Verschiedenes
Ulrich Kattmann (2017): Das Feigenblatt und die Geschlechtlichkeit des Lebendigen Geschichten aus der Biologiedidaktik. BoD Books on Demand, ISBN: 978-3-7460-3364-2
„Ich halte das Buch für einen sehr gelungenen Mix aus persönlichen Anekdoten und allgemeiner Information und Einschätzung, immer wieder eingebettet in gesellschaftliche und politische Kontexte. So aufschreiben kann das nur ein Zeitzeuge und mit so leichter Feder können es die Wenigsten! Vieles aus dem Buch wäre in diesen ahistorischen Zeiten ansonsten dem großen Vergessen heimgefallen.
Dittmar Graf
„Für mich ist dieses launig und in mancher Hinsicht auch kritisch geschriebene Buch eine kleine Reise in die eigene berufliche Vergangenheit. Die Episoden des „Vollblut-Didaktikers lassen viele Weggefährten in Text und Bild zu Wort kommen und bieten so einen Spiegel der Biologiedidaktik in ihrer Entwicklung zur eigenständigen und unverzichtbaren Wissenschaft.
Christiane Högermann
„Gibt es ein größeres Kompliment an den Autor als das, wenn der interessierte und geneigte Leser nach dem letzten Satz „Biologiedidaktik betreiben und nichts als dieses mit großem Bedauern, weil er gern weitergelesen hätte, das Buch zuklappt es wieder zur Hand nimmt und einzelne Passagen erneut genießt! Das Buch liest sich nicht nur gut, indem es anekdotisch amüsant Episoden aus der Geschichte der Biologiedidaktik schildert, es spiegelt auch mein „biodidaktischen Leben und womöglich das vieler anderer Leser wider. In den „Empfehlungen an die Jungen wird Ulrich Kattmann besonders deutlich: Biologiedidaktik darf sich nicht mit der Anwendung erziehungswissenschaftlicher Methoden begnügen, sondern muss sich eigenständig um das Verstehen und Lernen von Biologie bemühen. Damit ist zur aktuellen Didaktik-Szene alles gesagt.
Jürgen Langlet
Jedes Organ hat seine eigene biologische Uhr
Wie der zirkadiane Rhythmus in verschiedenen Organen abläuft, wurde bisher vor allem an Tiermodellen wie Drosophila oder nachtaktiven Arten wie der Maus durchgeführt. Diese Tiere haben jedoch einen ganz anderen Tagesrhythmus und somit ganz andere biologische Uhren. Daher haben nun Forscher des Inserm (Abteilung „Stem Cell and Brain Institute) in Zusammenarbeit mit amerikanischen Kollegen die RNA von mehr als 25.000 Genen von 64 Organen und Geweben in nicht-menschlichen Primaten analysiert. Sie fanden heraus, dass 80% der zyklisch exprimierten Gene für Proteine kodieren, die wesentliche Funktionen des Zelllebens erfüllen (Abfallentsorgung, DNA-Replikation und -Reparatur, Stoffwechsel, usw.).
Die Anzahl und die Art der zyklisch exprimierten Gene variieren jedoch stark je nach Gewebe. Es gibt etwa 3000 in der Schilddrüse oder im präfrontalen Kortex, aber nur 200 im Knochenmark: weniger als 1% der „rhythmischen Gene (rhythmische Aktivität) in einem Gewebe sind ebenfalls in anderen Geweben rhythmisch. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den 64 Geweben besteht in den Spitzen der Genexpression während des Tages: am späten Morgen und am frühen Abend. Die erste und wichtigste Expressionsspitze wird zwischen 6 und 8 Stunden nach dem Aufwachen mit mehr als 11.000 exprimierten Genen erreicht. Bei der zweiten werden etwa 5.000 Gene in den Geweben aktiviert. Über Nacht weisen die Zellen kaum Aktivität auf. 82% der rhythmischen Gene kodieren Proteine, auf die heute verabreichte Medikamente abzielen oder im Blickpunkt künftiger Behandlungen liegen. Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, die biologische Uhr zu berücksichtigen, damit Medikamente zur richtigen Tageszeit verabreicht werden, um so die Effizienz zu verbessern und Nebenwirkungen zu reduzieren. Deshalb wollen die Forscher einen Atlas vorbereiten, um das Expressionsprofil jedes einzelnen Gens in den verschiedenen Organen innerhalb eines 24-Stunden-Rhythmus zu kennen.
Mure, L. S./Le, H. D. u.a. (2018). Diurnal transcriptome atlas of a primate across major neural and peripheral tissues. Science, eaao0318
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aus: Unterricht Biologie Nr. 433 / 2018

Verdauung

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