Berlin

Die Hauptstadt literarisch entdecken

Vor knapp 200 Jahren, am 30.12 1819, wurde Theodor Fontane geboren. Der Schriftsteller, bekannt durch seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg und Romane wie Effi Briest, Stechlin und Frau Jenny Treibel, hat 60 Jahre in Berlin gelebt und die Stadt in vielen seiner Bücher beschrieben. So ist zum Beispiel in seiner Autobiographie zu lesen, wie er am 18. März 1848 vergeblich versuchte, in die geschlossene Georgenkirche einzudringen, um die Glocken für die Revolution zu läuten. Fontane erlebte die Jahre vor der Reichsgründung 1871 und die Entwicklung Berlins von einer Residenz zur Hauptstadt.

Aktuelle Ausstellungen in Berlin

Seit 2012 gibt eine Dauerausstellung in der ehemaligen Kapelle des Hugenottenfriedhofs mit Texten, Zitaten und Abbildungen Einblicke in das Leben des Schriftstellers, der hier begraben ist. Das Märkische Museum zeigt vom 29. August bis 24. November in der Ausstellung „Fontanes Berlin“ Arbeiten von Leopold Ahrendts bis F. Albert Schwartz. Die Pioniere der Stadtbildfotografie haben Berlin zur Zeit Fontanes fotografiert. An ihren Bildern lässt sich ablesen, wie Fontane die Stadt verdichtet und „verändert“ hat. Der Berliner Fotograf Lorenz Kienzle hat im Rahmen des Projekts „Tatort Fontane“ jahrelang Schauplätze aus den Romanen Fontanes fotografiert.

Tausende von Handschriften und historischen Drucken, Gemälde, Zeichnungen und Fotos, ein großer Teil der überlieferten Handbibliothek und Lebensdokumente wie etwa Apothekerzeugnisse oder Tage- und Wirtschaftsbücher sind im Fontane-Archiv in der Villa Quandt in Potsdam zu sehen.

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