Kennzeichen des Lebendigen

Ist Leben auf dem Mars möglich?

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt zum zweiten Mal zur Raumstation ISS. Der Name seiner Mission lautet "Horizons". Sie lenkt den Blick auf die nächsten Etappen der Raumfahrt: die Besiedelung von Mond und Mars.

Der Mars
Der Mars gleicht einer kalten, kargen Wüste - und doch glauben Wissenschaftler fest daran, den Planeten besiedeln zu können. Foto: © Vadim Sadovski / shutterstock.com

Sind wir allein oder gibt es noch anderswo im Weltall Leben?

Eine der klassischen Stunden jedes Biologieunterrichtes beschäftigt sich mit der Frage nach der Definition des Lebendigen. Häufig wird diese über sogenannte Kennzeichen des Lebendigen konkretisiert. Dazu zählen der Aufbau aus Zellen, Gestalt, Wachstum und Entwicklung, Stoffwechsel, Reizbarkeit und Bewegung, Fortpflanzung und Vererbung und Veränderbarkeit. Von praktischer Bedeutung ist die Frage nach der Definition von Lebendigem bei der Erforschung des Weltraums durch den Menschen. Diese wird u. a. durch die Frage geleitet, ob wir in den Weiten des Weltraumes „allein“ sind oder ob auf anderen Planeten ebenfalls Leben existiert.

Können Menschen auf dem Mars überleben?

Aufmerksamkeit erhielt die Suche nach extraterrestrischem Leben zuletzt durch die Landung des Rovers „Curiosity“ im Sommer 2012. Ebenso spannend ist das Vorgehen, das vom kommerziellen Unternehmen MarsOne verfolgt wird. MarsOne hat sich zum Ziel gesetzt, eine bemannte Einweg-Marsmission für das Jahr 2023 zu realisieren, bei der die Teilnehmer über die Medien gecastet werden. Da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Expedition nicht auf die Erde zurückkehren können, ist es für sie von größter Bedeutung zu klären, ob (und wie lange) sie unter den Bedingungen der Marsoberfläche überleben können, beziehungsweise welche Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Marsoberfläche für Menschen bewohnbar zu machen (Terraforming).

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Unterricht Biologie Nr. 397/398 2014 Modelle Online-Dokument

Modelle dienen nicht nur zur Präsentationen biologischer Konzepte oder Theorien, sondern sind Werkzeuge naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung. Das Themenheft liefert praktische Anregungen, anhand derer Schülerinnen und Schüler diese Modellkompetenz entwickeln und ausbauen können.

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Helfen Modellexperimente Antworten zu finden?

Zur Simulation komplexer Situationen, wie z.B. der Lebenssituation auf dem Mars, in der die Zahl und das Zusammenspiel beteiligter Variablen unklar ist, setzt die Wissenschaft Modellexperimente ein. Dadurch wird eine Konzentration auf eine überschaubare Zahl von Variablen ermöglicht. Aus diesen Variablen können Hypothesen über die Realität abgeleitet und überprüft werden. Immer wieder wird in diesem Prozess ein Modell als Repräsentation eines Ausgangsobjekts hinterfragt, bewertet und weiterentwickelt. Mit Blick auf den Unterricht ist die bewusste Aufmerksamkeit, die dem Modell beigemessen wird, von großer Bedeutung. Sie trägt dazu bei, dass die SchülerInnen bereits in niedriger Klassenstufe das Modell als Werkzeug zum Zweck der Erkenntnisgewinnung kennenlernen und sich den Weg von der Idee zum Modell erarbeiten können. Und somit ist klar: Die Entwicklung von Modellexperimenten zu den Kennzeichen des Lebendigen gibt den Schülerinnen und Schüler Hinweise darauf, ob ein Leben auf dem Nachbarplaneten der Erde möglich ist.

Gibt es Leben auf dem Mars? Lehrerinformation, Unterrichtsverlauf und Materialien

Fakten zum Artikel
Unterricht (45-90 Min) Schuljahr 5-13
  • Thema: Ökologie
  • Autor/in: Thomas Gerl (bearbeitet von Stefanie Krawczyk)