Sebastian Beckmann | Peter Hohwiller

My grandpa says I’m gonna be an astronaut

Was glaubst du, welchen Beruf ich später mal ausüben werde? Die Lernenden befragen nahestehende Personen und sprachmitteln die Ergebnisse für ein internationales Freundschaftsbuch ins Englische
Was glaubst du, welchen Beruf ich später mal ausüben werde? Die Lernenden befragen nahestehende Personen und sprachmitteln die Ergebnisse für ein internationales Freundschaftsbuch ins Englische, Bild: © iStock.com / Mordolff

Sebastian Beckmann | Peter Hohwiller

Für ein Freundschaftsbuch der originelleren Art befragen die Lernenden andere Menschen nach deren Sicht auf die eigene Person in der Sprache(n), in der/denen sie für gewöhnlich mit diesen kommunizeren. Die Ergebnisse sprachmitteln sie ins Englische, stellen sich mit dem Freundschaftsbuch einer Partnerklasse vor und ermitteln gemeinsame Interessen. Nebenher erfahren sie aber auch Neues über sich selbst denn vielleicht war ihnen ihr Berufsziel im Weltall selbst noch gar nicht so klar

Mit digitalen Freundschaftsbüchern about me-Texte sprachmitteln
Freundschaftsbücher sind die moderne Version der Poesiealben (autograph albums): Sie sammeln Informationen über die Freunde des Besitzers wie Kontaktdaten, Vorlieben und Hobbys etc., indem die Freunde einen vorgedruckten Steckbrief über sich selbst ausfüllen.
In dieser Unterrichtseinheit entsteht jedoch ein etwas anders geartetes Freundschaftsbuch: Jeder einzelne Eintrag porträtiert eine Schülerin oder einen Schüler der Klasse. Doch diese/r füllt denn Steckbrief nicht selbst aus, sondern notiert darin Einschätzungen von Personen, die ihr/ihm nahestehen (Mitschüler, Sportkameraden, Verwandte, Nachbarn usw). Die Lernenden befragen diese Personen in der Muttersprache bzw. der Sprache, in der sie mit dieser Person in der Regel kommunizieren. Diese Einschätzungen tauchen dann sprachgemittelt ins Englische in einem (digitalen) Freundschaftsbucheintrag auf. Denn die Freundschaftsbuch-Einträge werden an Austauschpartner im Ausland verschickt, die nur Englisch verstehen und den Besitzer des Freundschaftsbuchs und dessen (sozio-)kulturellen Kontexte kennenlernen wollen die individuell unterschiedlich und eventuell erläuterungsbedürftig sind. Bei Partnergruppen mit anderen Ausgangssprachen mitteln diese ebenfalls in Englische. Dadurch zeigt sich die Bedeutung von Englisch als häufig herangezogene Sprache in Sprachmittlungssituationen, die internationalen (virtuellen) Austausch ermöglicht. Gleichzeitig zeigen sich eventuell auch Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Einstieg
Zu Beginn steht eine Übersicht über die Projektschritte und die Ziele der Freundschaftsbucheinträge (worksheet 1 ): So werden den Lernenden Ziel und Genre der Sprachmittlungsaufgabe transparent. Das Freundschaftsbuch selbst ist als Endprodukt eine Sammlung der Steckbriefe aller Klassenmitglieder, die im Klassenzimmer an der Wand aufgehängt oder der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden können.
Digitale Buchseiten vorbereiten
Die Lernenden bereiten ihre (digitalen) Einträge vor, indem sie ein Bild von sich auswählen, das sie so zeigt, wie sie sich selbst sehen. Sie beantworten die ersten fünf Fragen auf worksheet 2 und beginnen so mit der Arbeit an der Freundschaftsbuch-Seite. Diese Fragen nach Hobbys, persönlichen Gewohnheiten und Familientraditionen zielen auf die spezifische (Jugend-)Kultur der Lernenden ab. Es bietet sich an, dass die Lerngruppe mit einem digitalen Dokument arbeitet und dieses kontinuierlich ergänzt und erweitert.
Umfeld befragen
Der zweite Schritt ist einer der Schwerpunkte des Projekts: Die Lernenden befragen ihr soziales Umfeld über sich (die Mitschüler, die Nachbarin, den Fußballtrainer, die Tante usw.) entweder auf Deutsch oder in der Sprache, in der sie normalweise mit der befragten Person kommunizieren (Türkisch, Russisch usw.) Dadurch erfahren sie, wie sie von anderen wahrgenommen werden. Die Lernenden wählen selbstständig Fragen aus, die sie den Interviewpartnern stellen wollen dafür steht ein Fragen-Pool in der Unterrichts- und Kommunikationssprache Englisch zur Verfügung (worksheet 3 ). Diese Frageauswahl ergänzen sie um mindestens zwei eigene Fragen. Diese Fragen müssen sie in die jeweilige Befragungssprache übertragen.
Die Antworten der Befragten werden dann ins Englische sprachgemittelt und komplettieren den Freundschaftsbucheintrag. So sprachmitteln die Lernenden...
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Fakten zum Artikel
aus: Unterricht Englisch Nr. 161 / 2019

Cultural mediation

Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-8