Dietmar Kück

Tools in Zeiten von Social Distance

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Dietmar Kück

Gelder für Investitionen in digitale Bildung stehen bereit, Unterstützungsangebote werden von Landesmedienzentren oder externen Dienstleistern angeboten. Wenn nun die Schulleitung die Arbeitsressourcen des Kollegiums sinnvoll steuert, kann all dies für eine digitale Schulentwicklung effektiv, arbeitserleichternd und zukunftsweisend genutzt werden. Mit diesem Beitrag möchte ich anhand ausgewählter Bausteine mögliche Chancen und Gelingensbedingungen aufzeigen.
Bausteine der Schulentwicklung
Ich verstehe Schulentwicklung als das Ergebnis des Zusammenspiels verschiedener Einflussgrößen, insbesondere Organisationsentwicklung, Personalentwicklung (inkl. Qualifizierung), Unterrichtsentwicklung und IT-Infrastruktur (neue Komponente aufgrund Bildung in einer digitalen Welt). Aus einer Vielzahl von Teilbereichen gelingender Schulentwicklung greife ich mir die vier Bausteine Ressourcenverwaltung, Ideenfabrik, Projekt- und Qualitätsmanagement heraus, die ich in Bezug auf ihre Durchführung mithilfe digitaler Medien unter der Bedingung von Social Distance detaillierter darstelle. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich außerdem auf Schulentwicklung im Bereich fachdidaktischer Weiterentwicklung einer Schule. Dieses Konzept lässt sich mit Modifikationen auf andere Schulentwicklungsschwerpunkte übertragen.
Ressourcenmanagement: Voraussetzungen schaffen
Didaktische und EDV-technische Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit Schulentwicklung digital erfolgreich stattfinden kann. Abbildung 1 zeigt ein Modell der Strukturierung didaktischer Leitung und Fachleitungen. Die Fachschaften sind jeweils in Jahrgangsgruppen unterteilt, bei Nichthauptfächern wie beispielsweise Musik bietet sich eine Einteilung in Jahrgangsgruppen an. Die Spitze einer Fachschaft bildet die Fachschaftsleitung, diese untersteht der didaktischen Leitung (sog. 5. Abteilungsleitung).
Vorgehensweise:
Schulentwicklungsaufgaben werden im Schulleitungsteam entwickelt. Die didaktische Leitung bearbeitet diese Vorhaben mit den Fachleitungen weiter und diese thematisieren dies auf Fachkonferenzen mit dem Kollegium. Optional stehen Projektgruppen (oder auch Arbeitsgruppen) als Stabstelle zur Verfügung. Fachdidaktische Schulentwicklung findet demnach in Fachkonferenzen, Fachleitungssitzungen und Schulleitungstreffen statt.
Zur technischen Voraussetzung gehören das Vorhandensein der Lizenzen für die Online-Tools und Software sowie deren Bereitstellung fürs Kollegium. Außerdem müssen die Lehrerinnen und Lehrer mit den Tools arbeiten können, d.h., sie müssen geschult sein. Dazu bieten die Anbieter von Online-Tools meistens Lernvideos oder kleine Erklärungen an. Aber allumfassender ist eine Teilnahme an ausgewählten Webinaren zum Thema. Alle Akteure benötigen zur Mitarbeit ein digitales Endgerät (idealerweise ein Notebook mit Webcam und Mikrofon) sowie eine stabile Internetverbindung. Eine Übersicht möglicher Aufgaben bietet die nebenstehende Checkliste „Voraussetzungen schaffen, diese kann auch unter https://www.lernanwalt.de/werkzeugkoffer.html kostenlos heruntergeladen werden.
Konferenz digital: Videokonferenz
Ein Baustein digitaler Unterrichtsentwicklung ist das Treffen in Videokonferenzen. Ein Beispiel hierzu ist Jitsi (Alternativen hierzu sind u.  a. Microsoft Teams, Zoom). Mehrere Server bieten dieses „Tool kostenlos an, beispielsweise https://www.Freifunk.net oder https://www.switch.ch, der Norddeutsche Dienstleister Dataport bietet diesen Dienst unter https://video.openws.de/ an.
Für Schulentwicklungsvorhaben ist es allerdings weniger wichtig, dass sich alle Teilnehmer sehen können. Der Schwerpunkt liegt auf Bildschirmfreigabe und weiteren Tools, durch die kollaboratives Arbeiten möglich wird.
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Fakten zum Artikel
aus: On lernen digital Nr. 2 / 2020

IT-Sicherheit

Kennzeichnung Premium-Beitrag aus der Zeitschrift "on. Lernen in der digitalen Welt" Hintergrund Schuljahr 1-13
  • Thema: Tools
  • Autor/in: Dietmar Kück