Kommunikation nach der Schulschließung

Kostenlose Softwareplattformen im Schnellcheck

Letzte Woche noch mit Ihren Schülern im Klassenraum – jetzt plötzlich „Corona-Ferien“. Die aktuelle Krise macht vor niemandem halt und nimmt keine Rücksicht auf Lehrpläne, Abitur- und Abschlussprüfungen und fehlende Betreuungsangebote. Das ist für alle Beteiligten neu und stellt uns vor völlig neue Herausforderungen. Lesen Sie hier, mit welchen kostenlosen Tools Sie die Kommunikation im Team weiterhin aufrechterhalten.

Foto: Jonas Leupe/unsplash.com

Viele Unternehmen nutzen die Gelegenheit um Produkte und Services kostenlos zur Verfügung zu stellen, um so auf die Schnelle Unterstützung zu bieten – aber natürlich auch um die Gunst der Stunde zu nutzen, um auf die eigenen Produkte aufmerksam zu machen. So auch Microsoft. Microsoft hat seit knapp 2 Jahren, neben der hauptsächlich privat genutzten und sehr bekannten Software Skype, auch ein professionelles Online-Meeting-Tool namens Microsoft Teams im Angebot. Teams wird allen Nutzern aufgrund der Corona-Krise bis Ende des Jahres kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir haben das zum Anlass genommen, uns ein paar bekannte und derzeit kostenlos verfügbare Tools anzuschauen und geben Ihnen hier Empfehlungen für verschiedene Szenarien.

Teams

Teams Professional ist ein sogenanntes Kollaborations-Tool. D.h. es verbindet verschiedene Programme, die im Microsoft 365-Abo enthalten sind, sinnvoll miteinander. So ist z. B. Microsofts-Cloud-Speicher OneDrive direkt eingebunden, um gemeinsam auf Dateien zugreifen zu können, Freigaben zu verwalten und vieles mehr. Der Benutzer spart sich damit das Hantieren mit unterschiedlichen Lösungen und kann alles in einem Tool erledigen.

Pro
  • Sehr umfangreich
  • Bis 2021 kostenlos, danach ab etwa 5 € pro Nutzer und Monat
Contra
  • Microsoft-Account für die Anmeldung notwendig

Skype

Die bekannte Videokonferenz-Software Skype ist ein reines Kommunikations-Tool. D. h. Sie können über Ton und Bild mit bis zu 20 Teilnehmern kommunizieren, chatten oder auch den Bildschirm teilen und gemeinsam Präsentationen ansehen. Hier ist keine Plattform für den Datenaustausch enthalten, dafür müssen Sie ggf. auf zusätzliche Dienste wie Dropbox oder ähnliches zurückgreifen.

Pro
  • Dauerhaft kostenlos
  • Etabliert und gut verbreitet
Contra
  • Max. 20 Teilnehmer
  • Jeder Teilnehmer benötigt einen eigenen Microsoft-Account  
  • Reines Kommunikationstool
  • Bei mehr als 3 Teilnehmern leidet die Qualität spürbar

Hangouts

Google bietet mit Hangouts ebenfalls die Möglichkeit für Videokonferenzen, Gruppenchats und Online-Präsentationen. Hier können über Google Drive Daten ausgetauscht und über Google Docs und Google Tabellen gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden. Zur Nutzung benötigt der Organisator einen Google Account.

Pro
  • Sehr umfangreiche Tool-Sammlung für die dezentrale Zusammenarbeit
Contra
  • Datenschutz und Datensammlung von Google
  • Google Account des Organisators notwendig

Webex

Eine als persönliche Lizenz kostenlos nutzbare Alternative bietet das Tool Webex. Hier sind Konferenzen mit bis zu 100 Teilnehmern kostenlos möglich. Dazu gibt es kostenlos 1 GB Cloudspeicher für den Datenaustausch untereinander.  Mit „Webex for Education“ bietet der Entwickler auch eine Möglichkeit der umfangreicheren Nutzung für die Zukunft an.

Pro
  • Kostenlose Basisversion
  • Bis zu 100 Teilnehmer in einer Konferenz
  • Cloudspeicher
  • Kein Account notwendig. E-Mail genügt.
Frau arbeitet am Laptop
© StockSnap/Pixabay

Fazit

Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen. Mit einem der hier vorgestellten Tools sollte es Ihnen auf jeden Fall gelingen, die Kommunikation zu Schülern und Schülerinnen sowie dem Kollegium einfach und zeitgemäß aufrechtzuerhalten. Jedes Tool hat Vor- und Nachteile. Wenn Sie bereits ein Microsoft-Konto haben, dann spricht nichts dagegen, Teams auszuprobieren – bedenken Sie nur, dass nach einem Jahr monatliche Kosten anfallen werden.

Google Hangouts empfiehlt sich, wenn Sie bereits im Google-Universum verankert sind. Sie können schnell und einfach mit anderen Menschen kommunizieren – auch wenn diese kein eigenes Google-Konto haben – ein geteilter Link genügt für die Zusammenarbeit mehrerer Personen.

Skype ist eine einfache und etablierte Lösung, ist in seinen Fähigkeiten aber eingeschränkt – außerdem muss auch hier jeder Teilnehmer ein (Microsoft-)Konto haben.

Aus unserer Sicht am interessantesten präsentiert sich Webex. Das Tool bietet bereits in der kostenlosen Variante umfassende Möglichkeiten, wie z. B. den kostenlosen Cloud-Speicher.