Projekte aus der Praxis

Lernkonzept weckt Begeisterung für Technik

Die Bausteine von Lego kennt fast jedes Kind. Mit einem neuentwickelten Lernkonzept schaffen sie aus dem bekannten Spielzeug nun etwas anspruchvolleres. Entwickeln Sie mit Ihren Grundschulkindern eigene Maschinen und fundieren sie gleichzeitig deren technisches Verständnis.

Ein LEGO-Roboter
Praxisorientierte Projekte helfen, das technische Verständnis zu verbessern. Foto: laterjay/Pixabay

Das Set "Einfache Maschinen" von Lego Education lässt Grundschüler zu Technikern werden. Wie das Lernkonzept in die Lehrpläne der Bundesländer und das Interessengebiet der Schüler passt, haben 150 Lehrkräfte getestet. Das Konzept legt großen Wert auf die Vermittlung von technischem Verständnis. So können sich die Schüler zwar an Basisanleitungen orientieren, die Erweiterung zu komplexeren Maschinen jedoch erfolgt durch die Trial-and-Error-Methode. Der Gedanke dahinter ist simpel: Was die jungen Maschinenbauer ohne externe Hilfe funktionstüchtig machen, prägt sich ihnen viel leichter ein.

Von der Spielzeugkiste in den Unterricht

Wie ein Produkttest zeigt, ist das Set "Einfache Maschinen" mit einem Bausatz und Material für über 20 Unterrichtseinheiten durchweg für den Sachunterricht in der Grundschule geeignet. „Weil die meisten Kinder das Prinzip der Bausteine bereits aus dem eigenen Kinderzimmer kennen, muss es vorab nicht groß eingeführt und erklärt werden“, sagt Dietmund Schwarz, Lehrer an der Grundschule Oberlauchringen. Die Schüler können selbstständig arbeiten sowie durch eigenes Tun und Entdecken thematisch handeln. „Durch die eigenständige Schritt-für-Schritt-Entwicklung können die Schüler nachvollziehen, wie technische und physikalische Aspekte funktionieren“, ergänzt Schwarz.

Alltagsorientierte Beispiele

Anhand von Basismodellen lernen die Schüler die wichtigsten mechanischen Prinzipien, um sich anschließend an der Entwicklung von größeren und komplexeren Hauptmodellen zu versuchen. Ein guter Einstieg in jedes Thema ist die Frage an die Schüler, ob sie die Elemente, beispielsweise Zahnräder, die in der Unterrichtsstunde besprochen werden sollen, bereits aus ihrem Alltag kennen. Eine Übersicht und ein Glossar helfen anschließend, Fachbegriffe einzuführen. Wenn die grundlegenden Termini geklärt sind, bauen die Schüler ein einfaches Grundmodell, um die Mechanik und die Funktionsweise von Zahnrädern zu verstehen. Dieses Grundverständnis wenden sie schließlich beispielsweise beim Bau eines Karussells an. Zu diesen beiden Schritten erhält die Klasse Arbeitsblätter mit unterstützenden Abbildungen, Zeichnungen und anregenden Fragestellungen.

Zu guter Letzt soll ein erweitertes Modell wie ein Verkaufswagen gebaut werden. Dabei werden die Schüler aufgefordert, ein Problem zu erkennen, mögliche Lösungen zu recherchieren, Erklärungen anhand von Beobachtungen zu entwickeln sowie verschiedene Modelle zu testen, zu bewerten und umzubauen.

Lehrer sind begeistert

Die anschaulichen Aufgabenstellungen und Lösungswege kommen bei den Lehrern gut an. „Bei dem Lernkonzept "Einfache Maschinen" ist das Material in sich vollständig, stimmig und lässt die Kinder selbstständig arbeiten“, sagt Lena Ahmann, Klassenleitung an der Matthias-Claudius-Grundschule in Lingen. Und Joachim Rode, Grundschullehrer mit Schwerpunkt Naturwissenschaften bestätigt: „Die Unterrichtsmaterialien sind eine wertvolle Unterstützung für Lehrkräfte, denn sie geben besonders fach- und themenfremden Kollegen die nötige Struktur für den Unterricht.“