Jugendschutz im Internet

Filter schützen vor Pornografie

Das Internet ist bei Kindern und Jugendlichen allgegenwärtig. Jugendschutzfilter helfen, die Gefahr von pornografischen Darstellungen einzugrenzen.

Vorhängeschloss, Bild in schwarz weiß
Kinder- und Jugendschutz ist ein Thema, das alle angeht. Foto: Randy Assell/Unsplash

Die Allgegenwärtigkeit des Internet bedeutet für Jugendliche gleichzeitig auch eine Allgegenwärtigkeit der Pornografie. Zwei Drittel aller männlichen Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren schaut sich täglich bis wöchentlich Pornos an. Studien belegen immer wieder, dass regel­mäßiger Konsum die Beziehungsfähigkeit gefährden, sexuelle Gewalt fördern und generell süchtig machen kann. Ist die Pornografie für Jugendliche wirklich ein fester Bestandteil des Alltags geworden? Oder sind es die Befürchtungen der älteren Generationen, die sich in diesen Studien wiederfinden lassen?

Jugendschutzfilter schützen vor unsachgemäßen Gebrauch

Diese älteren Generationen stehen nun auch noch vor der Herausforderung, den Jugendlichen die Chancen und Gefahren des Internets zu vermitteln. Dies ist vor allem in der Hinsicht nicht leicht, als dass Jugendliche im Gegensatz zu ihren Eltern oft routinierter mit dem Internet umgehen. Das Internet bietet aber an vielen Stellen einen unkontrollierten Zugang zu Pornografie und anderen jugendgefährdenen Inhalten. Häufig muss nur mit dem Klick auf einen Button die Volljährigkeit bestätigt werden. Daher ist es unbedingt notwendig, dass auch Eltern und Pädagogen wissen, wie sie die Jugendlichen vor einem unsachgemäßen Gebrauch schützen können. Ein generelles Verbot des Internets ist aus pädagogischer Sicht nicht sinnvoll. Ihrer Aufsichts- bzw. Erziehungspflicht kommen sie am besten nach, wenn sie den Jugendlichen helfen, den Umgang mit dem Internet zu erlernen. Unterstützend dabei helfen können zum Beispiel Filterprogramme wie jugendschutzprogramm.de, Parents Friend, Proxomitron, K9 Web Protection oder DansGuardian. Eine Übersicht weiterer nützlicher Filterprogramme finden sie auf klicksafe.de. Außerdem bieten die gängigen Browser und Betriebssysteme selbst auch die Möglichkeit, Einstellungen zum Jugendschutz vorzunehmen.

Praktische Materialien zur Prävention

Das Praxisbuch "Fit for Love?" beinhaltet Tipps und Ratschläge zur Prävention von Pornokonsum, es hilft Jugendlichen, die Auswirkungen zu durchschauen und einen verantwortlichen Umgang mit der eigenen Sexualität zu entwickeln. In der Praxis erprobte Bausteine ermöglichen Lehrkräften, das sensible Thema fächerübergreifend im Unterricht aufzugreifen, ohne Schamgefühle zu verletzen. Das Praxispaket bietet Hintergrundinformationen, ausgearbeitete Stundenentwürfe für verschiedene Altersgruppen, zahlreiche Arbeitsblätter und Kopiervorlagen sowie visuell aufbereitete Inhalte auf CD-ROM.

Die Wendebroschüre „Friedensgespräche“ statt "Battlefield home" will zwischen Jugendlichen und Eltern über das familiäre Konfliktfeld Computerspiele aufklären und stellt beide Positionen dar.