Calliope mini

Heimlicher Star beim IT-Gipfel

Der Calliope mini ist ein Einplatinencomputer, der hauptsächlich an Grundschulen eingesetzt wird. Entwickelt wurde er von der gemeinnützigen Calliope GmbH. Ihr Ziel ist es, jeden Drittklässler mit dem Mini-Computer auzustatten.

Der Calliope mini ist Mini-Computer mit vielen Anwendungsmöglichkeiten.
Der Calliope mini ist Mini-Computer mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Foto: © Calliope GmbH

Beim Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung im November letzten Jahres erhielt der „Calliope mini“ viel Aufmerksamkeit.

Das Geld ist knapp

Trotz Zusage der Bundesländer Bremen und Saarland und der in Aussicht gestellten aus Nordrhein-Westfalen fehlen für eine flächendeckende Verteilung des Mini-Computers jedoch die Zusagen der anderen Bundesländer. Und es fehlt an Geld – trotz der Förderzahlungen, die von Seiten der Deutschen Telekom Stiftung bereits fließen und von Google sowie Microsoft im Anschluss an den IT-Gipfel in Aussicht gestellt wurden. Deshalb startete die Calliope gGmbh eine Crowdfunding-Kampagne, die nicht nur Bastler anspricht, sondern sich insbesondere an Lehrkräfte wendete, die Interesse haben, den „mini“ in ihrem Unterricht einzusetzen und für die spezielle Weiterbildungsangebote als Onlinekurse zur Verfügung stehen. Wer sich mit 30 Euro beteiligt hat, erhielt ein Calliope-Starterset oder bekam für eine Einzahlung von 750 Euro ein Schulklassen-Set mit 25 Geräten, inklusive Bedienungsanleitungen und frei verwendbaren Lehrmaterialien eines bekannten Schulbuchverlages. Erklärtes Ziel der Crowdfunding-Kampagne, die nach Angaben der Initiatoren nur als Übergangslösung gedacht ist: Über genügend Gelder zu verfügen, um jedes Jahr allen Drittklässlern einen „mini“ bereitstellen zu können.

Kleiner Alleskönner

Der sternförmige „Calliope mini“ ist ungefähr sieben mal acht Zentimeter groß, hat ein aus 25 LEDs bestehendes Display, besitzt einen bluetoothfähigen Prozessor, der die Kommunikation mit anderen Eingabegeräten wie Smartphones oder Tablets ermöglicht, und verfügt über vier Input-Output Kontakte zum Anschließen oder Basteln, von denen zwei berührungssensitiv sind. Zusätzlich dazu ist er mit einem Lage- und Beschleunigungssensor, einem Mikro-USB-Anschluss und zwei so genannten Grove-Anschlüssen ausgestattet, die das Anschließen von externen Geräten wie z.B. Lautsprecher oder Mikrofonen erlauben. Die Programmierung des Mini-Computers ist bisher über drei verschiedene Editoren möglich, die nach Angaben der Entwickler besonders für Programmier-Anfänger geeigneten sind. Der Computer könne z.B. als Schrittzähler, Zufallsgenerator oder zur Steuerung von Robotern eingesetzt werden. Kinder würden auf spielerische Weise erfahren, was Algorithmen sind, wie Computer arbeiten und wie Programme, Schaltungen sowie Sensoren funktionieren.

dbey