Tipps für den Distanzunterricht

Mit diesen vier Tipps können Lehrkräfte Eltern helfen

Beim Homeschooling ist es nicht damit getan, die Schülerinnen und Schüler mit ausreichendem Material und Arbeitsanweisungen zu versorgen. Gerade jüngere Kinder benötigen elterliche Unterstützung. Diese Tipps zum Weitergeben helfen den Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern die oft ungewohnte Aufgabe zu meistern.

Homeschooling: Mit einer klaren Struktur klappt es!
Homeschooling: Mit einer klaren Struktur klappt es! Foto: wokandapix/pixabay.com

Unabhängig von den Kommunikationswegen stehen Sie als Eltern vor der Herausforderung, Ihr Kind beim „Homeschooling“ zu begleiten und ggfs. zu unterstützen. Dazu im Folgenden einige Tipps:

1. „Hilfe – so viel Material!“ – Oder: Wie bekommen wir den Überblick?

  • Ihr Kind erhält für einen Großteil seiner Schulfächer (in der Grundschule mindestens für die Hauptfächer) zu bearbeitendes Material mit entsprechenden Aufgaben und ggf. Fristen, bis wann diese erledigt sein sollen. Eventuell gibt es ergänzende Hinweise, wie die bearbeiteten Aufgaben zu dokumentieren sind, so dass in Zeiten wieder geöffneter Schulen darauf zurückgegriffen werden kann. Ein übersichtliches System hilft, den Überblick zu behalten.
     
  • Richten Sie einen festen Platz für alle benötigten Materialien wie Bücher, Arbeitshefte, Mappen etc. ein. Für digitales Material legen Sie einen Ordner auf dem Rechner an, auf den Ihr Kind zugreifen kann. Mögliche Unterordner können dann für die einzelnen Schulfächer genutzt werden.
     
  • Die in den Unterordnern abgelegten Dateien sollten aussagekräftig benannt werden, z.B.: „Mathematik_Aufgaben_13.bis20.3.“ oder „E-Mail_Deutsch_15.3.“. Wenn nun der Schulfach-Ordner die Unterordner „Aufgaben“, „Bearbeitung“, „Lösungen“, „E-Mails“ beinhaltet, können alle Dokumente einsortiert und problemlos wiedergefunden werden.
     
  • Für die Verwaltung in Papierform kann entweder das zu bearbeitende Material direkt in den entsprechenden Mappen oder Heften abgelegt werden. Oder es wird zunächst in einem großen Ordner gesammelt und nach erfolgter Bearbeitung entsprechend abgeheftet. Bei letztgenannter Variante ist die Chance groß, dass nichts übersehen wird; außerdem haben Sie und Ihr Kind einen guten Überblick über noch ausstehende Aufgaben.
     

2. „Um acht Uhr geht´s los und um halb zwei ist Schluss!“ – Oder: Wie kompensieren wir den Unterrichtsausfall angemessen?

  • 45 Minuten Schulunterricht und 45 Minuten Arbeit am heimischen Schreibtisch bedeuten nicht dasselbe. Letzteres ist oft intensiver, aber auch eintöniger, da schulische Interaktionsformen wie Partner- und Gruppenarbeit wegfallen. Daher gilt es, mehrere Faktoren im Blick zu haben: Mit welcher Sorgfalt und Konzentration hat mein Kind an seinen Aufgaben gearbeitet? Wie erfolgreich war es bei der Bearbeitung? Gerade das Erarbeiten neuer Lerninhalte kann eine große Herausforderung darstellen.
     
  • Scheuen Sie sich ggfs. nicht, die Lehrkräfte zu kontaktieren und um Hilfe zu bitten. Dies betrifft nicht nur fachliche Fragen, sondern auch das Gefühl von Überforderung Ihres Kindes. Die Lehrer/innen Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter wählen die Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen aus. Ohne entsprechende Rückmeldungen werden sie davon ausgehen, dass die Auswahl angemessen war.
     
  • Um das Tagespensum im Blick zu behalten, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Arbeitspläne erstellen: An welchem Tag erledige ich welche Aufgaben? Manche Kinder vertiefen sich gern pro Tag in ein Fach, andere mögen die Abwechslung und arbeiten täglich für unterschiedliche Fächer. Erlaubt ist, was die Vorgaben der Schule hergeben.

3. „Jetzt konzentrier´ dich mal!“ – Oder: Was ermöglicht konzentriertes Arbeiten zu Hause?

  • Ein aufgeräumter, ausreichend beleuchteter Arbeitsplatz ohne mögliche Störquellen wie Handys, Musik oder Fernsehen im Hintergrund.
     
  • Rücksichtsvolle Familienmitglieder.
     
  • Regelmäßige Pausen – das kann schon nach 15 Minuten der Fall sein – mit Zeit zum Essen und Trinken, zum Bewegen (auch an der frischen Luft), für Gespräche.

4. „Das klappt überhaupt nicht!“ – Oder: Worüber rege ich mich eigentlich auf?

Ihr Kind ist gefordert, in dafür ungewohnter Umgebung, konzentriert über längere Zeiträume hinweg Schulstoff zu bearbeiten. Auch die Lehrkräfte müssen Material in für sie ungewohnter Weise aufbereiten. Und Sie als Eltern sind noch einmal besonders gefordert, indem Sie, neben Ihren alltäglichen Aufgaben und ggfs. eigenen Homeoffice-Aktivitäten, das „Homeschooling“ Ihres Kindes begleiten müssen. Von daher dürfen sie geduldig mit allen Beteiligten, insbesondere sich selbst sein.

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