Gesundheitlicher Aspekt

Eltern fürchten die WLAN-Strahlung in Tablet-Klassen

Inzwischen gibt es fast überall kostenloses WLAN – auch in Schulen. Router verteilen das kabellose Internet über WLAN-Strahlung in einen begrenzten Bereich. Die Internetverbindung wird so auf zahlreiche Geräte wie Handys und Computer übertragen. Ist diese Strahlung unbedenklich?

Eine Person schützt sich mit einer Maske vor gefährlicher Strahlung.
Ist die WLAN-Strahlung gefährlich? Beeinträchtigt sie die Gesundheit? Foto: TheHilaryClark/Pixabay

Die Installation der WLAN-Infrastruktur in der Schule kann auf der Seite der Eltern schon mal eine rege Diskussion auslösen. Gesprächsthema sind vor allem die möglichen gesundheitlichen Risiken durch die ständige Verfügbarkeit von WLAN-Strahlung bei heranwachsenden Kindern. Die Gesundheitsbeauftragten sind sich einig. Im Schulgebäude sollte die Strahlenbelastung so gering wie nötig gehalten werden.

WLAN-Zugänge regulieren

Welche technischen Möglichkeiten stehen der Schule zur Verfügung? Für eine geringe WLAN-Strahlung sorgen WLAN-Geräte mit einem Power-Schalter, die jederzeit an- oder ausgeschaltet werden können. Die Geräte sollten nur dann eingeschaltet sein, wenn es für den Unterrichtseinsatz erforderlich ist. Zudem bietet es sich an, die Sendeleistung aller WLAN-Access-Points so weit zu reduzieren, dass eine Strahlung nur im nahen Umkreis des Klassenzimmers vorhanden ist. Bei einem aktiven WLAN-Signal sollten nur die Lehrerinnen und Lehrer Zugriff auf das Internet – den Schülerinnen und Schülern würde der Zugang entsprechend verweigert werden. Dies verringert zusätzlich den Zeitraum, indem die Schülerinnen und Schüler unter dem Einfluss der WLAN-Strahlung stehen. Sollen einzelne Lernende oder die ganze Klasse das WLAN innerhalb des BYOD-Konzepts nutzen, so empfiehlt es sich, dass die Lehrkraft dies am Computer im Lehrerzimmer oder am eigenen Lehrer-Tablet freischaltet. Außerdem kann eine Prozedur eingeführt werden, innerhalb derer der Schulserver in jeder Pause die Freigaben für alle Schülerinnen und Schüler automatisch wieder zurücksetzt. Technisch wird die Freigabefunktion über einen personengebundenen WLAN-Login erreicht.

Risikofaktor ist gering

Die WLAN-Strahlung wird generell als ungefährlich betrachtet. Nichtsdestotrotz sollte jede Art von Strahlung mit Vorsicht genossen werden. Aktuell liegt die Strahlenbelastung von Routern zwischen 0,1 und 0,3 SAR (= spezifische Absorptionsrate). Zum Vergleich: das neueste iPhone hält mit 0,99 SAR dagegen. Die WLAN-Strahlung ist also deutlich geringer als die des Smartphones, welches man täglich nah am Körper bei sich trägt. Die Handystrahlung wird seit Jahren international untersucht. Bis jetzt konnten bei der vergleichweise starken Handystrahlung noch keine Langzeitschäden festgestellt werden. Die WLAN-Strahlung gilt deswegen bisher als harmlos. Dennoch sollten Sie den Router nicht in unmittelbarer Nähe der Schüler platzieren, wenn Sie die zusätzliche Strahlenbelastung gering halten möchten.