Tipps des Grundschulverbands

Grundschulkinder zu Hause – was Eltern tun können

Wenn Sie den Eindruck haben, dass es Eltern schwer fällt, ihre Kinder zu Hause sinnvoll zu beschäftigen, kann ein Elternbrief des Grundschulverbands weiterhelfen.

Grundschulkinder zu Hause – was Eltern tun können
Die alten Brettspiele mal wieder hervorzuholen, bringt die Familie zusammen und ist ein entspannter gemeinsamer Zeitvertreib. Foto: © Kzenon/stock.adobe.com

Grundschulkinder können in der Regel nicht wie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe zu Hause mit digital gestellten Aufgaben versorgt werden. Sie als Lehrerinnen und Lehrer haben den Eltern sicher Hinweise gegeben, wie sie mit ihren Kindern Schulbücher, Arbeitshefte, Wochenpläne und Ähnliches zu Hause nutzen können.

Aber Eltern sind keine Lehrerinnen und Lehrer. Häufig gibt es schon beim regulären Erledigen und Begleiten von Hausaufgaben Probleme. Und ohne täglichen Schulunterricht werden viele Kinder sicher noch schwerer zu motivieren sein als sonst, sich mit Lernmaterialien zu beschäftigen. Niemand darf also erwarten, dass in diesen Wochen ohne Unterricht das Lernen so weitergehen kann wie in der Schule – insbesondere, wo viele Familien auch gerade mit anderen Fragen belastet sind.

Lernen mal anders

Dennoch können Eltern Einiges tun, um ihre Kinder zu sinnvollen Aktivitäten anzuregen, bei denen sie zudem etwas lernen können: etwa gemeinsam lesen und vorlesen, Ratespiele und auch andere Gesellschaftsspiele spielen, kreativ tätig werden – basteln, malen, bauen und konstruieren … Auch gemeinsam singen, tanzen, Theater spielen, Geschichten erzählen kann ein Zeitvertreib sein, der Gemeinschaft stiften und Spaß machen kann.

Vielleicht finden sich bei einer Aufräumaktion auf dem Dachboden oder im Keller, im Küchen- oder Kleiderschrank längst vergessene Spiele, Puzzles, Kostüme, lange nicht mehr getragene Kleidungsstücke oder ungenutzte Utensilien, die neue Anregungen mit sich bringen.

Und sofern es möglich ist, nach draußen zu gehen, kann ein Ausflug ins Grüne ein schönes Erlebnis für alle Familienmitglieder sein, bei dem immer auch etwas gelernt werden kann, gerade jetzt im Frühling, wo sich in der Natur so viel tut.

Gut gestaltet bieten diese Tage der Entschleunigung also sogar eine Chance für Familien, mehr Zeit miteinander zu haben als sonst im dicht getakteten Alltag. Das Ziel, Spannungen zu vermeiden und den Kindern die Tage so angenehm wie möglich zu gestalten, sollte dabei Vorrang haben vor der Erwartung, dass möglichst wenig Schulstoff verpasst werden darf.

Ein Elternbrief als Empfehlung

Wer besorgte Eltern mit solchen Hinweisen beruhigen und unterstützen möchte, kann auch auf einen Elternbrief des Grundschulverbands hinweisen. Das Schreiben enthält eine Fülle an guten Anregungen und Tipps für die Beschäftigung von Kindern und daneben auch Hinweise zur Gestaltung von Strukturen, zum Umgang mit Konflikten und zur Nutzung von Medien im Familienalltag.

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