Geschichte zu Hause lernen

Die Steinzeit im Internet erleben

Digitale Inhalte wie Websites oder Apps vermitteln Geschichten und Informationen in einer anderen Form als klassische Lehr- und Unterrichtsmittel. Im Gegensatz zu Büchern, Heften oder Aufsätzen erzählen digitale Formate nicht der Reihe nach (lineares Erzählen), sondern verknüpfen unterschiedliche Inhalte und Medien mittels Hyperlinks (non-lineares Erzählen). Das im Artikel enthaltene Arbeitsblatt liefert eine praxisnahe Einführung zu non-linearen Formaten im Geschichtsunterricht.

Historisches Lernen mit digitalen Medien am Beispiel Steinzeit
Historisches Lernen mit digitalen Medien am Beispiel Steinzeit Foto: © Matthias Häberlin

Das Erzählen mithilfe unterschiedlicher Medien und Verlinkungen ist eine der zentralen Kompetenzen für die Berufs- und Lebenswelt im Zeitalter der digitalen Transformation. In fast allen Arbeitsfeldern - von der Entwicklung einer Heizsteueranlage, Erstellen von Webangeboten bis hin zu wissenschaftlichen Präsentationen - ist die Kompetenz zu non-linearem digitalem Erzählen notwendig.

Das Arbeitsblatt „Die Steinzeit im Internet“ ist eine praxisnahe Einführung zu non-linearen Formaten im Geschichtsunterricht. Hier können Sie das Arbeitsblatt für Ihre Schüler als bearbeitbare Word-Datei herunterladen:

Die Steinzeit im Internet: Lernkontrolle für Eltern/Lehrpersonen (.docx)
Arbeitsblatt: Die Steinzeit im Internet (.docx)

Arbeitsblatt im PDF-Format:

Die Steinzeit im Internet: Lernkontrolle für Eltern/Lehrpersonen (.pdf)
Arbeitsblatt: Die Steinzeit im Internet (.pdf)

Zeitschrift
Geschichte lernen Nr. 194/2020 Geschichtsunterricht im Medienwandel

Dieses Arbeitsblatt dient auch als Einstieg ins Unterrichtskonzept „Geschichtsunterricht ohne Medienbrüche“, in der aktuellen Ausgabe 194 von Geschichte lernen „Geschichtsunterricht im Medienwandel“

18,50 EUR Preise jeweils zzgl. Versandkosten

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Schritt 1: Einstieg in das Lernthema Steinzeit

Der Lernprozess erfolgt in zwei Teilen. In einem ersten Schritt (Teil 1) nutzen die Schülerinnen und Schüler die Website www.kinderzeitmaschine.de. Diese liefert den Lernenden viele Antworten zu den Sachfragen zum Einstieg ins Lernthema Steinzeit. Bei der Suche nach Lösungen wird von den Lernenden dabei automatisch mit Hyperlinks nach Antworten gesucht. Die Lösungen werden anschließend gemeinsam mit den Eltern/Lehrperson besprochen. Insbesondere die neuen Hypothesen zur Entwicklung des aufrechten Gangs des Menschen in Deutschland regt zur Diskussion darüber an, wie neue Erkenntnisse aus der Forschung die Geschichtsschreibung verändern können.

Schritt 2: Aufbau von digitalen Kompetenzen

In einem zweiten Schritt (Teil 2) geht es um die Suche nach Unterschieden zwischen analogen und digitalen Formaten. Die Schülerinnen und Schüler erkennen dabei, wie digitale Formate strukturiert und im Gegensatz zu Büchern mit unterschiedlichen Medienformate (Text, Bilder, Videos etc.) illustriert werden können. Fragen zu digitalen Geschäftsmodellen, Qualität von Quellen und Datenschutz vertiefen die Thematik und fördern wichtige Kompetenzen im Umgang mit digitalen Inhalten (vgl. Lösungsvorschläge zu Teil 2).

Unterrichtsentwicklungskonzept DigiRes

Das Arbeitsblatt „Steinzeit im Internet“ ist eine Einführung in praxisnahes digitales Lernen und Gestalten nach dem vom Autor entwickelten ganzheitlichen Schul- und Unterrichtsentwicklungskonzept DigiRes (Wortverbindung von Digital und dem lateinischen Begriff Res für Sache). Die Wahlfreiheit zwischen digitalen und analogen Darstellungsformen ist dabei zentral und auch gefordert. DigiRes ist aus eigener langjähriger, praktischer Ausbildungstätigkeit zu digitalem Lehren und Lernen in der Ausbildung von Lehrpersonen, Privatwirtschaft und im eigenen Unterricht entstanden. Es schafft klare technische Anforderungen (z.B. Plattformunabhängigkeit, Datenschutz, Anpassung an individuellen Unterricht und Lehrpläne etc.) für einen soliden Praxisunterricht. Damit funktioniert die Methode auf nahezu allen, auch älteren Computern/Tablets an Schulen und zuhause. Der direkte Bezug zur Lebenswelt und Praxis fördert die intrinsische Motivation im selbstorganisierten Lernen und macht das Konzept damit in der aktuellen Krisenlage zu einem motivierenden Konzept für gemeinsames Lernen auf Distanz.

Weitere Beispiele aus der Unterrichtspraxis finden Sie unter www.digitalhistory.ch