Grammatische Zweifelsfälle

Grammatische Zweifelsfälle

Praxis Deutsch | Ausgabe Nr. 264/2017

Kakteen oder Kaktusse? Ess oder iss? Wegen des Staus oder wegen dem Stau? Wenn man erst einmal angefangen hat, über grammatische Phänomene nachzudenken, kommt man aus dem Zweifeln gar nicht mehr heraus. Zweifel begegnen uns überall – und sie begegnen auch Ihren Schülerinnen und Schülern. Warum sollte man diese Gelegenheit nicht nutzen und solche Zweifelsfälle einmal zum Unterrichtsgegenstand machen?

Inhaltsverzeichnis
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Wie akzeptabel ist der am-Progressiv? Grammatische Entwicklungstendenzen aufspüren Wir sind am Überlegen
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 6-7

Wer sich einmal mit dem am-Progressiv beschäftigt, hört und sieht ihn plötzlich überall – nicht nur in den westlichen Dialekten, sondern auch in der überregionalen Umgangssprache und sogar in Zeitungstexten. Aber warum klingen manche Sätze (Ich bin am Arbeiten) besser als andere (Ich bin am Hoffen)? Wovon die Akzeptanz des am-Progressivs abhängt, kann mithilfe dieses Unterrichtsmodells entdeckt werden.

Die Deklination der schwachen Maskulina als Zweifelsfall Ist er zum Helden oder zum Held geworden?
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (> 90 Min) Schuljahr 10-13

Einige schwache Maskulina schwanken in ihrem Deklinationsverhalten zwischen zwei Formen: Eine der Formen behält die Flexionsendung der schwachen Maskulina (zum Helden), die andere kommt ohne Endung aus (zum Held). Womit diese Schwankungen zusammenhängen und welche anderen Sprachwandeltendenzen es bei der Deklination von Maskulina gibt, verrät dieses Unterrichtsmodell.