counter culture) mithilfe von Dokumentarfilmen. Sie untersuchen kriteriengeleitet Form, Inhalt und Aussage von Songs vom Woodstock-Festival. Sie diskutieren, inwiefern Musik eine geeignet ist, um auf gesellschaftspolitische Ereignisse zu reagieren und welche Alternativen denkbar sind.

Bild: Portrait of Nicholas Lanier playing a lute (unknown painter, 1613)/Wikimedia Commons
Ein Liebeslied zur Laute – Shakespeares Zeitgenosse, der Komponist Nicholas Lanier (links) hätte die Inhalte von Sonnet 20 wahrscheinlich so mit Musik verstärkt
Vom Text zur Musik: Shakespeares Sonette vertonen Mine Be Thy Love
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-13

Musiker vertonen gerne Lyrik, weil Rhythmus, Reim, Klang und Betonung im Ausgangstext schon angelegt sind. Zu allen Zeiten besonders beliebt sind dabei Texte über die Liebe wie z. B. Shakespeares Sonette. Die Lernenden erkunden Inhalt und ästhetische Mittel von Shakespeares Sonnet 20 (A Woman’s Face) und dessen musikalische Umsetzung durch Rufus Wainwright und vertonen selbst ein Shakespeare-Sonett. Sie vertonen Shakespeare-Sonette, indem sie sie in Töne, Geräusche oder Melodien umsetzen. Dabei bilden sie Imaginationen und Assoziationen aus und lernen, diese zu kommunizieren sowie textimmanente und eigene Emotionen darzustellen.