Ökologisches Gleichgewicht

Spinnen fressen massenhaft Insekten

Spinnen gehören zu den artenreichsten und weitest verbreiteten räuberischen Tierarten. Weltweit gibt es mehr als 45.000 Spezies mit Besiedlungsdichten von bis zu 1.000 Individuen pro Quadratmeter. Neue Berechnungen zeigen: Spinnen haben als Insektenfresser eine große ökologische Bedeutung.

Spinne frisst Insekt
Spinne

Der Spitzenreiter der räuberischen Tierarten

Die globale Spinnengemeinschaft frisst jährlich etwa 400-800 Millionen Tonnen Beutetiere. Dieses haben die Wissenschaftler mit zwei auf unterschiedlichen Modellen beruhenden Berechnungsmethoden übereinstimmend ermittelt. Mehr als 90 Prozent der getöteten Beutetiere sind Insekten und Springschwänze (Collembolen). Außerdem erbeuten große tropische Spinnen gelegentlich auch kleinere Wirbeltiere zum Beispiel Frösche, Eidechsen, Schlangen, Fische, Vögel und Fledermäuse.

Zum Vergleich: Die menschliche Weltbevölkerung verzehrt nach Aussagen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) jährlich etwa nur 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch.

Zeitschrift
Biologie 5–10 Nr. 26/2019 Insekten

Aktuell nehmen Insekten einen eher kleinen Raum in den Lehrplänen ein. Das Heft zeigt zahlreiche Möglichkeiten auf, Lehrplaninhalte an Beispielen aus der Welt der Insekten zu bearbeiten.

39,40 EUR Preise jeweils zzgl. Versandkosten

Produkt ansehen

Die Spinne als natürlicher Feind der Insekten 

Durch die Berechnungen der Forscher lässt sich erstmals global quantifizieren, dass Spinnen wichtige natürliche Feinde von Insekten sind. Zusammen mit den übrigen Insektenfressern, wie zu Beispiel Vögeln oder Ameisen, tragen sie dazu bei, die Populationsdichten von Insekten signifikant zu reduzieren. Spinnen tragen dadurch wesentlich zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichtes der Natur bei.


Martin Nyffeler, M; Birkhofer, K. (2017): An estimated 400-800 million tons of prey are annually killed by the global spider community.

Fakten zum Artikel
Fachwissen Schuljahr 5-13