Bildanalyse | Dokumentarfotografie

Martin Parr: The strange habits of German allotment holders

Irgendwie total skurril, was wir täglich so tun: Wenn der britische Dokumentarfotograf Martin Parr die Linse seiner Kamera auf seine Mitmenschen richtet, eröffnet das neue Blicke auf scheinbar Selbstverständliches. Für eine Retrospektive seiner Arbeit, die derzeit in Düsseldorf zu sehen ist, hat er deutsche Kleingärtner porträtiert – Grundlage für Bildanalyse und Vorlage für eigene Fotos aus dem Leben.

Ausstellung mit Dokumentarfotos von Martin Parr
Der britische Dokumentarfotograf Martin Parr hat einen scharfen Blick für die Skurrilität des Alltags. In Düsseldorf läuft aktuell eine Retrospektive seiner Arbeit Foto © NRW-Forum Düsseldorf / Foto: Katja Illner

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie. Bis zum 10. November 2019 zeigt das Kunstforum NRW die bisher umfassendste Retrospektive seiner Bilder. Aber auch die begleitende Website ist sehenswert – und kann als Unterrichtsgrundlage  zur Bildanalyse dienen. Martin Parr erläutert dort auch, wie er beim Porträtieren der Düsseldorfer Kleingärtner und Kleingärtnerinnen vorgegangen ist.

Von bizarr bis herzerfrischend

Martin Parrs Lieblingsmotiv sind die Menschen in ihrem Alltag oder in ihrer Freizeit. Berühmt geworden sind seine Fotoserien „Clacton“ oder „Southend“ über das Verhalten der Briten an einem Tag am Meer oder „Whitby Goth Weekend“ , die das Normale im Extremen zeigen – denn auch blutig geschminkte Goths lieben ihre Fish & Chips. Parrs Aufnahmen wirken oft überzogen, grell oder grotesk. Nicht immer schont die Kamera die Porträtierten, doch Martin Parr bringt ihnen stets Sympathie entgegen: „It’s very moving, this care and attention people put to their gardens.“ sagt er in einem Video über die Kleingärtner, die er für sein Projekt porträtiert hat.

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„I sniff around and find the right location“

So beschreibt Parr die Art und Weise, wie seine Bilder zustandekommen. Doch was heißt das konkret, Mr Parr? In einer Unterrichtseinheit in Ausgabe 158 von Unterricht Englisch zum Thema „Bilder lesen: Photography“ lernen die Schülerinnen und Schüler seine Kniffe und fotografische Mittel kennen und erstellen eigene Dokumentarfoto-Serien. Auch diese Fotos können als Grundlage für Bildanalyse genutzt werden.

Fakten zum Artikel
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 8-13
Zeitschrift
Unterricht Englisch Nr. 158/2019 Bilder lesen – Photography

Fotos lesen zu können ist eine zentrale Kompetenz im visuellen Zeitalter. Denn Fotos sind keine Abbildungen, sondern bewusst komponierte Bilder. Sie sollten nicht nur dazu dienen, Wortschatz zu semantisieren oder das Textverstehen zu unterstützen. Fotos sind ein eigenständiges Medium, für das Lernende Verstehensstrategien entwickeln müssen.

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