Naturwissenschaftliche Klassenfahrten

Los, fass es an!

Auf zu den Sternen

Angehende Astronauten und Weltraumforscher sind in der Archenhold Sternwarte optimal aufgehoben. Hier befindet sich das längste Linsenfernrohr der Welt. Die speziell auf Schulklassen zugeschnittenen Führungen richten sich insbesondere an die Jahrgänge 9 bis 11. Schüler können durch einen Spezialfilter die Protuberanzen der Sonne beobachten und erfahren alles Wissenswerte über unser Planetensystem, den Sternenhimmel und die Geschichte der Sternbeobachtung.

Die Sternenwarte in Berlin lädt Schüler zum Entdecken ein
© Foto: SDTB / C. Kirchner © Foto: SDTB / C. Kirchner

Passend zur Archenhold Sternwarte bietet sich ein Besuch des Zeiss Großplanetariums an. Dank aufwendiger digitaler Medientechnik zählt es zu Europas modernsten Wissenschaftstheatern. Neben Vorträgen bietet das Planetarium auch Hörspiele, Lesungen, Lasershows und Live-Musik. Die neue Fulldome-Technik soll in Zukunft auch für andere naturwissenschaftliche Bereiche wie Chemie, Biologie oder Medizin genutzt werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterhält über die gesamte Bundesrepublik verteilt unterschiedliche sogenannte School Labs, in denen DLR-Experten Schülern die Mysterien der Luft- und Raumfahrt näherbringen. Natürlich gibt es ein solches Labor auch in Berlin. Experimente in Schwerelosigkeit oder ein Infrarot-Selfie versprechen viel Abwechslung. Doch auch ganz irdische Dinge wie etwa die Funktionsweise von Navigationssystemen oder die Bedeutung alternativer Energiequellen werden im DLR School Lab Berlin veranschaulicht.

Schülerlabore für Mathe, Physik und Chemie

Etwas außerhalb von Berlin liegt das Schülerlabor Zeuthen, das sich ebenso wie das School Lab des DLR dem Kosmos widmet. Das Labor wird vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) betrieben, das in Zeuthen an internationalen Forschungsprojekten der Astroteilchenphysik beteiligt ist. Im Labor spüren Oberstufenschüler kosmische Teilchen auf und erleben so den Alltag in einer Forschungseinrichtung. Jüngere Schüler experimentieren derweil im Vakuumlabor und gehen physikalischen Phänomenen im luftleeren Raum auf den Grund.

Gleich fünf Labore fasst der Wissenschafts-und Biotechnologiepark Campus Berlin-Buch unter seinem „Gläsernen Labor“ zusammen. Auf die Nachwuchsforscher warten über 20 Experimentierkurse zu den Themen Molekularbiologie, Herz-Kreislauf, Neurobiologie, Chemie, Radioaktivität, erneuerbare Energien und Ökologie. Die Experimente orientieren sich am Rahmenlehrplan.

Eine Gruppe Mädchen beobachtet eine technische Installation
© Foto: SDTB / C. Kirchner © Foto: SDTB / C. Kirchner

Die Schüler werden in Kleingruppen von erfahrenen Wissenschaftlern angeleitet. Es gibt Angebote für Grundschulen wie zum Beispiel zum Thema Fotosynthese und für die Sekundarstufe. Hier steht der genetische Fingerabdruck oder der Virennachweis mit PCR auf dem Experimentierplan.

Wer Mathematik für trocken hält, hat noch keinen Vortrag der Rechenprofis vom Forschungszentrum Matheon erlebt. Unter „MathInside – Mathematik ist überall“ wird Mathematik mit Leben gefüllt, denn in den Vorträgen geht es darum, wie stark die Mathematik unseren Alltag bestimmt. Darüber hinaus bietet das Matheon unterschied- liche Workshops an, in denen Schüler zum Beispiel ihre Chancen im Glücksspiel ausrechnen oder erfahren, welche Rolle Primzahlen bei der Verschlüsselungen von Daten spielen.