Lernplattform mebis

Distanzunterricht in Bayern

Aus aktuellem Anlass sind auch Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer aufgefordert, Unterrichtsmaterialien digital zur Verfügung zu stellen und Wege zu finden, aus der Distanz zu unterrichten. Anna-Maria Schirmer ist Mitherausgeberin der Zeitschrift K+U und möchte mit einem Erfahrungsbericht Mut machen, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen.

Direkt auf der Startseite von mebis findet man ein Erste-Hilfe-Paket mit Anleitungen.
Direkt auf der Startseite von mebis findet man ein Erste-Hilfe-Paket mit Anleitungen. Foto: Bildschirmfoto AMS

In Bayern stellt das Kultusministerium seit 2012 das Internetportal mebis für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung.

mebis ist kostenfrei, bietet ein Infoportal, eine Mediathek, eine digitale Tafel, ein Prüfungsportal und eine Lernplattform. Andere Bundesländer arbeiten mit vergleichbaren moodle-Plattformen. Wer die Benutzung von mebis lernen möchte, findet direkt auf der Startseite den Weg zu guten Anleitungen.

Struktur eines mebis-Kurses

Auf der Lernplattform mebis lege ich pro Halbjahr einen Kurs an, in den ich alle Schülerinnen und Schüler einlade. Sind die Lernenden in den Kurs integriert, können wir via mebis Nachrichten austauschen. Jeden Kurs baue ich in Kapiteln auf - meist pro geplanter Doppelstunde ein Kapitel. Wollen sich die Schülerinnen und Schüler auf Prüfungen vorbereiten, finden sie viele Informationen und Inhalte im mebis-Kurs.

Beispiel: Aufbau eines Kapitels im Kurs „Q11_Objekt“.

In der ersten Doppelstunde wird in das Thema „Design“ eingeführt. Dazu legen wir mit der mebis-Tafel eine Mindmap digital an: Assoziationen, Ideen, Gedanken zum Begriff „Design“.

Im mebis-Kurs finden sich die zentralen Informationen zu dieser Stunde sowie Materialien zur vertieften Beschäftigung.  Hier finden die Schülerinnen und Schüler u. a. ein PDF mit einigen Seiten aus einem Schulbuch zur Begriffsklärung.

Flipped-Classroom

Über mebis kann nach dem Flipped-Classroom-Prinzip gearbeitet werden. Dazu gebe ich den Lernenden über die Lernplattform Materialien und einen gezielten Arbeitsauftrag.

In diesem Fall habe ich ein Video per Link (https://youtu.be/DsNsQLj_JDg) in ein Kapitel zum Bauhaus-Design eingefügt (s. Abb.), mit der Aufgabe:

  •  den Filmausschnitt aufmerksam anzusehen,
  •  zentrale Informationen zu erfassen,
  • und dann einen kurzen Text zu verfassen, der die Philosophie des Konzeptes erklärt und der Frage nachgeht, ob das für uns heute noch Gültigkeit hat.
Kapitel zum Bauhaus-Design mit Flipped-Classroom-Aufgabe. Foto: Bildschirmfoto AMS

Weitere Möglichkeiten zur Vermittlung theoretischer Inhalte

Die Lernplattform bietet zahlreiche weitere Möglichkeiten, Unterricht zu gestalten und Schülerinnen und Schüler einzubinden, z. B.:

  • eine Wiki anlegen (Sammlung von Informationen zu einem Thema, die kollaborativ aufgebaut werden kann),
  • Arbeitsblätter austeilen und einsammeln,
  • Erklärvideos teilen.

Auch die mebis-Tafel bietet vielfältige Möglichkeiten, Unterricht digital gestützt zu gestalten.

Praxisprojekte unterstützen oder online anleiten

Bislang habe ich mebis vorwiegend für den Theorieunterricht genutzt, um Materialien zur selbstständigen Vertiefung oder Vorbereitung zu teilen.

Jetzt versuche ich, einen Kurs so aufzubauen, dass alle Teilnehmenden zu Hause bildnerische Projekte entwickeln können. Beispiele werden in den nächsten Tagen über diesen Newsletter verbreitet.

Rechtliches

Materialien aus Lehrwerken, Schulbüchern usw. dürfen benutzt werden – unter folgenden Bedingungen:

  • sofern ein Lehrwerk an der Schule verwendet wird,
  • die Lerngruppe geschlossen ist
  • und der Scan nicht mehr als 10% des Buches beträgt.

Präzise Informationen zu Urheberrecht und Quellennachweis finden sich auf mebis.

Auch die Material-Teile der Hefte von KUNST + UNTERRICHT sind so konzipiert, dass man als Abonnent Arbeitsblätter im Rahmen des Unterrichts an geschlossene Lerngruppen weitergeben darf und kann. Auf dieser Seite finden Sie das komplette Zeitschriften-Archiv von K+U:

Zum digitalen Zeitschriften-Archiv von K+U

Dort können Sie zum Beispiel Dateien aus neueren Heften als PDF downloaden. Eine ausführliche Anleitung dazu, wie das funktioniert, gibt's hier:

Anleitung