Sprachen vergleichen

Sprachen vergleichen

Praxis Deutsch | Ausgabe Nr. 278/2019

Die Modelle in diesem Heft zeigen, dass das Vergleichen von sprachlichen Erscheinungen reizvoll ist, weil es Differenzerfahrungen ermöglicht und vielfältige Entdeckungen zulässt: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bildung und Bezeichnung von Monats- und Wochentagsnamen gibt es in unterschiedlichen Sprachen? Welche Funktionen und Besonderheiten haben Adjektive? Wie unterscheidet sich die Bildung und Funktion des Passivs? Der Basisartikel und die Modelle zeigen Ihnen, welche Sprachen sich für ein sprachvergleichendes Arbeiten eignen und wie man das Thema in den Deutschunterricht einbinden kann.

Inhaltsverzeichnis
© Illustration: Mark Burgess
Adjektive im Vergleich Der abenteuerlustige Bär mit einem großen Herzen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 4-6

Winnie the Pooh oder Pu der Bär ist ein Klassiker der Kinderliteratur. Die Geschichte liegt in zahlreichen Sprachen vor und ist Lernenden mit diversen sprachlichen und soziokulturellen Hintergründen bekannt. Die verschiedenen Übersetzungen eignen sich gut, um die Funktionsweise und Besonderheiten von Adjektiven in verschiedenen Sprachen herauszuarbeiten.

© Painters / Alamy Stock Foto
Abb. 2: Peter Ilsted: Die geöffnete Tür
Ein mehrsprachiger Blick auf das deutsche Passiv Die Tür ist geöffnet und das Licht wird hereingelassen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 7-9

Die Funktionsweise komplexer grammatischer Konstruktionen wie des Passivs zu verstehen und diese sprachlich korrekt zu verwenden, fällt vielen Schülerinnen und Schülern nicht leicht. Ein mehrsprachiger Blick auf das deutsche Passiv kann seine funktionalen und formalen Besonderheiten verdeutlichen und leichter zugänglich machen.

Foto: Kaboompics.com
Die Leserfreundlichkeit des Deutschen Schriftsprachen vergleichen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-13

Schülerinnen und Schüler bewegen sich in und außerhalb der Schule in multilingualen Kontexten und begegnen dabei verschiedenen Schriftsystemen. Das Modell zeigt, dass das Zeicheninventar und die Kombination der Zeichen schriftsprachabhängig sehr unterschiedliche Funktionen erfüllen können und dass sich das deutsche Schriftsystem als besonders leserfreundlich auszeichnet. Dieser vergleichende Zugang führt zu größerer Aufmerksamkeit gegenüber den Besonderheiten einzelner Schriftsysteme.