Leitfaden zur Unterstützung von Lehrenden

Digitaler Wandel: Ein praxisorientierter Leitfaden

Im heutigen Bildungsprozess sind digitale Medien, Werkzeuge und Kommunikationsmittel nicht mehr wegzudenken. Das Bündnis für Bildung hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Themen zugänglicher zu machen und den digitalen Wandel beim Lehren und Lernen zu unterstützen.

Zwei Männer sitzen vor ihren Laptops. Zwischen ihnen liegt ein Papier, über das sie sich beraten
Der Umgang mit digitalen Medien im Bildungssektor will gelernt sein. Deshalb erarbeitet das BfB einen umfangreichen Leitfaden - so wird das Lernen und Lehren erleichtert. Foto: helloquence/unsplash

Die Akteure

Das Bündnis für Bildung (BfB) arbeitet in drei Gruppen (AGs) zu den Themen

  • Infrastruktur und Implementierung,
  • Interoperabilität und Datenschutz sowie
  • Medienentwicklungspläne und Lehrerfortbildung.

Die drei Gruppen setzen sich jeweils aus den Fachexperten der Mitglieder zusammen und arbeiten an spezifischen Aufgabenpaketen. Die AG Medienentwicklungsplanung und Lehrerfortbildung (AG MEP) hat dabei den stärksten inhaltlichen Fokus, während die anderen AGs sich eher technischen Themen widmen. Deshalb soll die AG MEP hier kurz näher vorgestellt werden.

Informationen für Lehrende in ganz Deutschland

Ziel der Gruppe ist es, die zahlreichen Informationen und Vorgaben zur Medienentwicklungsplanung aus allen Bundesländern zu sichten und zu sammeln. Daraus ist eine kommentierte Linkliste hervorgegangen, die fortlaufend ergänzt und aktualisiert und ab Ende Mai 2019 online auf der Seite des BfB bereitgestellt wird.

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen AGs und den Schulen

Die eigentliche Herausforderung der Medienentwicklungsplanung sahen die Mitglieder der AG aber in der Moderation und konkreten Durchführung der Konzeptentwicklung, also im Management und in der Planung des Entwicklungsprozesses zwischen Schulen und Schulträgern. Zu diesem Zweck wurden fünf kurze digitale Fragebögen entworfen, die zusätzlich zu den bestehenden landesspezifischen Vorgaben zur Rate gezogen werden können.

Intensiver Austausch zur Optimierung

Über die Zielgruppe für diese Fragebögen wurde in der AG intensiv diskutiert. Schließlich einigte man sich darauf, dass Schulleitungen und ihre Kollegien sowie Schulträger gleichermaßen angesprochen werden sollen, da letztlich für alle Beteiligten der Medienentwicklungsplanung auch Fragen der Pädagogik und der Organisationsentwicklung früher oder später relevant werden. Die digitalen Fragebögen stehen in einer editierbaren Fassung ebenfalls ab Ende Mai 2019 online zur Verfügung. Ergänzt werden sollen sie künftig noch durch entsprechende Erfahrungsberichte einzelner Schulträger.

Die fünf Fragebögen mit jeweils 10 –15 Fragen sind dabei als Leitfaden zu sehen und decken folgende Themen ab:

  • Vision, Ziele und Bewusstseinsbildung,
  • Change Management,
  • Fortbildung, Implementierung und Evaluation,
  • Ausstattung und Support.

Bei der Erstellung der Fragebögen wurde deutlich, dass im Bereich digitales Lehren und Lernen auch viele Begriffe, die u. a. in den Konzeptpapieren der Bundesländer verwendet werden, nicht klar umrissen oder allgemein bekannt sind. Aus diesem Grund werden alle in den Fragebögen genannten einschlägigen Begriffe in ein Glossar einfließen.

Fortbildung in Digitalen Medien

Im Bereich der Lehrerfortbildung bereitet die AG eine interaktive Karte vor, auf der Fortbildungsinstitutionen
unterschiedlicher Träger regional dargestellt werden sollen. Die Kultusministerkonferenz hat jüngst für die Fachdidaktiken in der Lehrerbildung die ländergemeinsamen Anforderungen aktualisiert und Kenntnisse zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien darin verankert. Auf dieser Grundlage wird die AG die Fortbildungsbedarfe für bereits aktive Lehrkräfte herausarbeiten und mit den jeweiligen Angeboten abgleichen, um ggf. zusätzliche Bedarfe zu ermitteln. Zudem bereitet das BfB eine eigene Fortbildungsreihe vor, die Ende
2019 starten wird.

Bündnis für Bildung

Unter dem Dach des Bündnisses für Bildung (BfB) versammeln sich IT-Unternehmen, Verlage, Startups und Bildungsinstitute sowie Vertreter der öffentlichen Hand, die sich besonders für die Entwicklung und Umsetzung von Standards und Referenzlösungen für Bildung und Infrastrukturen in Lehr- und Lernumgebungen engagieren. Die Arbeit ist dabei stets firmen- und produktneutral, was in einem entsprechenden Verhaltenskodex niedergelegt ist.

Weitere Informationen, Kontaktdaten und die Ergebnisse der BfB-Arbeitsgruppen finden Sie unter

www.bfb.org