Charlott Falkenhagen | Stefanie Schäfer

The Importance of Being the First

Charlott Falkenhagen | Stefanie Schäfer

50 Jahre nach der Ermordung des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King kommt es in den USA auch heute noch immer wieder zu Rassenkonflikten. Der Spielfilm Hidden Figures verbindet die Ära des Kalten Krieges, geprägt vom space race und der Bürgerrechtsbewegung, mit der Ära Obama (2009 2017). Er zeigt die doppelte Benachteiligung von afroamerikanischen Frauen und erzählt, wie diese der Segregation ein Schnippchen schlagen.

Bürgerrechte und black womanhood im Film Hidden Figures untersuchen
Black Lives Matter: Hidden Figures

Black Lives Matter: Hidden Figures
Hidden Figures
USA 2016. Regie: Theodore Melfi.
Der Spielfilm Hidden Figures erzählt die Geschichte von drei schwarzen Mathematikerinnen, die die NASA-Programme zum bemannten Raumflug (1957 – 1961) mit auf den Weg brachten. Die drei bislang von der Geschichtsschreibung unerkannten Heldinnen Katherine Johnson, Mary Winston Jackson und Dorothy Vaughan arbeiteten als „human computers an den Programmen mit. Erst 2015 erhielt Johnson für ihre Berechnungen bei der Mission des ersten Amerikaners im Weltraum die Freiheitsmedaille des Präsidenten. Der Film schmückt das Leben der historischen Figuren zur nationalen Erfolgsgeschichte aus und zeigt ihren Kampf um Gleichberechtigung in Beruf und Familie vor dem Hintergrund des Civil Rights Movement der 1960er-Jahre.
Weitere Filme zum Thema
Selma. USA 2014. Regie: Ava DuVernay Ein biographischer Film über Martin Luther King, Jr., die SCLC und den Protestmarsch der schwarzen Gemeinde der Stadt Selma in den Blick nimmt.
The Help. USA 2011. Regie: Tate Taylor die Geschichte einer schwarzen Haushälterin in den 1960ern in Mississippi. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kathryn Stockett (2009) und kritisiert die Klassen- und Segregationsgesellschaft.
Die Wahl des Demokraten Barack H. Obama zum 44. Präsidenten der USA war ein historisches Ereignis: Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes zog ein Schwarzer ins Weiße Haus ein. Mit dem Slogan „Yes, We Can reflektierte Obamas Rhetorik die afroamerikanische Hoffnung auf sozialen Aufstieg und Gleichberechtigung entgegen systemischer Widerstände. Hidden Figures greift diesen Gedanken auf und bietet Raum für eine kritische Reflexion über Benachteiligung und Nationalismen.
Die Lernenden machen sich in einer think – pair – share-Phase mit verschiedenen Materialien zum Film vertraut: Darunter sind
  • das Filmplakat
  • ein Screenshot, der Katherine als einzige Frau und einzige Schwarze zwischen weißen Männern bei der NASA zeigt
  • ein Foto von Ex-Präsident Obama, der die Schauspieler bei der Filmvorführung im Weißen Haus überrascht.
  • der Trailer
  • die lyrics des Titelsongs Able.
Die Lernenden spekulieren über Themen sowie eine mögliche storyline des Films und sammeln ihre Ideen im Plenum. Die Lernenden identifizieren die Bedeutung von „being the first für die (afro-)amerikanische Geschichte und Gegenwart als Kern des Films.
Black Lives Matter
Während seiner Amtszeit konnte Obama ein erneutes Aufflammen der Rassenkonflikte nicht verhindern: Nachdem immer wieder Schwarze durch Polizeigewalt starben, wurden Rufe nach Gerechtigkeit laut. Es formierte sich die bis heute aktive „Black Lives Matter-Bewegung (BLM), die auch beim Womens March on Washington 2017 beteiligt war, um der doppelten Benachteiligung schwarzer Frauen ein Ende zu machen. Hidden Figures bedient sowohl die positive Obama-Rhetorik als auch die pessimistischere, aktivistische Sicht der BLM-Bewegung. In einer Gruppenarbeitsphase beschäftigen sich die Lernenden mit beiden Lesarten.
Group I: You act right, you are right
Die Filmfiguren müssen um Zugang zu Bildung und Aufstiegschancen kämpfen: In der Stadtbibliothek wird Dorothy auf der Suche nach einem Buch aus der „weißen Sektion verscheucht. Sie entwendet kurzerhand das Buch und erklärt ihren Söhnen: „Separate and equal are two different things. Just...

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Fakten zum Artikel
aus: Unterricht Englisch Nr. 153 / 2018

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