Ökosystem Wald

Nahrungsbeziehungen im Wald

Die Wälder stellen weltweit wichtige Lebensräume dar. Die Nahrungsbeziehungen rund um einen Baum und innerhalb des gesamten Lebensraums Wald lassen sich mithilfe von Nahrungsnetzen darstellen.

Nahrungsbeziehungen im Wald
Der Fichtenkreuzschnabel ist Teil der Nahrungsbeziehungen im Wald. ©Xaver Klaussner - stock.adobe.com

Die Wälder stellen weltweit wichtige Lebensräume dar. In Deutschland findet man hauptsächlich sommergrüne Laubwälder. Das sind Eichen-Hainbuchenwälder, Buchen- und Buchenmischwälder. Es gibt aber auch nadelholzreiche Gesellschaften mit Fichten und Tannen und nur geringen Buchenanteilen. In Abhängigkeit von den Tierarten bilden sich verschiedene Nahrungsbeziehungen im Wald aus.  

Der Wald ist Lebensraum für viele Tiere

Man schätzt, dass in einem Buchenwald bis zu 7.000 verschiedenen Tierarten beheimatet sind. Jeder einzelne Waldbaum ist «Wohnraum» für eine Vielzahl von Tieren. Auf Fichten und Kiefern findet man z.B. folgende Gliedertiere: Staubläuse, Spinnen, Blattläuse, Schmetterlingsraupen, Käfer und Mücken. Dabei ist die Kiefer besonders bei Mücken beliebt und die Fichte bei Spinnen.

Nahrungsbeziehungen im Wald bestehen zwischen verschiedenen Tierarten  

Die Eiche ist als eine Baumart bekannt, die mit den sehr vielen Tierarten in Interaktion steht. Ökologen vermuten, dass bis zu 1.000 Arten mit der Eiche vergesellschaftet sind, davon mehr als 300 Schmetterlingsarten. Zwischen allen tierlichen Bewohnern und Besuchern entstehen Nahrungsbeziehungen, so dass Waldbäume ganz unterschiedliche Nahrungsnischen bieten. Meisen, Fichtenkreuzschnabel und Grünsprecht findet man beispielsweise in der Spitze von Fichten. Gartenbaumläufer und Drossel leben im unteren Teil. Die Nahrungsbeziehungen rund um einen Baum und innerhalb des gesamten Lebensraums Wald lassen sich mithilfe von Nahrungsnetzen darstellen. Alle Lebewesen des Waldes sind in Stoffkreisläufe eingebunden.

Unterrichtseinheiten zum Ökosystem Wald

Innovative Unterrichtseinheiten zum Thema Ökosystem Wald finden Sie in der Ausgabe „Wald erleben“ von Biologie 5-10:

Welcher Baum steht vor mir?
Welche Bodenlebewesen gibt es im Wald?
Welchen Beitrag leistet Totholz im Wald?


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Der Mensch greift in die Nahrungsbeziehungen im Wald ein

Doch oft greift der Mensch in das Gefüge des Lebensraums Wald aktiv ein. In wirtschaftlich genutzten Wäldern wird z.B. der Rotwildbestand durch künstliche Fütterungen sehr hoch gehalten. Junge Baumtriebe und die Rinde der Äste sind bevorzugte Nahrung dieser Waldtiere. Ein überhöhter Bestand führt deshalb zu großen Fraßschäden an den Waldbäumen. Es kommt zu einer Verbuschung der Bäume, wodurch eine natürliche Verjüngung des Waldes erschwert bzw. verhindert wird.

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