Global Goals

Global Goals

Englisch 5-10 | Ausgabe Nr. 47/2019

Die Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung – kurz Global Goals – wurden 2015 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Welt bis 2030 grundlegend zu verbessern. Diese 17 Ziele reagieren auf Themen wie Umweltverschmutzung, Klima oder Krieg. Dieses Heft zeigt, wie Sie mit Schülerinnen und Schüler global relevante Themen besprechen. 

Inhaltsverzeichnis
Foto: João Silas/unsplash.com
Lebensmittelverschwendung wahrnehmen und vermeiden Food waste isn’t great
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-6

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr auf dem Müll, europaweit circa 88 Millionen, so berichten es das Bundeszentrum für Ernährung und die Europäische Kommission. Unvermeidlich sind wir alle dabei Mitverursacher, auch die Schülerinnen und Schüler. Dabei könnten wir alle durch unser Verhalten eine Veränderung bewirken.

Man beobachtet bei Kindern und Jugendlichen immer wieder, dass sie die Problematik der Lebensmittelverschwendung theoretisch nachvollziehen und meist sogar erklären können, sich selbst in der Praxis jedoch nicht direkt als Verursacher begreifen. Um dem früh auch im Englischunterricht zu begegnen, bietet sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema Food waste (Zur Sache) schon in den Jahrgangsstufen 5 / 6 an, natürlich dem Alter angemessen eine noch eher grundlegende Auseinandersetzung. Die Lernenden begegnen dem Thema in unzähliger Art und Weise in ihrer alltäglichen Lebenswelt. Sie konsumieren täglich mehrfach Lebensmittel, auch in der Schule. Es reicht schon ein Blick in die Mülleimer der Schule oder die Rückgabestelle der Schulmensa, um ein Problem zu erkennen: Kiloweise werden hier jeden Tag Lebensmittel weggeworfen.

Schulwege und Tagesabläufe vergleichen und reflektieren On my way to school
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 5-6

Schule bestimmt das Leben aller Kinder und Jugendlichen, meistens auch über den Vormittag hinaus. Selbst der morgendliche Schulweg ist für viele emotional geprägt. Trotz relativer Sicherheit und Annehmlichkeit fühlen manche Kinder Unsicherheit, Zweifel, Überforderung und natürlich Müdigkeit.

So unangenehm deutsche Schülerinnen und Schüler ihren Schulweg und ihren Schulalltag empfinden mögen, so viel einfacher ist es doch, bei uns in Deutschland zur Schule zu gehen, als in Ländern, in denen Schulbildung für alle keine Selbstverständlichkeit ist, in denen die finanziellen und infrastrukturellen Bedingungen einen regelmäßigen Schulbesuch erschweren oder gar unmöglich machen.

Einige Aspekte dieser Ungleichheit in den internationalen Bildungschancen (Global Goal 4, Kasten) zu beleuchten, ist das Ziel dieses Unterrichtsvorschlags, der in Anbetracht der noch begrenzten sprachlichen Möglichkeiten der Altersgruppe die unterschiedlichen Schulwege von Kindern in den Mittelpunkt rückt. Die Schülerinnen und Schüler machen sich dabei zunächst ihren eigenen Weg zur Schule bewusst, bevor sie anhand eines Videoclips die eigene Situation mit der von Kindern aus anderen Erdteilen kontrastieren.

Foto: Fabiola Peñalba/unsplash.com
Videos zu sauberer Wasser- und ­Sanitärversorgung drehen Troubled waters
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-8

Wasser ist ein Menschenrecht. Es ist für uns überlebenswichtig. Und es scheint gleichzeitig selbstverständlich. Wir in Deutschland nutzen es täglich, ohne uns Gedanken darüber zu machen, wo es herkommt und wie lange es für die Menschheit ausreicht. In anderen Teilen der Welt ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie zu sanitären Anlagen ein kostbares Gut.

Dies gilt es in der folgenden Unterrichtssequenz vor dem Hintergrund der Global Goals (Zur Sache) zu thematisieren. Die Relevanz des eigenen Handelns für die Nutzung der Ressource Wasser und die weitreichenden globalen Herausforderungen, die daraus entstehen, sollen den Lernenden bewusst gemacht werden. Daraus entwickeln die Lernenden Handlungsmöglichkeiten, die sie persönlich konkret umsetzen können. Sie gestalten ein Video als Lernprodukt, das sie in die Lage versetzt, ihre Ideen potentiell weltweit zu teilen. Dies knüpft gezielt an die Alltagswelt der Lernenden an.

Foto: Jason Rosewell/unsplash.com
Bewusstsein für den ökologischen Fußabdruck schaffen Minimizing your plastic footprint
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-8

Ist Plastikkonsum ein Problem für unsere Schülerinnen und Schüler? Eigentlich nein. Plastik ist allgegenwärtig und wird selbstverständlich benutzt und wenig später entsorgt.

Mit der Trennung von Müll in Papier-, Plastik- und Restabfall, wie es in vielen Schulen geschieht, meinen viele Kinder und Jugendliche, wir würden alles Notwendige tun, um unsere Umwelt zu schützen.

In dieser Unterrichtseinheit soll es darum gehen, für dieses Thema zu sensibilisieren (Zur Sache: Plastik als Globales Problem). Nachdem die Lernenden sich der Tragweite der Umweltzerstörung durch Plastikmüll bewusst sind, setzen sie sich mit dem Thema Vermeidung und „sinnvoller“ Wiederverwendung von Plastik auseinander: zunächst an Beispielen, dann auf individueller Basis und lokaler Ebene.

Foto: João Silas/unsplash.com
Tagebucheinträge über das Leben im Krieg lesen What’s fair?
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 9-10

Spätestens durch die bei uns im Land heiß debattierte „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015 wurde jeder auf die Kriege im Nahen Osten aufmerksam. Besonders der in Syrien wütende Bürgerkrieg (Zur Sache) hat viele Menschen veranlasst, alles hinter sich zu lassen und sich mit der Hoffnung auf ein besseres Leben auf eine gefährliche Reise Richtung Europa zu machen.

2015 kamen alleine fast eine Million geflüchtete Menschen in Deutschland an. Doch was bewegt Menschen dazu, ihr Hab und Gut, ihre Kultur, ihre Freunde und ihre Familie zu verlassen, um in eine unbekannte Zukunft aufzubrechen?

Die Unterrichtssequenz soll die Leiden des jungen Syrers Hakim Abdul anhand einiger Tagebuchauszüge (Zur Sache) verdeutlichen und die Beweggründe einer potenziellen Flucht nachvollziehbar machen. Da die Lernenden von Deutschland aus wenig an der Situation in Kriegsgebieten ändern können, soll dieser Beitrag zunächst nur ein Bewusstsein für den Konflikt im Nahen Osten schaffen und einen ersten Schritt in Richtung Handlungsfähigkeit leisten.

 

Foto: Michael Discenza/unsplash.com
Ein Best-Case-Scenario für die Geschlechtergleichstellung in Indien entwickeln Gender equality in rural India
Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-10

In dieser Unterrichtseinheit befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit Global Goal 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen (Zur Sache). Um exemplarisch an einer konkreten Situation zu arbeiten, wird die Situation von Frauen und Mädchen im ländlichen Indien untersucht. Anhand von Texten erkennen die Lernenden Aspekte und Faktoren, die gegenwärtig eine Rolle in der Ungleichstellung von Frauen spielen, und überlegen mithilfe der Szenario-Methode (Zum Unterricht), welchen Einfluss dies auf die Zukunft haben könnte. Davon ausgehend besprechen sie mögliche Schritte, wie die Geschlechtergleichstellung in Indien erreicht werden kann.

 

Foto: Kyle Glenn/unsplash.com
Global Goals als Thema für die mündliche Präsentation Let me tell you something about climate action
Abitur & Prüfung Schuljahr 5-10

Vor mündlichen Prüfungen haben einige Jugendliche Angst. Nicht allein die Prüfungssituation an sich, sondern auch das freie Sprechen in der Fremdsprache ist herausfordernd. Umso wichtiger sind eine gute Vorbereitung, z. B. in Form einer eingeübten Präsentation, und ein ergiebiges ­Thema. Letzteres bieten die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.