Artenschutz

Artenschutz

Unterricht Biologie | Ausgabe Nr. 427/2017

Weltweit sind fast 2 Millionen Arten beschrieben. Diese biologische Vielfalt (Biodiversität) dient dem Menschen auf vielen Ebenen als Lebensgrundlage und trotzdem ist es grade der Mensch, der durch sein Handeln das Artensterben vieler Tier- und Pflanzenarten stark beschleunigt.

Inhaltsverzeichnis
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Löwenzahn wächst in einer Pflasterritze.
Artenschutz
Friedrich+ Kennzeichnung Fachwissen Schuljahr 5-13

Weltweit sind fast 2 Millionen Arten beschrieben. Diese biologische Vielfalt (Biodiversität) dient dem Menschen auf vielen Ebenen als Lebensgrundlage und trotzdem ist es gerade der Mensch, der durch sein Handeln das Artensterben vieler Tier- und Pflanzenarten stark beschleunigt. Daher ist ein Umdenken und Handeln absolut notwendig.

Der Basisartikel verdeutlicht den Begriff der „Biodiversität“, erörtert den Verlust der Biodiversität unter dem Einfluss des Menschen und stellt aktuelle Programme zum Schutz der biologischen Vielfalt vor.  

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Nebelwald in Südamerika.
Flaggschiffarten für den Artenschutz einsetzen Großer Panda, Tiger und Co.
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 8-10

Naturschutzorganisationen nutzen eine bekannte und beliebte Art als Aushängeschild für Artenschutzkampagnen. Die Idee, mit diesen Flaggschiffarten die Aufmerksamkeit auf Gefährdungskategorien, Bedrohungsfaktoren und Schutzmaßnahmen zu lenken, wird für den Biologieunterricht aufgegriffen. Im Rahmen eines Rollenspiels gestalten die SchülerInnen Flyer zu verschiedenen Flaggschiffarten für Zoobesucher als Zielgruppe.

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Schildkröte schwimmt im Meer.
Verständnis für die Aufgabe von Naturkundemuseen entwickeln Bewahrer der biologischen Vielfalt
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 9-11

Naturkundemuseen und wissenschaftliche Sammlungen dokumentieren das vorhandene Wissen über die biologische Vielfalt von Arten und unterstützen ihre Identifikation. Dadurch leisten sie einen entscheidenden Beitrag zum Artenschutz. Die SchülerInnen setzen sich fachlich mit der Klärung des Begriffs Typusexemplar auseinander und vollziehen in der Praxis die einzelnen Schritte nach, die zum Erstellen einer Sammlung notwendig sind. In einem abschließenden Rollenspiel diskutieren sie, ob es heutzutage noch angebracht ist, umfangreiche Sammlungen zu erstellen.

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Frosch taucht aus einem Teich auf.
Wissenschaftliche Datenbanken zur Recherche nutzen Unsere nächsten Verwandten sind bedroht!
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 11-13

Man achtet und schützt nur, was man kennt. Daher ist es sinnvoll, Informationen zu den Primaten zu sammeln, zu analysieren und Erkenntnisse daraus abzuleiten. Die SchülerInnen nutzen internationale, wissenschaftliche Datenbanken, um aktuelles Wissen zur Vielfalt der Arten, zu den unterschiedlichen Lebensweisen und Lebensräumen und auch über die anthropogenen Einflüsse, durch die unsere nächsten Verwandten bedroht sind, zusammenzustellen.

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Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einem anatomischen Modell.
Das Konzept "One-Plan-Approach" begreifen und bewerten Artenschutz als Teamarbeit
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 11-13

Die Abgrenzung zwischen Artenschützern, die vorrangig im Freiland oder in Zoos agieren, lösen sich zunehmend auf. Die SchülerInnen setzen sich mit den Ansätzen des ex situ- und in situ-Artenschutzes auseinander und ordnen deren Schnittmengen durch den One-Plan-Approach zu. Abschließend übertragen sie das neue Artenschutzkonzept auf das konkrete Beispiel Löwenäffchen.

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Nebelwald in Südamerika.
Aussterbeprognosen veranschaulichen Wie lange gibt es mich noch?
Friedrich+ Kennzeichnung Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 11-13

Nicht alle Arten sind in gleichem Maße durch menschliche Einflüsse vom Aussterben bedroht. Die Sensitivität hängt von mehreren Faktoren ab. Die SchülerInnen bestimmen Populationsgrößen, berechnen die Aussterbewahrscheinlichkeit von verschiedenen Arten und errechnen die effektive Größe einer Population. Abschließend bestimmen sie die Größe von Lebensräumen zum Schutz verschiedener Arten.

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Frosch taucht aus einem Teich auf.
Einfluss von ökologischen Faktoren auf die Schellente
Friedrich+ Kennzeichnung Abitur & Prüfung Schuljahr 11-13

Die Schellente ist ein Tauchvogel, der überwiegend an stehenden Gewässern und größeren Binnengewässern lebt. Die SchülerInnen definieren zunächst, was man unter biotischen und abiotischen Faktoren in der Ökologie versteht und erstellen dann mithilfe eines Steckbriefes eine Mind-Map zu den biotischen Faktoren, die auf die Schellente einwirken. Abschließend beschreiben und erläutern sie, wie es zu Aufenthaltsveränderungen der Schellente im Winter 2011 und 2012 in Mecklenburg-Vorpommern kommen konnte.

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Löwenzahn wächst in einer Pflasterritze.
Baummarder – Schellente: eine typische Räuber-Beute-Beziehung?
Friedrich+ Kennzeichnung Abitur & Prüfung Schuljahr 11-13

In den skandinavischen Brutgebieten werden viele Schellenten von Baummardern gejagt. Die SchülerInnen beschreiben die Rolle des Baummarders innerhalb des Nahrungsnetzes und schätzen ab, ob eine Schellente in das Beutespektrum eines Baummarders passen könnte. Sie stellen die Lotka-Volterra-Regeln einzeln grafisch dar und fassen die Aussagen der Regeln jeweils kurz zusammen. Weiterhin überprüfen sie, ob und inwieweit Regeln auf die Beziehung Baummarder-Schellente angewendet werden können. Abschließend diskutieren die SchülerInnen, inwieweit ein Artenschutz für die Schellente in ihren Brutgebieten in Finnland sinnvoll ist.