Pre-writing activities

Starting with a blank page

Egal ob man bloggt, eigene Songtexte schreibt oder sich bei einem Unternehmen im Ausland bewirbt: Es beginnt immer mit einer leeren Seite, die gefüllt werden will. Mit den richtigen pre-writing activities helfen Sie Ihren Lernern erste Ideen zu sammeln und diese in Worte zu fassen. Hier haben wir sechs tolle Ideen für Sie aufgeschrieben.

Weißes Blatt Papier mit Bleistift und Anspitzer.
Schreiben muss vorbereitet werden, so dass es nicht bei einer weißen Seite bleibt. © Kelly Sikkema / Unsplash

Schreiben muss gut vorbereitet sein. In der Fremdsprache geht es nicht allein um den Aufbau eines Briefes oder eines Reiseberichts, sondern auch darum, die richtigen grammatischen Strukturen und passendes Vokabular zu nutzen. Pre-writing activities helfen Lernenden, inhaltliche und sprachlichen Input für die eigentliche Schreibaufgabe zu finden. Daraus entsteht später ein lesenswertes und interessantes Werk.

Brainstorming – der Klassiker

Erste Ideen, Vokabular und Vorwissen lassen sich am einfachsten in einem Brainstorming sammeln. Dabei können die Lernenden die Begriffe bereits grob als Mindmap strukturieren. Die Lehrkraft kann nach einer Partner- / Gruppenphase einige Begriffe an der Tafel sammeln und Nachfragen stellen. Indem Lernende einen Gedanken weiter ausformulieren trainieren sie das diskursive Denken. So vermeidet man auch Ein-Wort-Äußerungen.

Mit Bildimpulsen schreiben

Lernern fällt es oft schwer, spontan über ein Thema oder ein Erlebnis zu berichten. Ein Bild liefert ihnen genug Anhaltspunkte für ihre Erzählung. Die Lehrkraft kann vorab ein Bild aussuchen oder die Lernenden bringen selbst von zu Hause Fotos mit. Die journalistischen Fragen who, what, when, where, why and how unterstützen die Lerner während des Beschreibens.

Zeitschrift
Englisch 5–10 Nr. 35/2016 Schreiben fördern

Schreiben ist eine der zentralen Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im Fremdsprachenunterricht erwerben.

35,70 EUR Preise jeweils zzgl. Versandkosten

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Bild und Musik kombinieren

Neben Bildimpulsen kann Musik eine zusätzliche Stimmung erzeugen, je nachdem, ob es sich um ein fröhliches oder düsteres Musikstück handelt. Die Lehrkraft zeigt einen Bildimpuls und spielt dazu ein Lied ab. Die Lernenden schreiben alle Gedanken auf, die ihnen in den Sinn kommen. Anschließend spielt die Lehrkraft ein anderes Musikstück in einem anderen Tempo oder in einer anderen Tonlage ab. Vermutlich entstehen völlig andere Assoziationen zu demselben Bild.

Das Thema aus verschiedenen Perspektiven betrachten

Die Lernenden notieren sich Stichpunkte zum Thema (z.B. My future job) und schreiben alles auf, wenn:

  • sie das Thema beschreiben (describe it),
  • es vergleichen (compare it),
  • es mit etwas anderem in Verbindung bringen (associate it),
  • es analysieren (analyse it),
  • es anwenden (apply it) oder
  • die Vor- und Nachteile benennen (argue for or against it).

Dabei müssen sie nicht jede Kategorie ausfüllen.

Fragen stellen

Wenn die Lernenden nicht wissen, was sie zu einem Thema schreiben sollen, hilft es Fragen an das Thema zu stellen. Dabei können die Lernenden solche Fragen miteinbeziehen, die sie selbst interessieren, aber auch Fragen stellen, die für das Zielpublikum interessant sein könnten (Was möchte mein Leser eventuell wissen?). Im Plenum oder in Gruppen sammeln die Lerner nun so viele Fragen wie möglich, die sie später im Text beantworten.

Auch bei dieser Übung können die Lernenden die fünf Ws (und das H) anwenden. Sollten die Lernenden die Wörter who, what, where, when, why und how nicht kennen, bespricht die Lehrkraft sie kurz. Dann sucht jeder Lernende in Einzel- oder Partnerarbeit zum Thema eine Frage für jedes Wort und beantworten diese anschließend.

Automatisches Schreiben

Diese Übung hilft, writers block zu überwinden und wird oft auch von professionellen Schriftstellern verwendet. Die Lernenden arbeiten in Einzelarbeit. Die Lehrkraft gibt ein Thema oder ein Schlagwort vor und erklärt gegebenenfalls, was ein stream-of-consciousness ist. Auf ein Zeichen, z.B. Ready, steady, go, o.ä., beginnen alle gleichzeitig zu schreiben, ohne dabei den Stift abzusetzen. Ziel dabei ist es, alle Gedanken, die einem durch den Kopf gehen aufzuschreiben, ohne diese einzuordnen oder zu werten. Alle Gedanken sind erlaubt, selbst wenn sie vom Thema wegführen – Hauptsache, der Stift bleibt auf dem Papier. Sollte den Lernern nichts mehr einfallen, dürfen sie einfach blahblah oder ladidadida schreiben. Nach ein paar Minuten dürfen die Lernenden aufhören und arbeiten mit den Ideen, die sie gefunden haben weiter. Diese Übung ist auch für jüngere Lernende geeignet. Hier empfiehlt es sich jedoch, die Dauer auf zwei Minuten zu beschränken.

Fakten zum Artikel
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 7-8
  • Thema: Schreiben
  • Autor/in: Redaktion Englisch 5-10
Zeitschrift
Unterricht Englisch Nr. 150/2017 Creative Writing

Creative writing dient häufig als Methode, wenn es im interkulturellen Lernen andere Perspektiven erarbeiten hilft oder im Literaturunterricht den Leseprozess durch Füllen von Leerstellen, Parodieren usw. unterstützen soll.

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Fachbuch
Ein Ratgeber für Studium und Unterrichtspraxis Fremdsprachen unterrichten

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Online-Dokument
Englisch 5–10 Nr. 40/2017 Tell a tale – digitales Materialpaket Online-Dokument
Das digitale Materialpaket enthält sämtliche PDFs und editierbaren Arbeitsblätter der gesamten Materialien des Materialpakets.

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