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Konzept
Der Altsprachliche Unterricht


Ideen, Inhalte und Formen in Literatur, Philosophie und Kunst, aber auch in anderen Bereichen der Geistes- und Naturwissenschaften sind bis heute durch die antike Tradition maßgeblich beeinflusst. Griechische und lateinische Texte aus Antike, Mittelalter und Neuzeit führen uns zu den Quellen und in den Fluss dieser Tradition. Die Auseinandersetzung mit ihnen hilft aber auch, die eigene Lebenswelt neu und mit schärferem Blick wahrzunehmen und zu reflektieren. Dabei bieten die Texte jeder Schülergeneration neue Zugangswege und Interpretationsansätze.

Die Zeitschrift Der Altsprachliche Unterricht vermittelt auf der Grundlage der aktuellen fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Diskussion sowohl neue als auch bewährte Wege, um die griechischen und lateinischen Texte für Schülerinnen und Schüler zum Zentrum und Ausgangspunkt einer fruchtbaren Auseinandersetzung zu machen.

Orientierung und Themen
Der Altsprachliche Unterricht orientiert sich dabei an den Vorgaben der aktuellen Lehrpläne für Latein und Griechisch, erlaubt aber auch einen Blick über die festgesteckten Grenzen hinaus, um neue Entwicklungen anzustoßen.
Jede Ausgabe von Der Altsprachliche Unterricht konzentriert sich auf ein Thema zu einem von drei Schwerpunkten:

  • Methodenhefte, z.B. zur Texterschließung, Grammatikwiederholung in der Lektürephase oder Binnendifferenzierung stellen die modernen Methoden des Latein- und Griechischunterrichts in den Vordergrund.
  • Autoren-/Gattungshefte legen den Fokus auf Werke klassischer Autoren und deren Rezeption in Mittelalter und Neuzeit, erweitern das Unterrichtsrepertoire aber auch um weniger bekannte Texte und Autoren.
  • Die Hefte mit übergreifenden Themen (wie z. B. Literarische Räume, Münzen und Inschriften, Menschenrecht und Menschenwürde u. v. m.) präsentieren Konzepte, die an geeigneter Stelle in den Unterricht eingebunden werden können. Auch fächerverbindende und medienbezogene Themen finden hier ihren Platz (z. B. zu Mathematik, Deutsch, anderen Fremdsprachen, Archäologie oder Musik).


Aufbau der Hefte
Der Basisartikel legt das jeweilige Heftthema fachlich und didaktisch fundiert dar.
Die Praxisbeiträge stellen Unterrichtsmodelle und -ideen vor. Sie enthalten Arbeitsblätter, die Sie direkt im Unterricht einsetzen oder als Anregung für Ihren Unterricht nutzen können. Die Praxisbeiträge liefern auch Tafelanschriebe und Schaubilder mit Ergebnissen, die sich innerhalb des beschriebenen Unterrichtsmodells entwickeln lassen. Die Arbeitsmaterialien enthalten unter anderem lateinische und griechische Texte mit Übersetzungshilfen, Informations- oder Vergleichstexte und Bilder sowie Arbeitsaufträge für Schülerinnen und Schüler.
Das AU Extra bietet Ihnen einen Blick auf das Thema über den fachdidaktischen Rahmen hinaus und Magazinbeiträge runden das Heft mit kurzen Anregungen für den Unterricht oder Projektvorstellungen ab.

Aufruf zur Mitarbeit
Werden Sie Autor!

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Mitarbeit bei Der Altsprachliche Unterricht. Wenn Sie an einem der folgenden Hefte mitwirken möchten, senden Sie bitte eine Skizze (ca. 1 Seite), eventuell mit Material, an redaktion.au@remove-this.friedrich-verlag.de.

Einladungen zur Mitarbeit: Helden und Antihelden / Schüler lesen Ovid (Exposé-Abgabe bis 26.07.2016)

Bitte beachten Sie auch die Hinweise im Autorenmerkblatt.


Helden und Antihelden (Exposé-Abgabe: 26.07.16)

Jede Zeit hat ihre besonderen Figuren, die aus der Menge ­herausragen, seien es reale Menschen oder fiktive Persönlichkeiten. Sie tun sich durch ihr – positives oder negatives – Verhalten hervor, das besonders im Gedächtnis haften bleibt. Es lässt uns nicht indifferent, sondern fordert zu einer Stellungnahme heraus. Helden und Antihelden stellen so für viele ­Fächer einen lohnenden Unterrichtsgegenstand dar.
Griechische und römische Autoren setzen Helden und ­Antihelden seit dem Beginn der Literatur in Szene. Dabei sind Wandlungen in der Ausgestaltung von Helden (z. B. Odysseus, Aeneas) und Heldinnen (z. B. Medea) zu erkennen.
Ihre Erfahrung im Latein- oder Griechischunterricht mit Texten und Unterrichtsreihen, in deren Zentrum die Beschäftigung mit Heldinnen und Helden steht, interessiert uns. Vielversprechende Aspekte könnten sein:

 

  • der Gegensatz von Held und Antiheld und verschiedene ­Typen des Antihelden
  • fragwürdiges Verhalten eines Helden (z. B. Aeneas' Tötung des Turnus)
  • der Held der Liebesdichtung
  • die Behandlung einer Figur in unterschiedlichen Gattungen (z. B. Medea in der Tragödie und im Epos)
  • ein besonderer Blick auf weibliche Helden und Antihelden (z. B. in den Heroides des Ovid)
  • kulturspezifische Unterschiede in der griechischen und ­römischen Literatur bei der Zeichnung von Helden
  • die antike Zeichnung von Helden im Vergleich mit früheren (etwa altorientalischen) oder späteren Heldenbildern (z. B. Gilgamesh im Verhältnis zu Odysseus oder die Passivität als Charakteristikum des modernen Helden in Camus' L'Etranger).  

 

Wenn Sie an diesem Heft mitwirken möchten, senden Sie bitte eine Skizze, evtl. mit Material, an die Redaktion (redaktion.au@remove-this.friedrich-verlag.de).


Schüler lesen Ovid (Exposé-Abgabe: 26.07.16)

Es herrscht kein Mangel an Textheften für die Ovid-Lektüre, die auch ein breites Spektrum von Rezeptionsdokumenten (v. a. Bildmaterial) anbieten. Wem dies nicht genügt, findet im Internet zu jedem Thema Ergänzungen. Daher ist es nicht der Kern dieses Heftes, auf weitere spannende Dokumente der Ovid-­Rezeption in der Geistesgeschichte aufmerksam zu machen, sondern vielmehr darin, den Schülern den Begriff der Rezep­tion nahezubringen und sie als Rezipienten ernst zu nehmen.

Im Zentrum des Heftes sollen Ideen stehen, die aus und nach der Beschäftigung mit den lateinischen Texten die Schüler zur gestalterischen Auseinandersetzung mit Ovid anregen – vor allem mit ihren eigenen Perspektiven oder den Perspektiven der Gegenwart auf die betreffenden Themen. 

Achten Sie in Ihren Unterrichtsideen darauf, dass die kreativen Formen der Auseinandersetzung mit Ovid den Schülern die Perspektive „mea res agitur“ ermöglichen, dass die Schüler den Unterschied der Interpretation eines Textes und der Inspiration durch einen Text begreifen lernen und dass sie klare Qualitätskriterien für die Bewertung kreativer Leistungen an die Hand bekommen. Hier ein paar Anregungen:

  • das Frauenbild in Ovids Didobrief an Aeneas (im Vergleich zu Vergil) und das Frauenbild der Schülerinnen (und Schüler?)
  • „ars adeo latet arte sua“ – Pygmalion und die Kinowelt der „3D-Brillen“ (Avatar)
  • Narcissus und Echo – und die Welt der Selfies und Germany‘s Next Topmodell
  • Daedalus und Icarus – zwischen jugendlichem Leichtsinn und Technikfeindlichkeit, zwischen Discofahrten-Unfall und Tschernobyl
  • „Anbaggern“ gestern und heute (Passagen aus der Ars ­amatoria)
  • die Fama bei Ovid und Cyber-Mobbing

 

Wenn Sie an diesem Heft mitwirken möchten, senden Sie bitte eine Skizze, evtl. mit Material, an die Redaktion (redaktion.au@remove-this.friedrich-verlag.de).

Leseproben

Die folgenden Dateien stehen Ihnen frei zum Download zur Verfügung. Sie zeigen stellvertretend für die Qualität der Zeitschriftenreihe einzelne Unterrichtsbeispiele. Wir freuen uns über Ihre Meinung. 

Der_Altsprachliche_Unterricht_3_13_Leseprobe_1.pdf

Der_Altsprachliche_Unterricht_6_13_Leseprobe_2.pdf

Der_Altsprachliche_Unterricht_1_14_Leseprobe_3.pdf

Die Herausgeber und die Redaktion von Der Altsprachliche Unterricht

Herausgeber

Prof. Dr. Tamara Choitz

  • Lehrerin am Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Andernach
  • Regionale Fachberaterin für das Fach Griechisch in Rheinland-Pfalz
  • Apl. Professorin für Klassische Philologie an der Universität Mainz
  • Dozentin für Fachdidaktik der Alten Sprachen an der Universität Mainz

Dr. Andreas Hensel

  • Fachleiter Latein am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien, Mainz (Referendarausbildung)
  • Lehraufträge für Fachleitung Deutsch sowie Berufspraxis, ebd.
  • Unterricht in Latein und Deutsch, Rabanus-Maurus-Gymnasium, Mainz
  • Lehrbeauftragter für Fachdidaktik Deutsch, Universität Mainz (beendet)
  • Veröffentlichungen: Literatur zur Didaktik und Methodik des Lateinunterrichts, Unterrichtsmaterial, Lehrwerke

Dr. Rainer Nickel

  • Latein- und Griechischlehrer an verschiedenen Schulen
  • Veröffentlichungen: fachdidaktische Arbeiten, Lexika, Übersetzungen, Schulbücher
  • Seit ca. 1980 Herausgeber des AU

 

 

 

Dr. Karl-Heinz Niemann

Tätigkeiten in Schule, Studienseminar und Universität:

  • Lehrer Latein und Griechisch (Lina-Hilger-Gymnasium Bad Kreuznach),
  • Referendarausbilder Latein (Studienseminar Bad Kreuznach),
  • Lehrbeauftragter Fachdidaktik Latein (Universität Bonn),
  • Referent und Leiter von Lehrerfortbildungstagungen in verschiedenen Bundesländern


Prof. Dr. Peter Riemer

  • Professor für Klassische Philologie an der Universität des Saarlandes
  • Forschungsschwerpunkte: Antikes Drama, vor allem Griechische Tragödie und Römische Komödie (Plautus, Terenz), Epos (Vergil), Rhetorik, Lateinische Literatur der Renaissance

Prof. Dr. Edith Schirok

  • Tätigkeiten (z.T. abgeschlossen): Unterricht in Latein und Geschichte an einem Freiburger Gymnasium; Referendarausbildung in Latein; Fachdidaktik Latein an der Universität Freiburg; Mitarbeit an Lehrplänen / Vergleichsarbeiten Latein in BW
  • Arbeitsschwerpunkte: Römische Philosophie; Didaktische und methodische Fragen des Lateinunterrichts; Lektüreunterricht zu verschiedenen Themen und Autoren

Dr. Anne Uhl

  • Lehrerin für Französisch, Latein und Religion (Kanton Zürich, Niedersachsen, Hamburg), seit 2013 tätig am Wilhelm-Gymnasium Hamburg
  • Arbeitsschwerpunkte: verschiedene methodische bzw. didaktische Aspekte des Lateinunterrichts; Erstellung von Übungsmaterial; Schüleraustausch

Anja Zanini

  • Lehrerin am altsprachlichen Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium in Hannover  
  • Unterrichtsfächer: Latein, Deutsch   
  • 2008 Echa-Diplom (Specialist in gifted education)

Redaktion

Nele Schmidtko

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