Modernes WLAN für Wissbegierige

In Helmstedts Grundschulen wird jetzt digitaler unterrichtet – dank Mitteln aus dem Digitalpakt

Fangen, Fußball, Seilchenspringen und auf dem Klettergerüst toben, bis es klingelt: Von außen betrachtet hat sich am Pausenalltag an Grundschulen in den letzten 30 Jahren eigentlich gar nicht so viel geändert. Nach der großen Pause im Unterricht angekommen, sieht das aber unter Umständen schon anders aus. Immer mehr digitale Medien finden den Weg dorthin. Voraussetzung dafür ist ein leistungsfähiges, sicheres WLAN. Mit Mitteln aus dem Digitalpakt Schule hat sich die Stadt Helmstedt nun mit Erfolg der Modernisierung der IT-Infrastruktur ihrer fünf Grundschulen angenommen.

Auf der Höhe der Zeit

Grundschulen haben die Aufgabe, die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen zu schaffen: Dabei erfassen und strukturieren unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler ihre Umwelt erlebnisorientiert, Neugierde und Begeisterungsfähigkeit der Kinder nutzt man dabei im Unterricht. Verändert sich diese Umwelt, müssen Grundschulen das bei der Ausgestaltung ihres (medien-)didaktischen Konzepts beachten. Digitale Medien und WLAN gehören im Jahr 2020 zweifellos zur Lebensrealität 6 bis 11-Jähriger dazu. Um dem gerecht zu werden, setzt die Stadt Helmstedt in ihren Grundschulen jetzt auf moderne digitale Medien und eine WLAN-Lösung von LANCOM Systems. Das grundlegende didaktische Medienkonzept haben die Schulen erarbeitet. Im Zentrum stand der Wunsch, im Unterricht auch mit schuleigenen mobilen Endgeräten, in diesem Falle Notebooks, arbeiten zu können. Verantwortlich für Rollout und Betrieb des neuen Netzes ist das Team „Telekommunikation und Informationstechnologien“ der Stadt Helmstedt unter der Leitung von Immo Ulbricht. Bei der Auswahl der Geräte wurde die Stadt Helmstedt vom Systemhaus TELCAT MULTICOM GmbH unterstützt.

Danke, Digitalpakt!

Bei der Finanzierung der gewünschten Modernisierung kam der Digitalpakt Schule gerade richtig. Nachdem bereits 2009 Mittel aus dem sog. Konjunkturpaket II für eine Ausstattung mit Desktop-Rechnern genutzt wurden, ist Helmstedt jetzt einer der ersten Antragsteller im Kontext Digitalpakt Schule und freut sich über insgesamt 50 brandneue Access Points (4 bis 12 pro Schule) sowie WLAN Controller und Switches für die fünf Grundschulen. Im Rahmen der Stückzahlenkalkulation erfolgte eine WLAN-Ausleuchtung der Gebäude vorab. Für ihre Grundschulen hat die Stadt Helmstedt einen Förderbetrag in Höhe von insgesamt rund 344.000 Euro erhalten, auf das Projekt Grundschul-WLAN entfallen davon rund 41.000 Euro. Zur Realisierung des Projekts hat laut Ulbricht auch die reibungslose Zusammenarbeit mit der zuständigen Landesschulbehörde (Niedersachsen), Regionalabteilung Osnabrück, einen erheblichen Beitrag geleistet.

Modernes Schul-WLAN

In allen Grundschulen werden jetzt mit einem WLAN Controller und Fully managed POE-Gigabit Switch zwei VLANs, also logisch sicher voneinander getrennte Teilnetze, zu den installierten Access Points verteilt: So kann zum einen ein didaktisches Netz mit den mobilen Endgeräten der Schulen für den Einsatz im Unterricht genutzt werden sowie ein Gastnetz für private Endgeräten (BYOD). Das Gastnetz ermöglicht es, bei Bedarf eigene Geräte, bspw. von Schülerinnen und Schülern, in die Unterrichtsgestaltung mit einzubeziehen. Die Access Points versorgen die Grundschulen flächendeckend simultan im 2,4 und 5 GHz-Netz mit beiden Teilnetzen in Form von unterschiedlichen SSIDs, sodass die Nutzung beider Teilnetze mit WLAN-fähigen Endgeräten effizient möglich ist. In allen Räumen wird jetzt per WLAN vom Schulserver gestreamt, recherchiert und zusammengearbeitet. Das freut auch Bürgermeister Wittich Schobert: „Durch die Fördergelder des Niedersächsischen Kultusministeriums können wir die schulische IT-Bildungsinfrastruktur verbessern und unsere Schülerinnen und Schüler auf das Leben in einer zunehmend digitalen Welt vorbereiten“. 

Installation & Einbindung in das Stadtnetz

Konfiguration, Installation und Aufbau der neuen WLAN-Lösungen dauerte je Schule in etwa 1,5 Tage. Der große Vorteil war dabei: Die Geräte waren aus vorherigen Projekten bereits bekannt, die Integration der Schul-WLANs in das Gesamtnetz der Stadt war aus administrativer Sicht also ein logischer Schritt: „Wir setzen im gesamten Stadtnetz schon sehr lange LANCOM Komponenten ein und setzen auf eine homogene Infrastruktur“, erklärt Ulbricht. Die Einbindung der Grundschulen in das Stadtnetz wird über Point-to-point-Richtfunkstrecken per WLAN hergestellt, teilweise über eine Distanz von mehreren Kilometern. Mittlerweile ist das Stadtnetz auf über 400 Geräte des deutschen Netzwerkspezialisten gewachsen. Eingebunden sind dabei über Business-VPN-Router insgesamt 15 Standorte und Behörden sowie 20 Home-Office-Arbeitsplätze – und jetzt gehören auch die städtischen Grundschulen mit dazu. Dafür setzt die Stadt Helmstedt auf eine sichere Lösung, die höchsten europäischen Datenschutzbestimmungen entspricht: So sind die Zukunftsfähigkeit des Unterrichts sowie die Daten im Schulnetz sicher und die Kinder können sich vor und nach ihrer wohlverdienten Pause auf spannende, zeitgemäße Inhalte und Methoden freuen.