Kontrolliertes Miteinander

Gut organisiert im strukturierten Klassenzimmer

Jeder Lehrer strebt ein vertrauensvolles, kontrolliertes Miteinander im Klassenzimmer an. In der Realität scheitert dieser Traum des störungsfreien Unterrichts jedoch oft an kleinen Fehlern. Sie wollen endlich ein stressfreies Klassenzimmer unterrichten? Unsere Tipps helfen, eine erfolgreiche Dynamik zwischen Lehrer und Schülern zu erarbeiten.

Ein Klassenraum
Erstellen Sie eine Sitzordnung für alle neuen Klassen und überprüfen Sie sie regelmäßig. Es ist sinnvoll, sie verbindlich in der Klasse einzuführen. Foto: © Rido/stock.adobe.com

Schulweite Regeln

Es ist ratsam, die an der Schule geltenden Disziplin- und Verhaltensregeln für das Klassenzimmer oder Regeln zum Einsatz von Belohnungen und Sanktionen genau zu studieren und gegebenenfalls die neuen Methoden darauf abzustimmen.

Das Klassenzimmer

Es ist optimal, Tische und Stühle im Klassenzimmer so anzuordnen, dass Sie jederzeit und ohne Schüler umsetzen oder stören zu müssen, zu jedem Einzelnen von ihnen gelangen können. Überlegen Sie sich, welche Anordnung mit welcher Gruppe funktioniert. Auch wenn Sie den Schülern angewöhnen müssen, die Tische jedes Mal umzustellen, kann sich dieser Zeitaufwand durchaus lohnen, wenn so weniger Störungen auftreten. Sehen Sie bestimmte Stellen im Klassenzimmer für den Aushang von Verhaltensregeln vor  und machen Sie diese bekannt. Der Aushang ist sowohl für die Schüler als auch für Sie gedacht und sollte von überall im Klassenzimmer gut sichtbar, nicht durch Pult oder Schränke verdeckt und in großen Buchstaben verfasst sein. Am effektivsten ist es natürlich, wenn die Schüler ihn sich selbst erarbeitet und gestaltet haben, doch gewisse Vorgaben dafür sind sicherlich sinnvoll. Ein Aushang mit Verhaltensregeln stellt die Schüler langsam auf die anstehenden Veränderungen ein und neue Regeln, Rituale und Bemerkungen können dort ganz einfach schriftlich festgehalten werden.

Verbindliche Sitzordnung

Erstellen Sie eine Sitzordnung für alle neuen Klassen und überprüfen Sie sie regelmäßig. Es ist sinnvoll, sie verbindlich in der Klasse einzuführen und das Umsetzen von Schülern als Belohnung oder Sanktion einzusetzen. Solange Sie noch nicht alle Vornamen kennen, können die Schüler Namensschilder verwenden (jüngere Schüler können diese selbst basteln). Das Beste ist es sicherlich, alle Namen  so schnell wie möglich zu lernen. Die Schüler kennen Ihren Namen sofort und einen Schüler mit „Du“ oder „Du im roten Pulli“ anzusprechen ist keine gute Voraussetzung für den Aufbau einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung.


Quelle: Dieser Artikel ist ein in Teilen redaktionell bearbeiteter Auszug aus dem Fachbuch: Dix, P. (2011): Erfolgreiches Classroom-Management: Teachers Guide, S. 4-5, bearbeitet von Abelina Junge, 22.05.2019, Hannover.