Brecht gebrauchen

Brecht gebrauchen

Praxis Deutsch | Ausgabe Nr. 266/2017

Bertolt Brecht ist einer der am häufigsten im Deutschunterricht gelesenen Autoren. Allerdings hat sich der Unterricht dabei über Jahrzehnte hin auf die Rezeption weniger, sogenannter „klassischer“ Werke Brechts konzentriert, die meist in der Zeit des Exils entstanden. Aber Brecht hat für den Unterricht weitaus mehr zu bieten. Die Modelle in diesem Heft zeigen, dass er mit Themen wie Umgang mit dem Fortschritt, Widerstand im Nationalsozialismus, Haltung gegen Gewalt, Flucht vor Verfolgung und Exil aktueller denn je ist.

Inhaltsverzeichnis
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Dieter Mann und Jutta Wachowiak in der Szene Der Spitzel in Furcht und Elend des Dritten Reiches (TV-Produktion der DDR aus dem Jahr 1981, Regie: Ursula Bonhoff)
Brecht gebrauchen
Friedrich+ Kennzeichnung Methode & Didaktik Schuljahr 5-13

Bertolt Brecht, dessen Geburtstag sich am 10. Februar 2018 zum 120. Mal jährt, ist im Deutschunterricht seit Langem einer der am häufigsten gelesenen Autoren. Doch dominiert im Umgang mit seinem Werk nicht selten Routine. Das vorliegende Heft versucht jenseits eingefahrener Pfade Möglichkeiten des Lernens von und mit Brecht aufzuzeigen. Dabei stehen nicht die hochgradig kanonisierten Dramen, sondern vor allem weniger bekannte Texte dieses Autors im Mittelpunkt.

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Die Bestie
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 9-13

Bei der Probe für die Rolle der Bestie wird „der Ähnliche“ am Set entdeckt und das Verwirrspiel beginnt: Hat „der Ähnliche“ nur eine zufällige Ähnlichkeit oder ist er tatsächlich selbst der Darzustellende? In dieser – auf einer Anekdote zum Film Der weiße Adler basierenden – Geschichte zeigt Brecht kritisch wie amüsant Menschen, die eine Wirklichkeit abbilden wollen, die sie nicht verstehen.