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Juden

Geschichte lernen Nr. 34/1993

Bestellnummer: 517034
Medienart: Zeitschrift
Erscheinungsdatum: Juli 1993
Schulstufe / Tätigkeitsbereich: Sekundarstufe
Schulfach / Lernbereich: Geschichte & Gesellschaft, Geschichte
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Autor: Pingel, Falk
Titel: Juedische Geschichte in deutschen Lehrbuechern.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 4–5

Abstract: Ausgehend von der Feststellung, dass die juedische Geschichte im historischen Unterricht unter dem Zwang der didaktischen Reduktion fast ausschliesslich die Geschichte der Verfolgung im Nationalsozialismus sei, wird zunaechst die Entwicklung der 1980 begruendeten deutsch-israelischen Schulbuchkommission umrissen. Im Mittelpunkt des Artikels steht dann die Zusammenfassung einer vorgenommenen Schulbuchanalyse. Es wird referiert, welche Moeglichkeiten die vorhandenen Buecher bieten, wo Defizite bestehen und wie sie ueberwunden werden koennten. Hervorgehoben wird die beschraenkte Perspektive der Darstellungen, die die Juden meist nur als Objekte auftauchen laesst, nicht aber als Subjekte ihrer eigenen Geschichte. Abschliessend wird besonders auf die Bedeutung der sich in den 90er Jahren veraenderten Schuelererfahrungen bei der Gestaltung von Schulbuechern hingewiesen.

Schlagwörter: Geschichtsbuch, Schüler, Geschichtsunterricht, Analyse, Einstellung , Israel, Erfahrung, Schulbuch, Deutschland-BRD, Geschichte , Psychologie, Schulbuchempfehlungen, Herstellung, Sachinformation, Judentum, Deutschland


Autor: Wessels, Paul
Titel: Die Opfer des Holocaust.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 6–9

Abstract: Rezensiert werden die Jugendbuecher zum Thema Judenverfolgung und Holocaust Das leere Haus von Claude Gutman, Reise im August von Gudrun Pausewang und Chaja heisst leben von Jane Yolen. In einer Auswahlliste sind eine Reihe von Buechern zu den Themen Juedische Geschichte bis zum Nationalsozialismus, Juedische Geschichte im Nationalsozialismus und Juedische Geschichte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aufgewiesen.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Rezension, Holocaust, Geschichte , Judenverfolgung, Jude, Antisemitismus, Jugendliteratur, Sachinformation, Judentum


Autor: Beimel, Matthias
Titel: Hoere Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig! Religion und Alltag im Judentum.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, 8 S.

Abstract: Das Schuelerheft, eine Beilage zur Zeitschrift Geschichte lernen liefert Informationen zu Religion und Alltag im Judentum. Im ersten Abschnitt werden die wichtigsten Grundlagen des juedischen Glaubens skizziert: der Glaube an den einen Gott, die Tora, die Synagoge, das Hebraeische als die Sprache der juedischen Bibel. Der zweite Abschnitt ist der Religion gewidmet und versucht, die Frage zu beantworten: Wie wirkt sich der juedische Glaube im Alltag aus? Erlaeutert werden der Sabbat, die Speisevorschriften, das Ritual der Beschneidung, die Bar Mizwa. Der dritte Abschnitt gilt den juedischen Festen: Jom Kippur, Pessach, Sukkot und Purim. Den Informationen zur juedischen Weltbevoelkerung vor dem Zweiten Weltkrieg und heute (vierter Abschnitt) folgen Darstellungen ueber Unterschiede in der juedischen Lebensweise, verdeutlicht an vier Beispielen: Juden in den USA, Juden in Russland, Juden in Deutschland und Juden in Israel.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Religion, Tabelle, Geschichte , Fotografie, Text, Alltag, Grafische Darstellung, Selbstverständnis, 20. Jahrhundert, Sachinformation, Judentum, Bild


Autor: Paschen, Joachim
Titel: Judentum in Geschichte und Gegenwart.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 10–11

Abstract: Aufgewiesen werden eine Vielzahl von Medien zum Thema Juden unter den Aspekten Verfolgung durch die Nationalsozialisten, Vernichtung in den Konzentrationslagern, Aufarbeitung, Spielfilme, Juedisches Leben in Israel sowie Konflikt mit den Palaestinensern.

Schlagwörter: Kultur, Geschichtsunterricht, Israel, Verfolgung, Religion, Holocaust, Geschichte , Jude, Antisemitismus, Nationalsozialismus, Audiovisuelles Medium, Medien, Sachinformation, Judentum


Autor: Beimel, Matthias
Titel: Es gibt nur Juden, weil es Nichtjuden gibt.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 15–20

Abstract: Der aktuelle Trend eines verstaerkten Interesses am Judentum spiegelt sich im Schulunterricht kaum wider. Ausgehend von dieser Feststellung wird im Basisartikel des Heftes versucht, in vielerlei Hinsicht das gestoerte Verhaeltnis zwischen Juden und deutscher Umwelt in der Gegenwart zu zeigen, bis heute wirkende sprachliche Diskriminierungen hervorzuheben. Im Mittelpunkt steht dann der Antisemitismus und Antijudaismus in der Geschichte: von der Herausbildung antijuedischer Stereotypen in der vorchristlichen Antike ueber Martin Luthers antijuedische Positionen bis zum Antisemitismus ohne Juden in der Gegenwart. Es gilt dann die Frage zu beantworten Wie wird ein Mensch Antisemit? Drei Erklaerungsansaetze werden vorgestellt: psychologische Theorien, gruppensoziologische Modelle und gesellschaftstheoretische Modelle. Fuer die Bearbeitung juedischer Themen im Unterricht und fuer ein angemessenes Geschichtsbild gegenueber Juden werden zwei Konsequenzen herausgestrichen: 1. Das Judentum muss im Geschichtsunterricht in seiner ganzen geschichtlich relevanten Groesse von der Antike bis heute behandelt werden und 2. es muss Unterrichtsmaterial gefunden werden, das Beispiele fuer ein gelungenes Leben juedischer Menschen gibt; Material, das auch konfliktloses Zusammenleben mit einer christlichen Umgebung verdeutlich. Abschliessend werden andere Heftbeitraege kurz vorgestellt und im Anhang Unterrichtshilfen zur Behandlung juedischer Geschichte aufgelistet.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Analyse, Geschichte , Karikatur, Fotografie, Judenverfolgung, Jude, Text, Luther, Martin, Antisemitismus, Sachinformation, Judentum, Deutschland


Autor: Schulz, Joachim; Meier Schreiber, Klaus-Ulrich
Titel: Dass die Juden freizusprechen sind.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 21–24

Abstract: Thema der fuer eine Unterrichtseinheit verwendbaren Materialsammlung ist die Fuldaer Ritualmord- Beschuldigung von 1235 und die Haltung Friedrichs II. gegenueber den angeschuldigten Juden. Nach einer Skizzierung der Ereignisse in Fulda und einem Blick auf die Vorbilder dieses Massenmordes werden die Rekonstruktion des Falles wesentlichen Quellen kurz vorgestellt (Marbacher Annalen von 1238, Privileg und Urteilsspruch Friedrichs II. von 1236, das Mainzer Memorbuch aus dem 17. Jahrhundert). Es folgen Anmerkungen zur Einbettung des Themas in den Unterricht, zu Lernzielschwerpunkten und zu noetigen Vorkenntnissen. Die Hinweise zum Unterricht verdeutlichen die Intention der Unterrichtseinheit und liefern Vorschlaege fuer Arbeitsauftraege zu den beigefuegten Materialien. Als eine zusaetzliche Moeglichkeit zur Umsetzung des Themas im Unterricht wird ein historisches Rollenspiel vorgestellt. Unterrichtsgegenstand: Friedrich II. und die Fuldaer Ritualmord-Beschuldigung von 1235.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Gesellschaft, Pogrom, Religion, Arbeitsauftrag, Rollenspiel, Christentum, Geschichte , Judenverfolgung, Jude, Text, Materialsammlung, Mittelalter, Ritualmordbeschuldigung, Unterrichtsmaterial, Sekundarstufe I, Geschichtsquelle, Judentum, Deutschland, Bild


Autor: Hatscher, Sabine
Titel: das man jre synagoga oder Schule mit feur anstecke.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 25–28

Abstract: Thema der vorgelegten Unterrichtseinheit ist Martin Luthers Antijudaismus und die Folgen. Ausgehend von zwei zu unterscheidenden Ebenen bei der Beschaeftigung mit Luthers Antijudaismus (einer religioes/theologischen und einer profan/sozialen Ebene) wird zunaechst die Situation der Juden im Spaetmittelalter im Reich skizziert, um den Naehrboden der Gedankenwelt Luthers zu verdeutlichen. Im folgenden wird dann herausgestellt, wie Luther die Judenpolemik als Mittel zur christlichen Identitaetsfindung einsetzte und dabei auf die allgemeine Unkenntnis der Menschen ueber die Juden und ihr Leben aufbauen konnte. Weiterhin wird der Wechsel in Luthers Schriften vom ideologischen Antijudaismus zum Antisemitismus nachgezeichnet und die Wirkungen und Folgen seiner Aeusserungen angedeutet. Neben den zu benutzenden Materialien sind Hinweise zum Unterricht beigefuegt, die die Intentionen der Unterrichtseinheit verdeutlichen und Vorschlaege fuer Arbeitsauftraege liefern. Unterrichtsgegenstand: Luthers Antijudaismus und die Folgen.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Kirche, Vorurteil, Arbeitsauftrag, Christentum, Geschichte , Text, Luther, Martin, Antisemitismus, Materialsammlung, Mittelalter, Unterrichtsmaterial, Sekundarstufe I, Judentum, Bild


Autor: Osiander, Wolfgang
Titel: Als Schweine koennt ihr ueberleben.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 29–33

Abstract: Der Artikel gibt einen Ueberblick ueber die Geschichte der Juden in Spanien. Nach einigen Anmerkungen zu den im Dunkeln liegenden Anfaengen der juedischen Diaspora in Spanien und der Goldenen Zeit der Juden unter islamischer Oberhoheit waehrend des Kalifats in Cordoba (913–1032) steht die Situation der Juden in der Zeit der Reconquista ab 1200 im Mittelpunkt. Als Fazit dieses ersten Gechichtsabschnitts gilt die Feststellung, dass die Lage in Spanien bis zum 14. Jahrhundert fuer die Juden sehr viel sicherer und guenstiger war als anderswo. Im Abschnitt ueber die Verschlechterung der juedischen Situation in Spanien ab dem 14. Jahrhundert werden dann die Gruende fuer die im einfachen Volk einsetzende judenfeindliche Haltung, fuer die ab 1350 folgenden Morde, Pluenderungen und Pogrome herausgearbeitet. Als Hauptagitator gegen die Juden wird Fernando Martinez, der spaetere Erzbischof von Sevilla, genannt. Es folgt eine Schilderung der Rolle der Konvertiten, Maranen, im 15. Jahrhundert und der Einfuehrung der Inquisition. Abschliessend wird die Bedeutung des Vertreibungsediktes von 1492 bearbeitet und das Weiterleben des sephardischen Judentums in abgeschlossenen Gemeinden skizziert. Die Hinweise zum Unterricht beschreiben die Intentionen des Unterrichtsprojektes und liefern Vorschlaege fuer Arbeitsauftraege zu den beigefuegten Materialien. Unterrichtsgegenstand: Juden in Spanien.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Konvertite, Arbeitsauftrag, Sepharde, Christentum, Geschichte , Fotografie, Jude, Text, Antisemitismus, Materialsammlung, Islam, Spanien, Unterrichtsmaterial, Vertreibung, Sekundarstufe I, Judentum


Autor: Gruener, Christiane
Titel: Joseph Suess Oppenheimer.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 34–37

Abstract: Im Mittelpunkt des Artikels steht das Schicksal des Geld- und Warenhaendlers Joseph Suess Oppenheimer, der am 4. Februar 1738 im Rahmen einer antijuedischen Kampagne der wuerttembergischen Justiz auf bizarre Weise hingerichtet wurde. Zunaechst wird anhand einiger biographischer Stationen Aufstieg und Fall des 1692/93 oder 1698/99 als Sohn eines Heidelberger Haendlers geborenen Suess skizziert. Es wird dann versucht, auf der Grundlage des beigefuegten Materials Erklaerungsmodelle fuer diesen Vorfall zu finden. Hervorgehoben wird die Krisen- und Umbruchsstimmung in dieser Epoche, der Neid und die Missgunst des Buergertums auf soziale Aufsteiger und die generelle Ablehnung sozialer Veraenderungen. Die Hinweise zum Unterricht heben die Intentionen des Unterrichtsprojektes hervor, liefern Arbeitsvorschlaege fuer die Materialien, skizzieren zwei Moeglichkeiten eines handlungsorientierten Umgangs mit dem Thema (Rollenspiel) und verweisen auf die Vielzahl literarischer Bearbeitungen des Themas Joseph Suess Oppenheimer. Unterrichtsgegenstand: Joseph Suess Oppenheimer.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Analyse, Arbeitsauftrag, Wirtschaft, Suess-Oppenheimer, Joseph, Rollenspiel, Geschichte , Jude, Text, Geldpolitik, Lernen, Antisemitismus, Materialsammlung, Frühe Neuzeit, Unterrichtsmaterial, Handel, Sekundarstufe I, Handlungsorientierung, Judentum, Deutschland, Bild


Autor: Hirsch, Erika
Titel: Der neue Chawer ist mit dem Motorrad gekommen.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 38–41

Abstract: Der Artikel befasst sich mit den jungen deutschen Juden, die sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten auf den Weg nach Palaestina machten. Die Sachanalyse verdeutlicht am Beispiel des Juden Chaim Dessauer die Arbeit der Hechaluz, einer zionistisch- sozialistischen Vereinigung, skizziert die zweijaehrige Vorbereitung der jungen Menschen auf die Einreise nach Palaestina (Lernen der hebraeischen Sprache, Annahme eines neuen Namens, Ausbildung in landwirtschaftlichen und handwerklichen Berufen, intensive Auseinandersetzung mit juedischer Geschichte und den kulturellen Wurzeln des Judentums). Im Kontrast dazu wird dann die Auffassung der aelteren juedischen Generation zu der Zeit charakterisiert: gekennzeichnet durch Assimilation, soziale Integration, euphorischen Patriotismus. Als Beispiel wird Theodor Herzl hervorgehoben. Grundlage der Materialsammlung ist ein gemeinschaftlich gefuehrtes Tagebuch. Es beginnt im August 1933 und beschreibt den Weg einer Gruppe junger Menschen von dem Heim Ejn Chajim bei Hamburg bis zur Uebersiedlung nach Palaestina 1934. Die beigefuegten Hinweise zum Unterricht liefern Vorschlaege fuer Arbeitsauftraege. Unterrichtsgegenstand: Junge deutsche Juden auf dem Weg nach Palaestina.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Zionismus, Arbeitsauftrag, Auswanderung, Geschichte , Hauptschule, Fotografie, Text, Antisemitismus, Palästina, Nationalsozialismus, Materialsammlung, Unterrichtsmaterial, Hechaluz, Selbstverständnis, Sekundarstufe I, Judentum, Deutschland, Bild


Autor: Langer-Plaen, Martina
Titel: Dass Hitler nicht das letzte Wort behaelt.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 42–44

Abstract: Erst die Beschaeftigung mit Fragen und Problemen juedischer Identitaet seit 1945 schafft eine wichtige Grundvoraussetzung fuer ein Verstaendnis der Situation von Juden heute in der Bundesrepublik. Ausgehend von dieser Feststellung wird in der Sachanalyse zum vorgelegten Unterrichtsentwurf das juedische Leben nach dem Holocaust skizziert (Leben in den Lagern fuer sog. Displaced Persons von 1945–1952, Gruendung des Zentralrats der Juden in Deutschland) und es werden einige Probleme der zwischen 30- und 40000 heute hier lebenden Juden angesprochen (Gemeinden in Ostdeutschland, Wiedervereinigung, der neue offene Antisemitismus seit 1989). Ziel ist es, mit dem vorgelegten Material zu verdeutlichen: Es existiert keine einheitliche juedische Identitaet in Deutschland, juedische Existenz in Deutschland ist immer mit dem Problem der Rechtfertigung gegenueber Juden in anderen Laendern verknuepft, es gibt innerhalb der juedischen Gemeinden voellig unterschiedliche Einstellungen zum Judentum einerseits und zum Leben in Deutschland andererseits. Unterrichtsgegenstand: Neubeginn juedischen Lebens in Deutschland.

Schlagwörter: Geschichtsunterricht, Deutschland <1945–1949>, Arbeitsauftrag, Deutschland-BRD, Geschichte , Text, Antisemitismus, Materialsammlung, Unterrichtsmaterial, Selbstverständnis, Sekundarstufe I, Identität, 20. Jahrhundert, Judentum


Autor: Reeken, Dietmar von
Titel: Ich klage an.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 45–51

Abstract: Gleichgueltig wie die Dreyfus-Affaere letztlich gewertet wird, fuer die Geschichte der Dritten Franzoesischen Republik, die Entwicklung des europaeischen Antisemitismus und des entstehenden Zionismus besitzt sie entscheidenden und beispielhaften Charakter. Ausgehend von dieser Feststellung wird zunaechst der Fall des juedischen Hauptmanns Alfred Dreyfus skizziert, der 1894 und 1898 wegen militaerischer Spionage fuer Deutschland in Frankreich verurteilt wurde. Es folgen Anmerkungen zum Antisemitismus in Frankreich. Dabei wird eingegangen auf den hohen Grad der Entstehung des zeitgenoessischen franzoesischen Antisemitismus und auf die Relevanz der Affaere fuer die politische Struktur der Dritten Republik und ihre Bedeutung fuer das Judentum und den Antisemitismus. Im abschliessenden Kapitel ueber Reaktionen und Wirkungen der Affaere wird besonders das Verhalten des franzoesischen Judentums angesprochen und die ausserfranzoesische Wirkung (am Beispiel Theodor Herzls). Hinweise zum Unterricht erlaeutern die Einbettung des Themas in den Unterricht und liefern Vorschlaege fuer Arbeitsauftraege zum beigefuegten Material. Unterrichtsgegenstand: Die Dreyfus-Affaere.

Schlagwörter: Dreyfus, Alfred, Geschichtsunterricht, Zola, Emile, Frankreich, Zionismus, Strafverfahren, Arbeitsauftrag, Geschichte , Karikatur, Text, Sekundarstufe II, Antisemitismus, Materialsammlung, Spionage, Militär, Unterrichtsmaterial, Entstehung, Selbstverständnis, 19. Jahrhundert, Judentum, Bild


Autor: Sahrhage, Norbert
Titel: Wir hofften, dass uns nunmehr Gerechtigkeit widerfahren werde.
Quelle: In: Geschichte lernen,(1993) 34, S. 52–57

Abstract: Thema der Materialsammlung ist die Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts. Im Mittelpunkt soll dabei die Situation der Verfolgten des Nationalsozialismus stehen. Es soll versucht werden, die Gruende fuer die Notwendigkeit einer Wiedergutmachung an den Opfern zu vermitteln. Denn gerade der Umgang mit den Opfern des Nationalsozialismus koenne als Pruefstein fuer die neue politische Moral der Deutschen angesehen werden. Zunaechst gilt es, die Anfaenge der Wiedergutmachung unmittelbar nach Kriegsende durch Unterstuetzungsmassnahmen der Alliierten vorzustellen. Es folgt die Auflistung erster Entschaedigungsregelungen durch Rueckerstattungsgesetze in den Jahren 1947 und 1949 und durch das Bundesentschaedigungsgesetz von 1956. Im folgenden wird eingegangen auf den Komplex der Wiedergutmachung im Rahmen einer Globalentschaedigung in Hoehe von 3,45 Milliarden DM, gezahlt von der BRD an den Staat Israel und die Conference on Jewish Material Claims against Germany als Vertreterin der Interessen der ausserhalb Israls lebenden Juden. Die abschliessenden Bemerkungen gelten der kontroversen Beurteilung der Wiedergutmachung. Beigefuegt sind Vorschlaege fuer Arbeitsauftraege zum mitgelieferten Material. Unterrichtsgegenstand: Zur Wiedergutmachung des nationalsozialistischen Unrechts.

Schlagwörter: Wiedergutmachung, Geschichtsunterricht, Verfolgung, Arbeitsauftrag, Geschichte , Jude, Text, Sekundarstufe II, Nachkriegsgeschichte, Nationalsozialismus, Materialsammlung, Weltkrieg II, Unterrichtsmaterial, Politisches System, Politische Kultur, Deutschland, Bild


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167/2015 - Fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht
166/2015 - Industrialisierung
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163/2015 - 1945
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151/2013 - Widerstand gegen den Nationalsozialismus
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146/2012 - Das Zeitalter Napoleons
145/2012 - Römisches Kaiserreich
144/2011 - Deutsch-französische Beziehungen
142/143 2011 - Ur- und Frühgeschichte
141/2011 - Vernichtungskrieg im Osten
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139/2011 - Kompetenzorientiert unterrichten (vergriffen)
138/2010 - Piraten
137/2010 - Einstiege (vergriffen)
137/2010 - Einstiege
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132/2009 - Absolute Herrscher
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101/2004 - Klöster (vergriffen)
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94/2003 - Kalter Krieg (vergriffen)
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89/2002 - Neue Medien
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87/2002 - Vertretungsstunde (vergriffen)
86/2002 - 1968
85/2002 - Historische Reden (vergriffen)
84/2001 - Konfessionalisierung
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82/2001 - Altes Ägypten (vergriffen)
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80/2001 - Kleidung und Mode
79/2001 - Renaissance (vergriffen)
78/2000 - Armut (vergriffen)
77/2000 - 1923
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75/2000 - Polis
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71/1999 - Historische Kinder- und Jugend (vergriffen)
70/1999 - Steinzeit (vergriffen)
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68/1999 - Geschichtsunter. i.d. Sek II (vergriffen)
67/1999 - Geld und Währung (vergriffen)
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63/1998 - Stadt im 19. Jahrhundert (vergriffen)
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54/1996 - Staat u. Gesellschaft i. Kaise (vergriffen)
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51/1996 - Italien (vergriffen)
50/1996 - Lieder im Geschichtsunterricht (vergriffen)
49/1996 - Gedenktage (vergriffen)
48/1995 - Glaube und Religion (vergriffen)
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45/1995 - Alltag im antiken Rom (vergriffen)
44/1995 - Altes Afrika (vergriffen)
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35/1993 - Frühe Bundesrepublik (vergriffen)
34/1993 - Juden (vergriffen)
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31/1993 - Imperialismus (vergriffen)
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28/1992 - Unterrichtsrezepte (vergriffen)
27/1992 - Absolutismus (vergriffen)
26/1992 - Utopien (vergriffen)
25/1992 - Kolumbus und die Folgen (vergriffen)
24/1991 - Kindheit und Jugend im Nationa (vergriffen)
23/1991 - Geschichte spielen (vergriffen)
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16/1990 - Alltag im antiken Athen (vergriffen)
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