Artenvielfalt

22. Mai: Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Am 22. Mai 1992 beschlossen die UN-Mitgliedsstaaten ein Übereinkommen, die biologische Vielfalt zu erhalten. Seit 2001 wird dieses wichtige Maßnahme für den Artenschutz mit einem Feiertag geehrt.

Biologische Artenvielfalt
Die Artenvielfalt der Natur. Foto: © Starover Sibiriak / stock.adobe.com

Im Jahr 2001 wurde der Internationale Tag der biologischen Vielfalt von den Vereinten Nationen (UN) eingeführt. Er erinnert an das UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt, das am 22. Mai 1992 von allen Mitgliedsstaaten angenommen wurde. Im Fokus des Übereinkommens stehen der Erhalt der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.

Vielfalt inspiriert

Die biologische Vielfalt ist zurecht schützenswert. Durch sie zeigt sich, wozu die Natur fähig ist. Immer wieder überrascht sie mit neuen Strukturen und Abläufen, die mitunter auf Anhieb nicht erklärt werden können. So wurde der Mechanismus zum Farbwechsel des Chamäleons erst 2015 wirklich verstanden. Andere Besonderheiten, wie die charakteristische Kopfform des Hammerhais, geben der Wissenschaft bis heute Rätsel auf.

Vielfalt schützt

Sofern verstanden, dient die Vielfalt der Natur immer wieder als Vorbild. Dank der feinen Struktur von Haihaut werden heute neuartige Schiffsoberflächen getestet. Diese schützen den Rumpf vor Bewuchs und verringern so den Widerstand im Wasser. Dadurch sinken der Energieverbrauch und somit auch die Umweltbelastung. Die Dynamik von Katzenpfoten inspirierte die Industrie zu Autoreifen. Durch ein besonderes Profil versprechen diese Reifen eine bessere Haftung am Untergrund, wodurch das Unfallrisiko verringert werden soll.

Zeitschrift
Unterricht Biologie Nr. 425/2017 Saumbiotope – Grenzen und Übergänge

Saumbiotope übernehmen wichtige ökologische Funktionen. Beim Erkunden eines solchen Ökotons wird die Artenkenntnis der SchülerInnen gefördert. Sie wenden Methoden aus der Ökologie an und erschließen sich Nahrungsbeziehungen.

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Vielfalt bringt Zukunft

Die Erfroschung biologischer Vielfalt ist daher kein reiner Selbstzweck. Vielmehr birgt die biologische Vielfalt einen großen Schatz an Lösungsansätzen für das Zusammenleben der Lebewesen auf Erde. Sie lädt somit nicht nur zum Staunen ein, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil der Zukunft allen Lebens auf der Erde.

Biologische Vielfalt als Unterrichtsthema

Das Thema Artenvielfalt bietet sich auch für den Schulunterricht an. Mit den vielen Bestimmungshilfen aus UB 426 „Tiere und Pflanzen entdecken & bestimmen“ können Schülerinnen und Schüler über Fotos, Grafiken und Steckbriefe ganz eigenständig die typischen Arten der näheren Umgebung bestimmen und ökologisch einordnen.  Das UB 427 „Artenschutz“ berichtet über Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt und bietet abwechslungsreiche Unterrichtskonzepte zu dem Thema für Lehrerinnen und Lehrer an.


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