Ohne Worte

Die besten Tipps für eine gute Körpersprache im Unterricht

Zu schnell, zu hektisch, zu nah dran. Die falsche Körpersprache kann Kommunikationsansätze ohne ein Wort zum Scheitern verurteilen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Körpersprache im Unterricht zu Ihrem Vorteil einsetzen können.

Zwei Frauen geben sich einander zugewandt die Hand
Zugewandt, freundlich offen: Um erfolgreich mit den Schülern zu kommunizieren, ist die richtige Körpersprache ein entscheidendes Mittel. Foto: © contrastwerkstatt/fotolia.com

Entspannte Grundeinstellung

  • Gestikulieren Sie mit der ganzen Hand statt mit dem Finger oder lassen Sie die Hände am Körper.
  • Zeigen Sie eine klare und offene Mimik.
  • Treten Sie von einem schwierigen Gespräch zurück, um in sich zu gehen.
  • Nähern Sie sich dem Arbeitsbereich eines Schülers langsam.
  • Sprechen Sie mit Schülern auf Augenhöhe und stellen Sie Blickkontakt her.
  • Nehmen Sie eine entspannte Körperhaltung ein, die Arme lässig an der Seite herabhängend und die Fäuste geöffnet.

Vermeiden von falschen Signalen

  • Zeigen Sie nie mit dem Finger auf Schüler oder auf die Tür.
  • Verdrehen Sie nie Ihre Augen.
  • Drehen Sie nie einem Schüler den Rücken zu, während er mit Ihnen spricht.
  • Sehen Sie einem Schüler nie von hinten über die Schulter.
  • Verletzen Sie nicht die Privatsphäre des Schülers.
  • Halten Sie keinen langgedehnten Blickkontakt (in vielen Kulturen wird das als aggressive Verhaltensweise gedeutet).
  • Machen Sie keine aggressiven Berührungen oder Gesten.
  • Machen Sie keine abwertenden Handbewegungen.
  • Konfiszieren Sie Gegenstände nicht, indem Sie sie einfach wegschnappen.
  • Vermeiden Sie eine starke Anspannung der Gesichtsmuskeln, insbesondere der Augenbrauen.
  • Verdeutlichen Sie keine körperliche Überlegenheit mithilfe Ihrer Körpergröße.
  • Machen Sie keine hektischen oder überraschenden Bewegungen.

Gegenseitige Unterstützung

Während es recht einfach ist, den Einsatz von Formulierungen, Worten, Sprachebenen und Körpersprache zu planen, ist es hingegen sehr schwierig, ihre Wirkung nach außen zu beobachten und zu beurteilen. Hier empfehle ich, Kollegen, die im Rahmen von Unterrichtsbesuchen in Ihre Klasse kommen, darum zu bitten, Ihren Einsatz verbaler sowie nonverbaler Sprache beobachten und zu kommentieren. Geben Sie ihnen eine Checkliste mit verbalen und nonverbalen Kommunikationsstrategien, die Sie versuchen, in Ihrem Unterricht umzusetzen und bitten Sie sie, folgende Punkte zu beobachten und zu beurteilen:

  • zu oft verwendete Wörter und Formulierungen;
  • Reaktionen und Erwiderungen der Schüler auf neue Sprache;
  • Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo und Stimmlage.

Quelle: Dieser Artikel ist ein in Teilen redaktionell bearbeiteter Auszug aus dem Fachbuch: Dix, P. (2011): Erfolgreiches Classroom-Management: Teachers Guide, S. 55-56, bearbeitet von Abelina Junge, 22.05.2019, Hannover.