So macht Forschung Spaß

Schülerinnen und Schüler untersuchen die Auswirkungen von Mikroplastik auf marine Ökosysteme

Die Verschmutzung der Weltmeere schreitet immer weiter voran. Besonders Mikroplastik ist zu einem großen Problem geworden – winzige feste und unlösliche Polymere gelangen über Kleinstlebewesen und Fische bis in die Nahrungskette des Menschen. Mit diesem Projekt erfahren die Schülerinnen und Schüler während der Klassenfahrt mehr über das Ökosystem Meer.

Schülerinnen und Schüler werden zu Forschenden.
Schülerinnen und Schüler werden zu Forschenden. © Herolé

Jedes Jahr zieht es Tausende Jugendliche im Rahmen von Klassenfahrten an meeresbiologische Stationen im Mittelmeerraum. Die dort gemachten Erfahrungen und Erlebnisse führen bei vielen zu einer Sensibilisierung für das Ökosystem Meer. Genau hier setzt ein innovatives Projekt an, das der Klassenfahrtenspezialist Herolé (unterstützt durch den WWF) zusammen mit der Meeresschule Pula (Istrien, Kroatien) und den Universitäten Graz und Pula ins Leben gerufen hat.

Aktiv werden – zusammen forschen

Schülerinnen und Schüler werden zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: Im Rahmen des MINT-Projektes in Pula setzen sie sich mit der Problematik „Mikroplastik im Meer“ auseinander, denn Plastik ist eines der zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts. Mikroplastikpartikel wurden schon im Menschen und dessen Ausscheidungen nachgewiesen. Ob dies zu gesundheitlichen Problemen führt, kann aktuell noch nicht wissenschaftlich beantwortet werden. Und auch die Auswirkungen auf marine Ökosysteme sind verheerend, bis dato jedoch kaum erforscht, da Langzeitstudien bisher fehlen. Hier setzt das Projekt an.

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen unter wissenschaftlicher Anleitung standardisierte Sedimentproben, bereiten diese auf und analysieren sie. Dafür wurden eine spezielle und dennoch einfache Methode sowie ein innovatives Messgerät entwickelt: In der transportablen Messeinheit befinden sich alle Gegenstände, die für die Messung und Bestimmung der Proben benötigt werden. Die Anwendung ist einfach und bewusst so konzipiert, dass sie von Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen unter fachkundiger Anleitung durchgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Die mobile Messeinheit kann auch an Strandabschnitte mitgenommen werden, die schwer erreichbar sind.

Aufbereitung der gesammelten Proben im speziell entwickelten Messgerät.
Aufbereitung der gesammelten Proben im speziell entwickelten Messgerät. © Herolé

Die gesammelten Daten fließen in eine Datenbank, werden ausgewertet und veröffentlicht. So werden die Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Plastik sensibilisiert und leisten zudem einen wertvollen Forschungsbeitrag.

Pilotphase startet im Herbst 2019

Das Projekt startet im Herbst 2019 in Pula. Zehn Schulklassen können die Messungen vor Ort durchführen. Nach erfolgreicher Pilotphase wird das Programm allen Schulklassen offenstehen, die eine Klassenfahrt nach Pula planen. Das Projekt setzt vielfältige MINT-Schwerpunkte (Chemie, Physik, Biologie) und ist für alle Fächer und Klassenstufen geeignet.

Weitere Informationen zum Mittelmeer-Mikroplastik-Projekt finden Sie hier:

https://www.herole.de/mikroplastik