Hendrika van Waveren

How Healthy Are Your Trees?

… doch die Stadtbäume leiden selber unter Stress
… doch die Stadtbäume leiden selber unter Stress , Grafik: nach www.eskp.de/en/trees-city/climate-change/

Hendrika van Waveren

Daten zum Stadtklima und zur Baumgesundheit erheben und auswerten

Immer heißer, immer urbaner: Jeder zweite Mensch lebt heute in der Stadt ein Lebensraum, der besonders anfällig ist für die Auswirkungen des Klimawandels, denn Hitzewellen machen besonders Stadtbewohnern zu schaffen. Eine geeignete Stadtbegrünung sorgt für Kühlung. Doch Stadtbäume leiden selbst unter Stress: Nach dem Citizen Science-Prinzip erkunden die Lernenden in Feldarbeit den Zustand der Bäume in ihrem Wohnumfeld und sprechen eine Empfehlung an das Grünflächenamt aus, wie man die Bepflanzung optimieren könnte.

Bereits jetzt lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten oder städtischen Regionen. Bis 2050 wird erwartet, dass es nahezu 70 Prozent sein werden. Die letzten drei Jahre galten jeweils als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Jahre 2003 und 2013 hatten in Europa mehrwöchige Hitzewellen, die im Jahr 2003 ca. 70000 Todesopfer zur Folge hatte (Robine 2007). In Europa übersteigt die Zahl der Toten durch Hitze schon jetzt die Zahl der Opfer anderer Naturkatastrophen wie Sturm oder Hochwasser zusammen. Im Zuge des Klimawandels treten Hitzewellen weltweit immer häufiger, länger andauernd und mit höheren Temperaturen auf. In Städten kommt es bei solchen Wetterlagen zu einem besonderen Hitzestau: Städte, ins besondere große, werden zu Hitze-Inseln (urban heat islands), in denen die Luft bis zu 10 ° C über den ländlichen Temperaturen liegt und in den Nächten nicht abkühlt.
Vegetation und Klima in den Städten
Die Vegetation in den Städten, die entscheidend von großen Bäumen geprägt ist, hat einen erheblichen Einfluss auf das Klima und die Kühlung von Städten. Diese Kühlungsleistung hängt nicht nur von der Dichte, sondern auch von der Gesundheit der Bäume ab. Aber Stadtbäume unterliegen einem besonderen Stress, bedingt z.B. durch Versalzung durch Winterdienste und Hundeurin, und können deswegen leichter krank werden. Bei Neupflanzungen ist darum zu beachten, welche Baumarten eine höhere Widerstandsfähigkeit unter den Bedingungen von Stadtleben und Klimawandel aufweisen. Gebiete mit einer hohen Bevölkerungsdichte benötigen dringend Lösungsstrategien für diese Problematik. Deshalb sind Stadtverwaltungen gezwungen, Strategien zu entwickeln, die die Bevölkerung mit einbeziehen und schützen. Dazu ist eine Denkweise erforderlich, die die globalen Dimensionen erfasst, aber die lokalen Probleme erkennt und löst. Hierfür ist erforderlich, dass der Ist-Zustand ausreichend bekannt ist, sowohl um Probleme zu identifizieren als auch um Veränderungen über die Zeit quantifizieren zu können. Schüler und Schülerinnen werden die Folgen des Klimawandels mehr erleben als die Lehrergeneration. Deshalb ist es wichtig, Jugendliche fit für globale Handlungsstrategien der Zukunft zu machen. Darum sind Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), also Education for Sustainable Development, und Globales Lernen sehr wichtig. Hier bietet der bilinguale Unterricht mit seinem per se interkulturellen und handlungsorientierten Ansatz eine große Chance, die Gestaltungskompetenzen der Jugendlichen zu erweitern.
Die Aufgabe
In dieser Lernaufgabe zur Stadtökologie können Lernende mit aktuellen Methoden unter realen Bedingungen wissenschaftlich arbeiten. Mit Hilfe digitaler, mobiler Medien (z.B. Smartphones) sollen sie angeleitet eine ökologische Untersuchung ihres Wohnumfeldes durchführen, die Ergebnisse in eine Datenbank eintragen, präsentieren und reflektieren. Die Lernenden sind so Teil der auch in Deutschland an Bedeutung gewinnenden sogenannten citizen science (Bürgerwissenschaft, Kasten 1) und finden Anschluss an die internationale Wissenschaftsgemeinschaft.
Citizen Science
Citizen Science
Citizen Science ist im anglophonen Sprachraum eine etablierte Methode, wissenschaftliche Forschung zu unterstützen: “… citizen science typically refers to research collaborations between...

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Fakten zum Artikel
aus: Unterricht Englisch Nr. 148 / 2017

Aufgaben im Bilingualen Unterricht

Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-10