Klassenfahrten auf dem Wasser

Badehose nicht vergessen!

Wasser ist nicht nur der Quell allen Lebens, es zieht Kinder geradezu magisch an. Beste Voraussetzungen, um dem nassen Element auf die Spur zu kommen. Klassenfahrten ans oder auf dem Wasser lassen sich ideal mit unterschiedlichen pädagogischen Zielen verknüpfen.

Schulklassen können das Segeln erlernen. © DHH

Obwohl Wasser in unserem Leben eine zentrale Rolle spielt, spiegelt sich seine Bedeutung in der Wahl der Klassenfahrt nur selten wider. Viele Lehrer halten sich ans Althergebrachte, an Ziele, die von der Schule schon immer angefahren wurden. Wer jedoch aus alten Gewohnheiten ausbrechen und seinen Schülern ein wirkliches Wow-Erlebnis bieten möchte, findet ein reichhaltiges Angebot für jede Altersklasse vor, in dem Wasser in den Mittelpunkt der Klassenfahrt gestellt wird – von der eintägigen Exkursion bis hin zu Wochenfahrten.

Die pädagogischen Ziele, die sich mit derartigen Klassenfahrten verbinden lassen, sind mannigfaltig. Natürlich ist mit Wasser immer Aktivität verbunden. Sportliche Bewegung fördert die Gesundheit und stärkt den Teamgeist. Doch auch die Bedeutung des Wassers für Mensch, Natur und Umwelt kann den Schülern auf spielerische Art und Weise nähergebracht werden. Zwar sind über 70 Prozent der Erde mit Wasser bedeckt, aber nur 2,5 Prozent davon sind Süßwasser, wovon wiederum nur 0,3 Prozent für den Menschen nutzbar sind. Umso wichtiger ist es, hierfür das Bewusstsein der Schüler im Umgang mit Wasser zu schärfen.

Naturerlebnisse

Eine Jugendherberge im Nationalpark Harz verfügt über ein eigens Wasserlabor, in dem die Schüler ihre Wasserproben, die sie zuvor im Wald und an Bächen gesammelt haben, untersuchen können. Sie entdecken Kleintiere im Wasser und lernen durch die erfahrenen Nationalpark-Ranger viel über die Filterwirkung der Böden, den Wasserhaushalt des Walds sowie das Leben an und im Wasser. Dort wird auch eine fünftätige Projektwoche zum Thema Wasser angeboten. Die Klassenfahrt eignet sich für das 3. bis 7. Schuljahr.

In einer anderen Jugendherberge an der Ostsee wird ein Naturerlebnisprogramm ab der 7. Klasse angeboten, das in verschiedenen Bausteinen die Themen Klimaschutz und Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser behandelt. Neben der Zukunftswerkstatt und zahlreichen Experimenten geht es auch ganz praktisch zur Sache, wenn die Schüler Gefährte bauen, die mit regenerativen Energiequellen angetrieben werden. Die Bausteine können für Ein- bis Dreitagesprogramme zusammengestellt werden.

Das neun Hektar große Parkgelände eines Schullandheims reicht bis ans Hochufer der Unterelbe. Hier können Grundschulkinder im Ufersand nach Lust und Laune buddeln oder den großen Containerschiffen zuwinken, die auf der Elbe in Richtung Hamburger Hafen oder offenes Meer unterwegs sind. Besonders empfehlenswert ist die Wanderung über den Elbhöhenweg, der für Lehrer und Schüler einmalige Ausblicke bereithält.

Kanutouren werden als Bestandteil von Klassenfahrten immer beliebter. © DHH

Teamgeist ist gefragt

Abgesehen vom Erkenntnis- und Wissensgewinn für Schüler orientieren sich viele Klassenfahrten mit dem Schwerpunkt Wasser an erlebnispädagogischen Zielen. So steht zum Beispiel Teamwork im Mittelpunkt eines Programms einer Jugendherberge. Die Schüler müssen aus Bambus, Seilen und Fässern ein Floß bauen, das sie trocken bei der Jungfernfahrt über das nahegelegene Gewässer des Milower Lands bringt. Erfahrene Trainer helfen nicht nur beim Floßbau, sondern stellen auch sicher, dass die eigenentwickelten Konstruktionen sicher sind. Das Programm erstreckt sich über drei bis fünf Tage und eignet sich für die Klassen 6 bis 13.

Um Zusammenhalt und Kooperation geht es auch bei den zahlreichen Segelfahrten, die für Schulklassen zum Beispiel auf dem Ijsselmeer angeboten werden. Auf einem Segelschiff müssen alle mit anpacken, niemand kann aus der Reihe tanzen oder sich drücken. Arbeit und Geselligkeit wechseln sich in einem für die Schüler ungewohntem Umfeld mit völlig neuen Herausforderungen ab. Das verspricht unvergessliche gemeinsame Erlebnisse.

Die Segeltörns gehen in der Regel über eine Woche und können mit dem jeweiligen Skipper individuell festgelegt werden. Die Boote verfügen über 2- bis 4-Bett-Kabinen, mehrere Duschen und Toiletten sowie einen Gruppenraum. Die Kombüse bietet alles, was es braucht, um für die gesamte Truppe samt Besatzung das Essen zuzubereiten. Schwimmwesten und Rettungsinseln sind in ausreichender Zahl vorhanden.